Klassische Frikadellen-Rezept für 1 kg Hackfleisch – Ein Familienfavorit mit Tipps zur perfekten Zubereitung

Frikadellen zählen zu den Klassikern der deutschen Küche und sind sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen beliebt. Ein gut gemachtes Rezept für Frikadellen aus 1 kg Hackfleisch garantiert eine reichhaltige Portion für die ganze Familie. In diesem Artikel werden verschiedene Rezeptvarianten und Zubereitungstipps aus mehreren Quellen zusammengestellt, um eine umfassende Anleitung zu bieten.

Die Rezepte in den Quellen teilen sich in einige gemeinsame Grundzutaten, wie Hackfleisch, Eier, Paniermehl, Zwiebeln und verschiedene Gewürze. Gleichzeitig zeigen sie auch Abweichungen, z. B. bei der Zubereitung der Zwiebeln (roh oder andünsten) oder bei der Verwendung von Brötchen als Binde- oder Auflockerungsmittel. Diese Differenzen sind bewusst in das Rezept integriert, um die Vielfältigkeit des Gerichts zu unterstreichen.

Zutaten

Für 1 kg Hackfleisch werden die folgenden Zutaten benötigt:

  • 1 kg gemischtes Hackfleisch (etwa 500 g Rindfleisch, 500 g Schweinefleisch)
  • 1 bis 2 altbackene Brötchen oder 2 Eßlöffel Paniermehl
  • 2 bis 3 fein gehackte Zwiebeln (je nach Hackfleischmenge)
  • 1 bis 2 Eier
  • 2 bis 3 Eßlöffel Paniermehl (falls nicht Brötchen verwendet werden)
  • 1 bis 2 Eßlöffel mittelscharfen Senf
  • 1 bis 2 Eßlöffel fein gehackte Petersilie
  • Salz, schwarzer Pfeffer, Muskatnuss, Majoran, Paprikapulver
  • Butterschmalz oder Pflanzenöl zum Braten

Hinweis: Einige Quellen bevorzugen eingeweichte Brötchen als Binde- oder Auflockerungsmittel, andere hingegen Paniermehl. Beides ist möglich, je nachdem, ob eine saftigere oder knusprigere Textur gewünscht wird.

Vorbereitung der Zutaten

Bevor die Frikadellen geformt werden können, müssen die Zutaten vorbereitet werden. Dazu gehören vor allem die Zwiebeln, das Brötchen (falls verwendet) und die Gewürze.

Zwiebeln

Die Zwiebeln sollten in kleine Würfel geschnitten werden. Es gibt zwei Hauptmethoden:

  1. Roh in die Hackfleischmasse geben: Dies ist die einfachste Methode und wird von mehreren Quellen empfohlen. Die rohen Zwiebeln sorgen für eine pikante Note und eine leichte Bissfestigkeit.
  2. Andünsten der Zwiebeln: Einige Rezepte empfehlen, die Zwiebeln vorher in etwas Fett glasig zu dünsten. Dadurch wird die Schärfe der Zwiebel abgemildert und die Aromen intensiver. Dieser Schritt ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine mildere Geschmacksrichtung gewünscht wird.

Brötchen oder Paniermehl

Je nach Rezept kann entweder ein altbackenes Brötchen oder Paniermehl als Binde- und Texturmittel verwendet werden. Brötchen werden in Wasser oder Milch eingeweicht und gut ausgedrückt, bevor sie in die Hackfleischmasse gemengt werden. Dies sorgt für eine saftigere Konsistenz der Frikadellen. Paniermehl hingegen sorgt eher für eine knusprigere Kruste, wenn die Frikadellen danach in Paniermehl gewälzt werden.

Eier

Die Eier fungieren als zusätzliche Bindemittel. Sie werden in die Hackfleischmasse eingearbeitet, um eine gleichmäßige Konsistenz zu erzielen.

