Die tägliche Portion Nuss-Nougat-Creme auf dem Frühstücksbrot gehört für viele Haushalte zum festen Ritual. Kinder löffeln die süße Masse direkt aus dem Glas, Erwachsene schätzen die cremige Konsistenz. Die Erwartungshaltung verbindet sich mit Bildern von Haselnüssen, Milch und feinem Kakao. Die Analyse der Zusammensetzung industrieller Produkte löst diese Erwartung ein. Die Zeitschrift Öko-Test bewertete die Nuss-Nougat-Creme Nutella und die Haselnusscreme von Milka im Jahr 2022 als ungenügend. Beide Produkte wiesen mit 56 Prozent den höchsten Zuckeranteil der getesteten Produkte auf. Zusätzlich kamen über 35 Prozent Fett hinzu, überwiegend ungesundes Palmfett, außerdem künstliches Aroma oder der Aromastoff Vanillin. Die Hälfte der Masse besteht aus Zucker, oft mehr als ein Drittel aus Fett. Der Anteil gesunder Haselnüsse, Milch und Kakao bleibt marginal.
Diese Zahlen treffen den Alltag. Wer regelmäßig Nuss-Nougat-Creme konsumiert, nimmt über das Frühstück hinweg regelmäßig große Mengen schnell verfügbare Kohlenhydrate und Fett zu sich. Der hohe Zuckeranteil fördert ein kurzfristiges Sättigungsgefühl, das schnell wieder abklingt. Das Fettprofil mit Palmfett wird in der Fachdiskussion kritisch gesehen. Der Zusatz von künstlichen Aromen verstärkt den Geschmacksreiz ohne Nährwert zu liefern. Die sogenannte MOSH, gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe, sind Kohlenwasserstoffe, die sich im Körper anreichern können. Bislang ist noch unklar, was sie bewirken, als sicher gilt jedoch, dass sie ungesund sind. MOSH stammen aus Verpackungsmaterialien und Produktionsprozessen und gelangen so in Lebensmittel.
Der Wunsch nach einer Alternative führt zu selbstgemachten Cremes. Der Trend zum Selbermachen ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Kontrolle. Beim Eigenanbau der Rezeptur entscheidet der Anwender selbst über Süße, Fettgehalt und Rohstoffqualität. Der Einsatz hochwertiger Zutaten aus biologischem Anbau wird empfohlen. Ein leistungsstarker Mixer ist Voraussetzung, um harte Nüsse fein zu zerkleinern. Die selbstgemachte Schokoladencreme ist im Kühlschrank etwa eine Woche haltbar. Da sie keine Konservierungsstoffe enthält, sollte die Creme zügig verbraucht und nach zwei Wochen nicht mehr verzehrt werden.
Industrielle Schokocreme im Vergleich zu hausgemachten Varianten
Die strukturellen Unterschiede zwischen gekauftem und selbstgemachtem Aufstrich lassen sich tabellarisch fassen.
| Merkmal | Industrielle Nuss-Nougat-Creme | Selbstgemachte Nuss-Schoko-Creme |
|---|---|---|
| Zuckeranteil nach Öko-Test 2022 | bis zu 56 Prozent | steuerbar, z. B. Ahornsirup, Erythrit, Datteln |
| Fettanteil | über 35 Prozent, überwiegend Palm | durch Nussmus und Pflanzenmilch bestimmt |
| Hauptzutaten | Zucker, Palmöl, Haselnüsse, Aroma | Haselnussmus, Kakao, Süßungsmittel nach Wahl |
| Haltbarkeit | mehrere Monate | ca. eine Woche im Kühlschrank, max. zwei Wochen |
| Zusatzstoffe | Aroma, Vanillin, MOSH-Risiko | keine Konservierungsstoffe |
| Protein | gering | je nach Rezept bis 9 Gramm pro Portion |
Der Vergleich zeigt, dass die industrielle Variante auf lange Haltbarkeit und intensiven Geschmack optimiert ist. Die selbstgemachte Variante bietet eine kurze Haltbarkeit bei höherer Rohstofftransparenz.
