Die Kombination aus klarer Brühe und dünn ausbackenden Pfannkuchenstreifen gehört zu den traditionsreichsten Suppeneinlagen im deutschsprachigen Raum. In Österreich wird sie als Frittatensuppe bezeichnet, in Süddeutschland und Teilen Deutschlands als Flädlesuppe. Das Grundprinzip bleibt identisch: ein hauchdünner Eierteig wird zu Palatschinken gebacken, eingerollt und in feine Streifen geschnitten, um anschließend in heiße Rinder- oder Hühnerbrühe gegeben zu werden. Diese Einlage ist sättigend, aromatisch und lässt sich mit wenig Aufwand vorbereiten. Sie eignet sich besonders für Festtage und Sonntagsessen, wenn eine besondere Suppe gewünscht ist.
Die Zubereitung verlangt etwas Zeit, lohnt sich aber durch das Ergebnis. Die Pfannkuchenstreifen sind eine leckere Alternative zu Eierstich und verleihen klaren Brühen Textur und Geschmack. Ob mit Rindsuppe, Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe serviert, die Einlage bleibt ein Klassiker, der in Österreich und darüber hinaus als Frittatensuppe bekannt ist.
Ursprung und Namen
Die Frittaten stammen aus Österreich und ergeben eine wunderbare Einlage für kräftige Rinder- oder Gemüsebrühen. Dort wird die Suppe meistens mit einer kräftigen Rindsuppe gegessen. Die Bezeichnung Frittatensuppe ist in der Heimat Österreich gebräuchlich, während im süddeutschen Raum von Flädlesuppe gesprochen wird.
Die Brätstrudelsuppe ist genau richtig, wenn es an besonderen Festtagen eine ganz besondere Suppe sein soll. Das Rezept braucht etwas Zeit, bietet dafür aber ein authentisches Geschmackserlebnis. Eine Bouillon mit gefüllten Pfannkuchen als Einlage ist perfekt für das nächste Sonntagsessen und das Rezept dafür ist leicht gemacht.
Pfannkuchenstreifen sind eine leckere Suppeneinlage und eine köstliche Alternative zu Eierstich. Mit diesem Rezept ist die Zubereitung einfach.
Klassische Teiggrundlage für Frittaten
Die Teiggrundlage für die Suppeneinlage ist ein dünner Eierteig, der leicht von selbst stockt und sich dünn ausbacken lässt. Er wird aus Mehl, Milch, Eiern, Salz und einem Schuss Mineralwasser hergestellt. Das Mineralwasser kann auch Sodawasser sein und sorgt für eine leichte Lockerung.
Für die Frittaten wird Milch und Mineralwasser mit Mehl und Salz gut verquirlt und etwas stehen lassen. Vor dem Backen werden die Eier unter den Palatschinkenteig gerührt. Diese Reihenfolge verhindert ein zu schnelles Gerinnen und sorgt für einen glatten Teig.
Eine Variante der Flädle wird mit Wachteleiern zubereitet und eignet sich perfekt als Suppeneinlage für jede klare Brühe. Das Rezept für die köstlichen Frittaten stammt aus Österreich und sie ergeben eine wunderbare Einlage für kräftige Rinder- oder Gemüsebrühen.
Die Zutaten für die Teigvarianten lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| Rezeptquelle | Mehl | Milch | Eier | Mineralwasser | Salz | Öl |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steirische Spezialitäten | 100 g glattes Mehl | ¼ L Milch | 2 Eier | Schuss Mineralwasser | etwas Salz | Öl zum Backen |
| Mundgefühl Oma | 150 g Mehl | 250 ml Milch | 3 Eier | 1 Schuss Mineralwasser | Salz | 1 EL Pflanzenöl |
Teigruhe und Vorbereitung
Ein wichtiger Arbeitsschritt ist die Ruhezeit. Mehl mit der Milch vermischen und die Eier zugeben. Einen Schuss Mineralwasser zugeben, salzen und mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig rühren. Den Teig ca. 15 Minuten stehen lassen.