Gewürze

Die folgenden Gewürze sind in den Rezepten enthalten:

  • Salz und Pfeffer – Grundwürze, die in fast allen Rezepten vorkommt.
  • Senf – Verleiht den Frikadellen eine leichte pikante Note.
  • Petersilie – Frische Petersilie bringt eine frische Note und eine leichte Bitterkeit.
  • Majoran – Ein getrocknetes Würzkraut mit einer milden, aromatischen Wirkung.
  • Muskatnuss – Verfeinert den Geschmack und sorgt für eine warme Note.
  • Paprikapulver – Verleiht den Frikadellen eine leichte Würze und eine leuchtende Farbe.

Vorbereitung der Hackfleischmasse

Die Hackfleischmasse ist der Schlüssel für die perfekten Frikadellen. Sie sollte homogen und gut durchgeknetet sein, damit die Frikadellen beim Braten nicht auseinanderfallen.

Grundrezept

  1. Zwiebeln fein würfeln und entweder roh in die Hackfleischmasse geben oder vorher in etwas Fett glasig dünsten.
  2. Brötchen (falls verwendet) in Wasser oder Milch einweichen, gut ausdrücken und in die Hackfleischmasse geben.
  3. Eier, Senf, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Majoran und Paprikapulver vermengen und in die Hackfleischmasse einarbeiten.
  4. Paniermehl oder Petersilie hinzufügen und alles gut durchkneten, bis eine homogene Masse entsteht.
  5. Falls gewünscht, die Frikadellen vor dem Braten in Paniermehl wälzen, um eine knusprigere Kruste zu erzielen.

Tipp: Einige Quellen empfehlen, die Hackfleischmasse mit den Händen gut durchzukneten, um eine gleichmäßige Konsistenz zu erzielen. Dies ist besonders wichtig, wenn Brötchen oder Paniermehl verwendet werden.

Frikadellen formen

Die Hackfleischmasse wird nun in gleich große Kugeln geformt. Die Größe der Frikadellen kann variieren, je nachdem, ob sie größer für erwachsene Portionen oder kleiner für Kinder geeignet sind.

  • Portionsgröße: Jede Frikadelle sollte etwa 80–100 g wiegen.
  • Form: Die Kugeln werden leicht flach gepreßt, damit sie beim Braten gleichmäßig gar werden und nicht auseinanderfallen.
  • Portionierung: Ein Portionierer oder ein Teelöffel kann verwendet werden, um die Hackfleischmasse gleichmäßig aufzuteilen.

Braten der Frikadellen

Das Braten der Frikadellen ist entscheidend für die richtige Garung und das Aroma. Die folgenden Schritte sind in den Rezepten beschrieben:

  1. Pfanne erhitzen: Eine große Pfanne mit hohem Rand wird mit Butterschmalz oder Pflanzenöl erhitzt.
  2. Frikadellen vorsichtig hineinlegen: Es sollte nicht zu viele Frikadellen auf einmal gebraten werden, um die Temperatur des Fettes nicht zu stark abkühlen zu lassen.
  3. Anbraten: Die Frikadellen werden auf mittlerer bis hoher Flamme angebraten. Jede Seite ca. 3–4 Minuten braten.
  4. Backofen oder Pfanne: Nach dem Anbraten können die Frikadellen entweder in den Backofen gegeben werden (ca. 20 Minuten bei 180 °C) oder in der Pfanne bei kleiner Flamme weitergegart werden (ca. 15–20 Minuten).

Tipp: Wenn die Frikadellen in der Pfanne gebraten werden, ist es wichtig, sie nicht zu oft zu wenden, damit sie eine gleichmäßige Bräune bekommen.

Zubereitung einer Rahmsoße (optional)

Einige Rezepte empfehlen, nach dem Braten eine Rahmsoße herzustellen, die die Frikadellen ergänzt. Dies kann folgendermaßen erfolgen:

  1. Butter in einer Pfanne erhitzen.
  2. Mehl darin anschwitzen.
  3. Flüssigkeit (Milch oder Brühe) langsam unter Rühren hinzufügen.
  4. Die Soße aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer und Gewürzen abschmecken.

Die Rahmsoße kann dann über die Frikadellen gegossen werden oder separat serviert werden.