Gesunde Haselnusscreme ohne Zucker aus dem Hochleistungsmixer
Ein Rezept, das auf fünf Minuten Zubereitungszeit kommt, basiert auf Haselnüssen, Ahornsirup und Kakao. Die Creme ist vegan und steht innerhalb von fünf Minuten auf dem Frühstückstisch. Die Haselnusscreme ist vielseitig und lecker. Sie eignet sich für Sauerteigbrot am Sonntagsfrühstück.
Die Ausgangsbasis kann aus ganzen Haselnüssen oder fertigem Haselnussmus bestehen. Mit dem Mus geht es so schnell, dass der Aufstrich bei Lust und Laune innerhalb von fünf Minuten genossen werden kann. Der Hochleistungsmixer ermöglicht die Herstellung aus ganzen Nüssen. Das Ergebnis ist sehr cremig und gesund.
Die Motivation für die Alternative entsteht aus der Beobachtung, dass gekaufte Nuss-Nougat-Cremes einiges an Zucker verstecken. Die selbst kreierte Variante vermeidet weißen Industriezucker. Stattdessen wird Ahornsirup als natürlicheres Süßungsmittel verwendet.
Gründe für die Anwendung der gesunden Haselnusscreme:
- Wer Schokolade auf dem Frühstücksbrot mag, aber nicht zu sehr sündigen möchte, findet eine gesündere Alternative.
- Das Rezept erinnert stark an selbstgemachte Nutella, ist jedoch vegan, glutenfrei und laktosefrei und damit für viele Allergiker geeignet.
- Die Schokocreme ist in weniger als fünf Minuten fertig und damit auch für spontanen Schokohunger geeignet.
- Die Haselnusscreme enthält garantiert keinen weißen Industriezucker.
- Drei Hauptzutaten, ein wenig Salz und Vanille ergeben eine überschaubare Rezeptur.
Die Zutaten stammen laut Rezeptur aus dem Onlineshop von KoRo. Mit dem Code SELBSTGEMACHT gibt es zusätzlich einmalig fünf Prozent Rabatt auf die Bestellung. Cremiges Haselnussmus ist der Hauptbestandteil dieser Schokocreme.
Vegane Schokocreme auf Kichererbsenbasis
Eine weitere Alternative setzt auf Superfood Kichererbsen und verzichtet auf Industriezucker. Das Rezept soll keine eins zu eins Nutella-Äquivalenz erzeugen. Wer dies erwartet, wird herb enttäuscht. Die Schoko-Hummus-Variante stellt vielmehr eine gesunde und vegane Alternative dar.
Hummus ist schnell zubereitet und vielseitig einsetzbar. Die vegane Schokocreme ist sehr schnell zubereitet, weil die Zutaten lediglich miteinander vermengt werden. Im Anschluss kann die Creme für einige Tage in einem geschlossenen Gefäß im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie kann vielseitig als Brotaufstrich oder im Porridge verwendet werden. Auch bei Heißhunger auf Schokolade kann die Schokocreme pur gelöffelt werden.
Zutaten für die vegane Schokocreme:
- 250 g Kichererbsen
- 30 g Mandeln, geraspelt
- 30 g Backkakao
- Vanilleextrakt
- 60 g Haferflocken, sofort löslich
- 140 ml Hafermilch
- 4-5 EL Ahornsirup
- evtl. Datteln zum Süßen
Anleitung:
- Alle Zutaten in eine Schüssel füllen und mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse rühren.
- Sollte die Creme zu fest werden, kann ein wenig Hafermilch zugefügt werden.
Der Verzicht auf Industriezucker wird durch Ahornsirup und optional Datteln kompensiert. Die Kichererbsen liefern pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe. Die Hafermilch sorgt für Cremigkeit.
Proteinreiche Schoko-Creme im Nutella-Style
Eine proteinreiche Variante benötigt nur fünf Zutaten. In nur wenigen Minuten entsteht ein süßer Aufstrich, der mit gutem Gewissen genossen werden kann. Pro Portion hat die Creme nur 135 Kilokalorien und neun Gramm Eiweiß. Zum Vergleich hat Nutella auf 100 Gramm circa 540 Kilokalorien.
