Die Kombination aus frischem Spinat, würzigem Räucherlachs und einem knusprigen Teig stellt eine beliebte Variante der Pizza dar, die sowohl durch ihren Geschmack als auch durch ihre Nährstoffdichte überzeugt. Im deutschen Sprachraum existieren diverse Rezeptansätze, die sich hauptsächlich in der Wahl des Teigs und der Backtemperatur unterscheiden. Basierend auf verschiedenen kulinarischen Quellen lässt sich ein umfassendes Bild dieser Speise zeichnen, das von traditionellen Quark-Öl-Teigen über sahmige Beläge bis hin zu Hefeteigen reicht. Dieser Artikel beleuchtet die unterschiedlichen Zubereitungsmethoden, notwendigen Zutaten und die spezifischen Eigenschaften der einzelnen Komponenten.
Teigvarianten und deren Zubereitung
Die Basis einer jeden Pizza ist der Teig. Bei der Spinat-Lachs-Pizza kommen im Wesentlichen drei verschiedene Teigarten zur Anwendung: der Quark-Öl-Teig, der klassische Hefeteig und der Blätterteig. Jede Variante besitzt spezifische Eigenschaften, die den Backprozess und das Endergebnis beeinflussen.
Quark-Öl-Teig
Eine besonders einfache und schnelle Variante stellt der Quark-Öl-Teig dar. Dieser wird ohne Hefe zubereitet und benötigt daher keine Gehzeit. Die Zubereitung erfolgt durch das Aufschlagen eines Eies in einer Schüssel, dem anschließenden Zugeben von Quark, Olivenöl und Salz. Nach gründlichem Verrühren werden 215 g Mehl und Backpulver hinzugefügt und mit den Knethaken eines Handrührgeräts zu einem homogenen Teig verknetet. Um einen gleichmäßigen Boden zu erhalten, wird der Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsplatte mit einem Nudelholz zu einem Rechteck ausgerollt, das der Größe eines Backblechs entspricht. Der Teig wird anschließend auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt. Als Tipp wird in den Quellen genannt, dass der Teig auch mit Dinkelmehl oder einer Mischung aus Weizen- und Dinkelvollkornmehl zubereitet werden kann.
Klassischer Hefeteig
Für eine luftigere und traditionellere Pizza wird ein Hefeteig verwendet. Die Zubereitung erfordert etwas mehr Vorlaufzeit. Laut den Quellen wird 4 g Hefe in 150 ml Wasser aufgelöst. Dazu werden 300 g Weizenmehl (Type 405) und ein halber Teelöffel Salz gegeben. Der Teig wird zunächst 10 Minuten zu einem festen Teig geknetet. Falls nötig, können bis zu 30 ml Wasser zugegeben werden. Zum Abschluss wird ein Esslöffel Olivenöl untergeknetet. Der Teig muss nun eine Stunde gehen. Anschließend wird er plattdrücken und gefaltet, bevor er bis zur Verarbeitung im Kühlschrank gelagert wird. Vor dem Ausrollen wird der Teig erneut aus dem Kühlschrank genommen, um die Luft auszulassen und ihn erneut zu falten. Diese Methode, der Teig über Nacht im Kühlschrank reifen zu lassen, sorgt für eine intensivere Aromenentwicklung.
Blätterteig
Eine dritte Option ist der Einsatz von Blätterteig. Hierfür werden Blätterteigplatten aufgetaut und nebeneinander gelegt, um sie zu einem Rechteck auszuwalken, das etwas größer als das Backblech ist. Der Teig wird auf das Blech gelegt. Blätterteig ergibt eine sehr knusprige Pizza, benötigt jedoch eine längere Backzeit bei niedrigerer Temperatur (ca. 40–45 Minuten bei 200 °C).
Die Belegung: Spinat, Lachs und Saucen
Die Kombination der Beläge ist entscheidend für den Geschmack. Spinat und Lachs bilden das Herzstück der Pizza, doch die Art der Vorbereitung und die zusätzlichen Zutaten variieren.
Vorbereitung des Spinats
In den meisten Rezepten wird tiefgekühlter Blattspinat verwendet. Dieser muss vor der Verarbeitung aufgetaut und gründlich ausgedrückt werden, um überschüssiges Wasser zu entfernen. Ein zu hoher Wassergehalt im Spinat würde den Teig aufweichen und die Pizza matschig machen. In einigen Rezepten wird der Spinat grob gehackt und mit Gewürzen vermischt. So wird beispielsweise die beiseitegestellte Knoblauch-Zwiebel-Mischung unter den Spinat gehoben und mit Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt. Eine andere Variante sah vor, den Spinat grob zu hacken und gleichmäßig auf dem Teig zu verteilen, bevor er mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss gewürzt wird.
Der Lachs
Als Proteinkomponente dient Räucherlachs. Die Quellen geben unterschiedliche Hinweise zur Verarbeitung. In einem Rezept wird Räucherlachs in Scheiben verwendet, die erst nach dem Backen auf die Pizza gelegt werden, um das Aroma zu bewahren. Andere Rezepte empfehlen, den Lachs bereits vor dem Backen auf die Pizza zu geben. Hier wird der Lachs quer in 1 cm breite Stücke geschnitten und auf der Pizza verteilt. Ein Rezept erwähnt zudem frisches Lachsfilet, das naturbelassen verwendet wird. Die Verwendung von Räucherlachs scheint jedoch der Standard zu sein.