Tipps und Tricks

Hackfleisch auswählen

  • Gemischtes Hackfleisch (Rind- und Schweinefleisch) ist empfohlen, da es eine bessere Balance aus Geschmack und Saftigkeit bietet.
  • Frisch aus dem Metzger ist ideal, da frisches Hackfleisch besser bindet und weniger bakteriell belastet ist.
  • Lagerung: Hackfleisch sollte nicht länger als 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Brötchen oder Paniermehl

  • Brötchen sorgen für eine saftigere Konsistenz und sollten eingeweicht und gut ausgedrückt werden.
  • Paniermehl ist praktisch, da es immer im Vorrat vorhanden sein kann.

Eier

  • Eier sind ein wichtiges Bindemittel und sorgen für eine gleichmäßige Konsistenz.
  • Alternativen: Wer auf Eier verzichten möchte, kann stattdessen mehr Paniermehl oder Brötchen verwenden.

Zwiebeln

  • Roh oder gedünstet: Beide Varianten sind möglich. Roh sorgt für eine leichte Schärfe, gedünstet für eine mildere Note.

Gewürze

  • Salz, Pfeffer, Senf sind unverzichtbar.
  • Petersilie, Majoran, Muskatnuss, Paprikapulver verfeinern den Geschmack.

Bratfett

  • Butterschmalz ist empfohlen, da es eine bessere Bräune erzeugt.
  • Pflanzenöl ist eine günstigere Alternative.

Pfanne

  • Eine große Pfanne mit hohem Rand ist ideal, um Spritzer zu vermeiden und die Frikadellen gleichmäßig zu braten.

Schritt-für-Schritt-Rezept

Zutaten

  • 1 kg gemischtes Hackfleisch (500 g Rindfleisch, 500 g Schweinefleisch)
  • 1 bis 2 Brötchen oder 2 bis 3 Eßlöffel Paniermehl
  • 2 bis 3 fein gehackte Zwiebeln
  • 1 bis 2 Eier
  • 2 bis 3 Eßlöffel mittelscharfen Senf
  • 1 bis 2 Eßlöffel fein gehackte Petersilie
  • Salz, schwarzer Pfeffer, Muskatnuss, Majoran, Paprikapulver
  • Butterschmalz oder Pflanzenöl zum Braten

Zubereitung

  1. Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und entweder roh in die Hackfleischmasse geben oder vorher in etwas Fett glasig dünsten.
  2. Brötchen in Wasser oder Milch einweichen, gut ausdrücken und in die Hackfleischmasse geben.
  3. Eier, Senf, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Majoran und Paprikapulver vermengen und in die Hackfleischmasse einarbeiten.
  4. Paniermehl oder Petersilie hinzufügen und alles gut durchkneten, bis eine homogene Masse entsteht.
  5. Frikadellen formen: Die Hackfleischmasse in gleich große Kugeln formen und leicht flach drücken.
  6. Pfanne erhitzen: Eine große Pfanne mit hohem Rand mit Butterschmalz oder Pflanzenöl erhitzen.
  7. Frikadellen anbraten: Die Frikadellen vorsichtig in die Pfanne legen und auf mittlerer bis hoher Flamme anbraten. Jede Seite ca. 3–4 Minuten braten.
  8. Weiterbraten oder Backen: Die Frikadellen entweder in der Pfanne bei kleiner Flamme weiterbraten (ca. 15–20 Minuten) oder in den Backofen geben (ca. 20 Minuten bei 180 °C).

Servieren

  • Zu den Frikadellen kann eine Rahmsoße serviert werden.
  • Als Beilage eignen sich Kartoffeln, Reis oder Nudeln.

Quellen

  1. Kochenausliebe – Omas Frikadellen-Rezept
  2. Emmikochteinfach – Klassische Frikadellen-Rezept
  3. Rezeptteufel – Frikadellen-Rezept
  4. Omas Rezepte – Omas Frikadellen
  5. Bestenrezepte – Klassische Frikadellen-Rezept

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