Für vier Portionen werden benötigt:
- 50 g Haselnussmus ohne Zusätze
- 30 g Proteinpulver neutral oder mit Schokogeschmack, bei veganer Ernährung veganes Proteinpulver
- 15 g Backkakao stark entölt
- 10 g Erythrit in Puderform, alternativ Agavendicksaft oder Zucker
- 50 ml ungesüßte Pflanzenmilch der Wahl
Zubereitungsschritte:
- Zunächst Proteinpulver und Erythrit oder alternatives Süßungsmittel mit dem Backkakao vermengen. Wichtig ist, dass bei gesüßtem Proteinpulver das Erythrit weggelassen oder die Menge reduziert wird, da die Creme sonst zu süß wird.
- Nun Haselnussmus hinzugeben und Pflanzenmilch unterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
- Die gesunde Nutella kann sofort verzehrt oder gut verschlossen im Kühlschrank gelagert werden.
Die Kombination aus Haselnussmus und Proteinpulver erhöht den Sättigungseffekt. Der stark entölte Kakao liefert intensives Schokoladenaroma bei geringem Fettgehalt. Erythrit wirkt süßend ohne Kalorien. Die Pflanzenmilch reguliert die Konsistenz.
Dattel-Mandel-Schoko-Aufstrich
Eine weitere Linie basiert auf Datteln, Mandeln und Backkakao. Seitdem die Creme mit Kindern geteilt wird, besteht kein Verlangen mehr nach gekauften Varianten. Sie ist schokoladig, cremig, ziemlich gesund und blitzschnell gemacht.
Die schlechte Nachricht ist, dass im ersten Schritt eine Art Mehl aus Datteln und Kakao hergestellt werden muss. Die Creme ist höchstwahrscheinlich nur mit Hochleistungsmixer oder Multifunktionsküchenmaschine wie Thermomix herzustellen. Mit dem Pürierstab ist die Zubereitung bislang nicht zufriedenstellend gelungen, ohne dass die Datteln trocken gemahlen werden.
Weiter zur Creme verarbeitet wird ein Kakao-Dattel-Pulver. Streng genommen ist Dattelsüße Fruchtzucker und damit ein Problem für den Körper. Da für den Aufstrich die ganze Frucht verarbeitet wird inklusive ihrer Ballaststoffe und Vitalstoffe, nützt sie aber mehr als dass sie schadet und führt auch zu weniger starken Blutzuckerentgleitungen. Die Mandeln liefern außerdem pflanzliche Eiweiße.
Haltbarkeit, Lagerung und Hygiene
Selbstgemachte Cremes ohne Konservierungsstoffe sind kurz haltbar. Die Angabe von etwa einer Woche im Kühlschrank ist realistisch. Nach zwei Wochen sollte die Creme nicht mehr verzehrt werden. Die Lagerung in einem geschlossenen Gefäß schützt vor Oxidation und Fremdgerüchen. Kühlschranklagerung verlangsamt mikrobielles Wachstum.
Die Abwesenheit von Zucker und die Anwesenheit von Nüssen und Kichererbsen machen die Creme anfällig für Ranzigwerden. Dunkle, luftdichte Gläser sind ideal. Das Einfüllen mit sauberen Löffeln verhindert Kontamination. Wer größere Mengen herstellen möchte, kann Portionsgläser füllen und einzeln entnehmen.
Praktische Umsetzung und Geräte
Ein leistungsstarker Mixer ist zentral für die Herstellung aus ganzen Nüssen. Hochleistungsmixer zerkleinern harte Nüsse zu feinem Mus. Der Pürierstab reicht für Kichererbsenmischungen, kann aber bei Dattel-Mehl-Prozessen an Grenzen stoßen. Thermomix oder Multifunktionsküchenmaschinen bieten konstante Drehzahl und Heizeffekt.
Die Wahl des Süßungsmittels bestimmt das sensorische Profil. Ahornsirup liefert karamellige Noten. Erythrit wirkt neutral und kristallin. Datteln bringen Fruchtigkeit und Bindekraft. Proteinpulver verändert Textur und Geschmack, neutraler Geschmack ist unauffälliger.
Die Kontrolle über Süße ist ein zentraler Vorteil. Im Gegensatz zur industriellen Creme mit festem Zuckeranteil kann der Anwender die Süße schrittweise anpassen. Das reduziert den Gesamtzucker und ermöglicht eine individuelle Anpassung an Ernährungsziele.