Klassische Hackbraten-Rezepte – Einfache und saftige Ofenbraten zum Wohlfühlen

Der Hackbraten ist ein Klassiker der deutschen Küche, der mit seiner deftigen Note und seiner Saftigkeit sowohl für Alltag als auch für Sonntagsessen bestens geeignet ist. Er eignet sich hervorragend, um eine große Runde zu verköstigen, und lässt sich mit verschiedenen Beilagen, Gewürzen und Zubereitungsmethoden individuell anpassen. In diesem Artikel werden die beliebtesten Rezepte für Hackbraten aus dem Ofen vorgestellt, wobei der Fokus auf Einfachheit, Geschmack und praktischen Tipps liegt. Auf Basis der recherchierten Rezepte und Tipps aus den angegebenen Quellen wird gezeigt, wie man einen saftigen, aromatischen Hackbraten gelingt, der Familie und Besuchern gleichermaßen schmeckt.

Klassische Zutaten und Rezeptvarianten

Ein Hackbraten besteht in der Regel aus Hackfleisch, das mit Bindemitteln wie Ei, Paniermehl oder Weißbrot vermengt wird. Gewürze, Zwiebeln und eventuell Zitronenabrieb runden das Aroma ab. Die Zutatenliste variiert je nach Rezept, wobei die Grundzutaten jedoch weitgehend identisch sind. Im Folgenden werden einige der klassischen Rezepte und ihre Besonderheiten beschrieben.

Rezept 1: Klassischer Hackbraten mit Zwiebeln, Senf und Petersilie

Zutaten: - 1 Zwiebel - 1,2 kg gemischtes Hackfleisch (Rind und Schwein) - 4–5 EL Paniermehl - 1 Ei (Größe M) - 2 EL mittelscharfer Senf - 1 EL Tomatenmark - Salz, Pfeffer - ½ Bund krause Petersilie

Zubereitung: 1. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. 2. Hackfleisch, Paniermehl, Ei, Zwiebel, Senf und Tomatenmark in eine Schüssel geben und gut verkneten. 3. Mit Salz und Pfeffer würzen. 4. Die Masse zu einem länglichen Braten formen und in eine gefettete Fettpfanne oder Kastenform setzen. 5. Den Backofen auf 150 °C (Umluft: 125 °C) vorheizen und den Braten etwa 1 1/2 Stunden garen. 6. Petersilie waschen, trocken schütteln und hacken. Den Braten herausnehmen, in Scheiben schneiden und mit Petersilie bestreuen.

Nährwerte (pro Person): - 801 kcal - 61 g Eiweiß - 55 g Fett - 16 g Kohlenhydrate

Rezept 2: Hackbraten mit Weißbrot, Ei und Petersilie

Zutaten: - 1,2 kg Hackfleisch (Rind und Schwein) - 1 Ei (Größe M) - 1 Zwiebel - 1–2 EL Senf - 1 EL Tomatenmark - 1 EL Petersilie (getrocknet) - 1 EL Paprikapulver - Salz, Pfeffer, Muskat, Zitronenabrieb - 1–2 EL Milch - 4–5 Würfel Weißbrot - Pflanzenöl (zum Einfetten)

Zubereitung: 1. Weißbrot in kleine Würfel schneiden und in Milch einweichen. 2. Zwiebel schälen und fein hacken. 3. Hackfleisch, Ei, Senf, Tomatenmark, Petersilie, Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronenabrieb vermengen. 4. Das Weißbrot gut ausdrücken und unter die Masse kneten. 5. Die Masse zu einem Laib formen und in eine gefettete Auflaufform oder auf ein Backblech legen. 6. Backofen auf 160 °C (Umluft: 140 °C) vorheizen und den Braten 40–45 Minuten backen.

Tipp: Der Hackbraten ist durchgegart, wenn beim Einstechen mit einem Holzstäbchen kein Fleisch mehr daran hängen bleibt.