Für die Frittaten, Milch und Mineralwasser mit Mehl und Salz gut verquirlen und etwas stehen lassen. Vor dem Backen die Eier unter den Palatschinkenteig rühren.
Wer es ganz schnell haben möchte und nur die Flädle oder Frittaten machen möchte, kann auf Gemüsebrühe zurückgreifen. So hast du in 30 Minuten eine fertige Suppe. Perfekt wenn du noch Rinder- oder Gemüsebrühe übrig hast, kannst du dir so ganz schnell eine Suppeneinlage zubereiten.
Backen der Palatschinken
Die Pfannkuchen werden in einer größeren Pfanne bei wenig Öl ausgebacken. Wenig Öl in einer größeren Pfanne erhitzen. Ein Schöpfer Teig in die Pfanne gießen, schwenken, so dass der ganze Pfannenboden bedeckt ist und die Palatschinken auf beiden Seiten goldgelb backen.
Mit einem Pinsel eine beschichtete Pfanne mit etwas Öl ausstreichen. Mit einer kleine Suppenkelle Teig in die heiße Pfanne geben und die Pfannkuchen nacheinander dünn ausbacken.
Butterschmalz in einer Pfanne zerlassen und aus dem angerührten Teig 3-4 Palatschinken beidseitig goldgelb backen.
Die fertigen Frittaten auf einem Teller stapeln. Die fertigen Pfannkuchen übereinanderlegen, einrollen und dünne Streifen von der Rolle abschneiden.
Schneiden und Einlegen
Die Technik des Schneidens bestimmt das Aussehen in der Suppe. Währenddessen jeweils zwei bis drei Frittaten gemeinsam einrollen und mit dem Messer in dünne Streifen schneiden. Es wird gerne vorher einmal der Länge nach durchgeschnitten, so sind die einzelnen Frittatenstreifen in der Suppe dann nicht so lang.
Jede Palatschinke einzeln zusammenrollen und mit einem scharfen Messer feinnudelig schneiden. Frittaten auf Suppenteller verteilen und mit heißer Rindsuppe übergießen.
Kurz vor dem Servieren mit gehacktem Schnittlauch oder Petersilie bestreuen. Guten Appetit.
Brühen für die Suppeneinlage
Die Wahl der Brühe beeinflusst den Gesamteindruck. Die klassische Variante ist Rindsuppe, am besten selbstgemacht. Dafür schneidet man die Palatschinken in dünne Streifen und serviert sie in heißer Rindssuppe, am besten selbstgemacht. Mit unserem Rezept ist der Österreich Klassiker ganz leicht zum Selber machen.
Da ich gerne intensive Suppen mag, mache ich eine Hühnerbrühe dazu. Für die Hühnerbrühe wird folgendes benötigt:
- 2 l Wasser
- 300 g Hühnerbeine oder andere Teile vom Huhn
- 2 EL Gemüsebrühwürfel
- 2 Karotten
- 1 Lauch
- 1 Zwiebel
- 100 g Knollensellerie
- 1 EL Liebstöckel
- 3 EL Petersilie glatt
- 2 EL Schnittlauch
Die Hühnerbeine in einen großen Kochtopf geben, mit kaltem Wasser übergießen und langsam zum Kochen bringen. Um einen kräftigen Geschmack zu entwickeln, sollten die Hühnerbeine ca. 1 Stunde kochen.
Inzwischen das Gemüse putzen. Die Karotten und den Sellerie würfeln, den Lauch in Ringe schneiden und die Zwiebel mit der Schale halbieren. Beiseite stellen.
Nach einer Stunde Kochzeit das Gemüse und den Brühwürfel zugeben und weitere 20 – 30 Minuten kochen bis das Gemüse weich ist. Danach die Hühnerbeine herausnehmen, von den Knochen befreien und das Fleisch zurück in die Suppe geben.
Die Petersilie erst kurz vor dem Servieren in die Suppe geben. TIPP: Ich gebe die Zwiebel mit der Schale in die Suppe. Das sorgt für die goldgelbe Farbe der Suppe.