Saucen und Käse
Die Basis der Pizza bildet meist eine Tomatensauce. Diese wird aus Tomatenmark und gehackten Tomaten hergestellt, die mit Salz, Pfeffer und Oregano abgeschmeckt werden. In manchen Varianten wird nur dünn mit Tomatenstücken bestreicht und Kräuter darübergestreut. Eine alternative Basis ist Crème fraîche, die oft mit Eigelb, Dill und Gewürzen verrührt wird. Diese sahmige Basis passt besonders gut zu Spinat und Lachs. Als Käse wird in den meisten Fällen geriebener Gouda oder ein allgemeiner Reibekäse verwendet, der über die Pizza gestreut wird.
Backparameter und Techniken
Die richtige Backtemperatur und Zeit sind essenziell für das Gelingen. Die Quellen geben hier unterschiedliche, aber spezifische Vorgaben.
- Quark-Öl-Teig: 220 °C Ober-/Unterhitze, 10–12 Minuten.
- Hefeteig: 250 °C Umluft (entspricht 270 °C Ober- und Unterhitze), 7–12 Minuten. Eine Quelle empfiehlt für Hefeteig ebenfalls 220 °C auf der untersten Schiene.
- Blätterteig: 200 °C auf der untersten Schiene, 40–45 Minuten.
Die Angaben zur Untersetzung (unterste Schiene) deuten darauf hin, dass eine direkte Hitzezufuhr von unten wichtig ist, um einen knusprigen Boden zu gewährleisten.
Nährwertprofile
Ein wichtiger Aspekt für gesundheitsbewusste Köche ist die Nährstoffzusammensetzung. Eine der Quellen liefert detaillierte Nährwertangaben für eine Pizza auf Basis des Quark-Öl-Teigs. Diese Daten sind pro Portion und pro 100 Gramm angegeben.
| Nährwert | Pro Portion | Pro 100 g |
|---|---|---|
| Kalorien (kcal) | 533 | 191 |
| Kalorien (kJ) | 2236 | 801 |
| Fett | 25,98 g | 9,31 g |
| - Davon gesättigte Fettsäuren | 9,35 g | 3,35 g |
| Kohlenhydrate | 45,28 g | 16,23 g |
| - Davon Zucker | 3,06 g | 1,10 g |
| Ballaststoffe | 3 g | 1,07 g |
| Eiweiß | 27,78 g | 9,95 g |
| Salz | 0,64 g | 0,23 g |
Die Werte zeigen, dass eine Portion dieser Pizza einen erheblichen Anteil an Eiweiß (27,78 g) liefert, was auf den hohen Anteil an Quark und Lachs zurückzuführen ist. Der Fettgehalt ist moderat, wobei der Anteil gesättigter Fettsäuren durch den Käse gegeben ist. Der Zuckergehalt ist mit 3,06 g pro Portion relativ gering.
Ein Hinweis aus den Quellen weist darauf hin, dass eine Schale Spinat den gesamten Tagesbedarf an Vitamin K und Beta-Carotin deckt. Dies unterstreicht den ernährungsphysiologischen Wert des Spinats als Gemüsekomponente.
Zusammenfassung der Zubereitungsschritte (Basierend auf Quelle 2)
Um die Komplexität der Zubereitung zu veranschaulichen, folgt hier eine strukturierte Zusammenfassung der Arbeitsschritte für eine Pizza mit Hefeteig, wie sie in den Quellen beschrieben wird.
Teigvorbereitung (Vorabend):
- Hefe in 150 ml Wasser auflösen.
- Mit 300 g Mehl und ½ TL Salz 10 Minuten kneten (evtl. Wasser zugeben).
- 1 EL Olivenöl unterkneten.
- 1 Stunde gehen lassen, dann falten und in den Kühlschrank stellen.
Belagvorbereitung:
- Spinat auftauen und abtropfen lassen.
- Zwiebel und Knoblauch schälen, würfeln und in Olivenöl anschwitzen.
- Tomatenmark unterrühren, mit Tomaten ablöschen und mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken.
- Die Hälfte der Zwiebel-Knoblauch-Mischung unter den Spinat heben und ebenfalls würzen.
Zusammenbau und Backen:
- Teig ausrollen und auf ein Blech legen.
- Mit Tomatensauce bestreichen.
- Spinat, Räucherlachs und geriebenen Käse verteilen.
- Bei 250 °C Umluft (oder 270 °C Ober-/Unterhitze) 7–12 Minuten backen.
Schlussfolgerung
Die Spinat-Lachs-Pizza ist ein vielseitiges Gericht, das durch die Kombination von Teig und Belag viele Interpretationen zulässt. Ob als schnelle Variante mit Quark-Öl-Teig, als knusprige Version mit Blätterteig oder als luftige Pizza mit Hefeteig – die Grundkomponenten bleiben gleich, doch die Backzeiten und Temperaturen müssen entsprechend angepasst werden. Die Nährwerte zeigen, dass es sich um ein sättigendes Gericht handelt, das wertvolle Proteine liefert. Die Verwendung von Spinat trägt zudem zur Vitaminversorgung bei. Die genaue Beachtung der Zubereitungsschritte, insbesondere des Ausdrückens des Spinats und der korrekten Backtemperatur, ist entscheidend für das Gelingen.