Rezept 3: Hackbraten mit Gurken, Zwiebeln und Petersilie

Zutaten: - 1,2 kg Hackfleisch - 2 Eier (Größe M) - 1 Zwiebel - 2–3 Gewürzgurken - 1 EL Butter - 1 Stiel Petersilie - 3–4 altbackene Brötchen - 1 EL Zitronensaft - Cayennepfeffer - Salz, Pfeffer

Zubereitung: 1. Brötchen in Scheiben schneiden und in Wasser einweichen. 2. Gewürzgurken und Zwiebeln würfeln. 3. Petersilie fein hacken. 4. 1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten und Petersilie zugeben. 5. Hackfleisch in eine Schüssel geben und Eier, Gurkenwürfel, Zwiebel-Kräuter-Mischung zugeben. 6. Brötchen gut ausdrücken und zugeben. 7. Zitronensaft, Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer zur Hackmasse geben und alles vermengen. 8. Auflaufform mit Butter einfetten, Hackmasse hineingeben und zum Laib formen. 9. Backofen auf 200 °C (Umluft: 180 °C) vorheizen und Hackbraten 30 Minuten backen, währenddessen mehrmals mit Butter einpinseln.

Tipps und Tricks für den perfekten Hackbraten

1. Die richtige Mischung aus Hackfleisch

Ein saftiger Hackbraten setzt sich idealerweise aus einer Mischung aus Rind- und Schweinehackfleisch zusammen. Diese Kombination sorgt für eine würzige Note und zusätzliche Saftigkeit. Reine Rinderhackfleisch kann ebenfalls verwendet werden, allerdings ist das Resultat dann etwas trockener.

2. Bindemittel und Konsistenz

Um die Hackmasse zu binden, können Eier, Paniermehl, Weißbrot oder Brötchen eingesetzt werden. Diese Komponenten sorgen dafür, dass der Braten während des Garvorgangs nicht auseinanderfällt und eine kompakte Form behält. Besonders wichtig ist, dass die Weißbrotwürfel die Milch oder das Wasser vollständig aufnehmen, damit die Masse nicht zu nass wird.

3. Aromatische Gewürze

Hackbraten schmeckt am besten, wenn er mit Aromen wie Senf, Petersilie, Tomatenmark oder Zitronenabrieb veredelt wird. Diese Zutaten tragen zum Geschmack bei und verhindern, dass der Braten trocken wird. Zudem sorgen sie für eine bunte Optik und können den Hackbraten optisch ansprechender gestalten.

4. Garzeit und Garprobe

Die Garzeit variiert je nach Rezept, aber im Durchschnitt benötigt ein Hackbraten im Ofen etwa 40–60 Minuten. Ein Bratenthermometer ist eine hilfreiche Anschaffung, um sicherzugehen, dass die Kerntemperatur 72–75 °C beträgt. Alternativ kann auch die Stäbchenprobe durchgeführt werden: Wenn kein rohes Fleisch am Stäbchen hängen bleibt, ist der Braten durchgegart.

5. Formen und Backformen

Der Hackbraten wird meist in eine Kastenform oder auf ein Backblech geformt. Wichtig ist, dass die Form gut gefettet wird, damit der Braten sich nicht daran festsaugt. Einige Rezepte empfehlen, den Braten mit einem Messer oder einer Schere in Muster einzuschneiden, um die Sauce besser aufnehmen zu können.

Beilagen und Soßen zum Hackbraten

Ein Hackbraten passt zu einer Vielzahl von Beilagen. Je nach Geschmack und Anlass können deftige, leichtere oder raffinierte Varianten serviert werden. Einige beliebte Optionen sind:

Kartoffelbeilagen

  • Kartoffelpüree: Ein cremiges, buttriges Püreeprodukt passt hervorragend zum Hackbraten.
  • Salzkartoffeln: Knackige, frittierte Kartoffeln mit Salz und Butter.
  • Kartoffelgratin: Etwas aufwendiger, aber sehr deftig und lecker.
  • Bratkartoffeln: Ein schnelles und beliebtes Gericht.

Gemüsebeilagen

  • Rahmgemüse: Zum Beispiel Möhren oder Erbsen mit Rahmsoße.
  • Grünkohl oder Rotkohl: Ein typisches Weihnachts- und Wintergericht, das aber auch im Herbst oder Winter serviert werden kann.
  • Blattgemüse: Grünkohl, Spinat oder Brokkoli passen gut zum Hackbraten.