TIPP: Wem das zu lange dauert, der kann auch fertige Brühe verwenden.
Zutaten im Detail
Die genaue Auswahl der Zutaten bestimmt Konsistenz und Geschmack.
Für die Flädle:
- Mehl. Dafür wird übliches Dinkelmehl der Type 630 verwendet. Du kannst auch normales Weizenmehl der Type 405 verwenden.
- Milch. Die normale Milch mit 3,8 % Fett eignet sich perfekt für unsere Flädle.
- Eier. Hier werden Eier der Größe M in Bio-Qualität verwendet.
- Mineralwasser. Das kann auch Sodawasser sein.
Für die Flädle Teig:
- 150 g Mehl
- 250 ml Milch
- 3 Eier
- 1 Schuss Mineralwasser
- Salz
Für den Frittaten Teig nach Steirische Spezialitäten:
- ¼ L Milch
- 100 g glattes Mehl
- 2 Eier
- etwas Salz
- Schuss Mineralwasser
- Öl zum Backen
Die Zutaten für Omas Flädlesuppe Rezept lassen sich auch mit Gemüsebrühe kombinieren. Wer es ganz schnell haben möchte und nur die Flädle oder Frittaten machen möchte, kann auf Gemüsebrühe zurückgreifen.
Servieren und Varianten
Die fertigen Streifen werden direkt in die heiße Brühe gegeben oder auf Suppenschalen verteilt und mit heißer Rindsuppe übergossen. Mit gehacktem Schnittlauch oder Petersilie bestreuen.
Die Flädle werden mit Wachteleiern zubereitet und eignen sich perfekt als Suppeneinlage für jede klare Brühe.
Ein Rezept für süß und herzhaft ist ebenfalls denkbar. Die Basis bleibt gleich, die Würzung der Brühe ändert sich.
Arbeitsablauf kompakt
- Teig anrühren und 15 Minuten ruhen lassen
- Pfanne mit wenig Öl erhitzen
- Teig portionsweise dünn ausbacken, beidseitig goldgelb
- Frittaten stapeln, einrollen, in feine Streifen schneiden
- Brühe erhitzen
- Streifen kurz vor dem Servieren in die heiße Brühe geben
- Mit Schnittlauch oder Petersilie bestreuen
Das Rezept stammt aus:
Christoph Wagner/Alexandra Winkler Das Neue Sacher-Kochbuch ISBN: 978-3-85431-350-2 Pichler Verlag
Fazit
Die Suppeneinlage Pfannkuchen ist ein vielseitiges und traditionsreiches Element der österreichischen Küche. Als Frittatensuppe oder Flädlesuppe bekannt, verbindet sie einfache Handwerkstechnik mit hohem Geschmackswert. Die Teiggrundlage aus Mehl, Milch, Eiern und Mineralwasser lässt sich leicht variieren und passt zu Rinder-, Hühner- oder Gemüsebrühe.
Der entscheidende Vorteil liegt in der Vorbereitbarkeit. Die Palatschinken können im Voraus gebacken, eingerollt und geschnitten werden. Erst beim Servieren werden sie in die heiße Brühe gegeben. Dadurch entsteht eine Textur, die klaren Suppen Körper verleiht, ohne die Brühe zu überlagern.
Sowohl die steirische Variante mit 100 g glattem Mehl und ¼ L Milch als auch die Oma-Variante mit 150 g Mehl und 250 ml Milch liefern eine zuverlässige Basis. Die Ruhezeit des Teigs, das dünne Ausbacken und das feine Schneiden sind die drei Qualitätskriterien, die über das Gelingen entscheiden.
Für Festtage und Sonntagsessen ist die Frittatensuppe die richtige Wahl. Wer Zeit sparen möchte, greift auf fertige Brühe zurück, ohne auf den charakteristischen Pfannkuchengeschmack zu verzichten. Die Einlage bleibt eine köstliche Alternative zu Eierstich und ein echtes Lieblingsgericht aus Österreich.