Soßen

  • Rahmsauce: Ein mildes, cremiges Aroma, das den Hackbraten aufwertet.
  • Zwiebelsauce: Ein weiteres Klassikergericht, das mit Zwiebeln und Sahne zubereitet wird.
  • Bratensauce: Etwas herzhafter, meist aus dem Bratfett des Hackbratens hergestellt.
  • Tomatensauce: Für etwas italienischen Geschmack.

Hackbraten-Rezepte mit Abwandlungen

Neben den klassischen Rezepten gibt es auch abgewandelte Versionen, die sich durch andere Zutaten oder Zubereitungsweisen auszeichnen. Einige Beispiele:

1. Hackbraten mit Zitronenabrieb

Einige Rezepte enthalten Zitronenabrieb oder Zitronensaft, was dem Hackbraten eine frische Note verleiht. Der Zitronenabrieb wird in die Hackmasse gemischt, während der Zitronensaft oft in die Soße oder direkt in die Masse gegeben wird.

2. Hackbraten mit Petersilie oder anderen Kräutern

Petersilie ist das am häufigsten verwendete Kräutergewürz für Hackbraten, aber auch andere Kräuter wie Majoran, Oregano oder Thymian können verwendet werden, um das Aroma zu verändern.

3. Hackbraten mit Gurken oder anderen Würzen

Einige Rezepte enthalten Gewürzgurken oder andere Würzen wie Knoblauch, Paprikapulver oder Cayennepfeffer, um die Schärfe und Aromenvielfalt zu erhöhen.

4. Hackbraten mit Soße direkt im Ofen

Einige Rezepte empfehlen, die Soße bereits in die Hackmasse zu integrieren oder direkt im Ofen zu erhitzen. Dadurch entsteht eine saftigere Konsistenz und die Soße verteilt sich gleichmäßig über die gesamte Masse.

Wie man Hackbraten im Kühlschrank aufbewahrt

Ein Hackbraten kann im Kühlschrank bis zu zwei Tage aufbewahrt werden. Dafür wird er in ein luftdichtes Gefäß oder in Alufolie gewickelt. Bei Bedarf kann er auch in der Mikrowelle oder im Ofen erwärmt werden. Für eine längere Aufbewahrung eignet sich Hackbraten auch im Gefrierschrank, wo er bis zu drei Monate haltbar ist.

Vorteile des Hackbratens aus dem Ofen

Im Vergleich zu anderen Garverfahren wie Braten in der Pfanne hat der Hackbraten aus dem Ofen einige Vorteile:

  • Einfache Zubereitung: Der Braten braucht nicht mehr umgedreht oder überwacht zu werden.
  • Saftigkeit: Das langsame Garen im Ofen sorgt für eine saftige Konsistenz.
  • Gleichmäßige Garung: Das Hackfleisch gart gleichmäßig durch, ohne dass einzelne Stellen zu trocken werden.
  • Praktisch für mehrere Portionen: Ein Hackbraten eignet sich ideal, wenn man mehrere Personen oder Gäste bekocht.

Fazit

Der Hackbraten ist ein Klassiker, der mit seiner Einfachheit und Geschmackssicherheit überzeugt. Mit den richtigen Zutaten, der passenden Zubereitung und der Garzeit entsteht ein Braten, der Familie und Besuchern gleichermaßen schmeckt. Ob mit Petersilie, Senf oder Gurken – die Rezepte lassen sich individuell anpassen, um den eigenen Geschmack zu treffen. Ein saftiger Hackbraten aus dem Ofen eignet sich hervorragend als deftiges Sonntagsessen, aber auch für festliche Anlässe oder einfach für einen gemütlichen Abend zu Hause.

Quellen

  1. Klassischer Hackbraten aus dem Ofen – das beste Rezept
  2. Klassischer Hackbraten im Ofen
  3. Hackbraten – Schnelles Rezept aus dem Ofen
  4. Saftiger Hackbraten-Rezept
  5. Hackfleisch Einfach Braten Rezepte

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