Traditionelle Diwali-Mithai: Rezepte und Zubereitung klassischer indischer Fest-Süßigkeiten
Diwali, bekannt als das Lichterfest, stellt eine der zentralen Feierlichkeiten in Indien dar. Dieses Fest dauert in der Regel fünf Tage und wird mit umfangreichen Vorbereitungen begangen, darunter das Anzünden von Lampen, das Abbrennen von Feuerwerk und das Zubereiten sowie Verteilen von Süßigkeiten. Diese Süßigkeiten, als Mithai bezeichnet, spielen eine herausragende Rolle. Sie symbolisieren Freude, Wohlstand und das Teilen von Glück. Traditionell werden sie in Haushalten selbst hergestellt, was die Familie zusammenbringt und eine persönliche Note zur Feier hinzufügt. Mithai werden als Geschenke an Nachbarn und Freunde weitergegeben und als Opfergaben an die Götter dargeboten. Häufig genutzte Zutaten umfassen Milchprodukte, Nüsse, Ghee, Zucker und Gewürze wie Kardamom, Safran und Rosenwasser. Die Vielfalt der Mithai spiegelt regionale Unterschiede wider, wobei jede Region spezifische Spezialitäten beiträgt.
Kulturelle und kulinarische Bedeutung der Diwali-Süßigkeiten
Diwali markiert den Sieg des Guten über das Böse, wie im Ramayana beschrieben, insbesondere die Rückkehr von Lord Ram, Sita und Lakshman nach Ayodhya nach 14 Jahren Exil. Es wird eng mit der Göttin Lakshmi, der Schutzherrin des Reichtums, assoziiert. Die Feier umfasst Hausreinigung, das Streuen von Rangolis aus farbigem Reismehl und gemeinsame Festmahle. Süßigkeiten sind ein unverzichtbares Element, da sie Wohlstand und Süße des Lebens verkörpern. Jede Region Indiens bringt eigene Varianten ein, die auf lokalen Zutaten und Traditionen basieren. Das Zubereiten zu Hause fördert familiäre Bindung und ermöglicht Anpassungen an regionale Vorlieben. Mithai wie Gulab Jamun, Kaju Katli oder Ladoo sind klassische Beispiele, die knusprige, weiche oder cremige Texturen aufweisen und mit Sirupen oder Gewürzen verfeinert werden.
Gulab Jamun: Tiefgebratene Teigbällchen im Sirup
Gulab Jamun zählt zu den klassischen Diwali-Mithai. Diese Süßigkeit besteht aus tiefgebratenen Teigbällchen, die aus Milchpulver, Mehl und Kardamom hergestellt werden. Nach dem Braten werden sie in warmem Zucker-Sirup eingeweicht, oft mit Rosenwasser aromatisiert. Die resultierende Textur ist weich und saftig, mit einer süßen, duftenden Note. Der Sirup ähnelt demjenigen, der für andere frittierten Mithai verwendet wird, und sorgt für Feuchtigkeit im Inneren.
Die Zubereitung beginnt mit der Herstellung eines Teigs aus den genannten Zutaten. Die Bällchen werden langsam frittiert, um eine gleichmäßige Bräunung zu erzielen. Anschließend taucht man sie in den Sirup, der bei niedriger Temperatur warm gehalten wird. Diese Methode gewährleistet, dass die Bällchen den Sirup aufnehmen, ohne aufzuweichen. Gulab Jamun eignen sich hervorragend zum Teilen während der Feierlichkeiten.
Kaju Katli: Nussige Diamant-Süßigkeit mit detailliertem Rezept
Kaju Katli ist eine der beliebtesten nussbasierten Mithai zu Diwali. Sie wird aus Cashewnüssen hergestellt, die zu einer feinen Paste gemahlen und mit Zucker sowie Kardamom zu einem dicken Teig gekocht werden. Nach dem Abkühlen schneidet man die Masse in Diamantformen. Die Textur ist glatt und reichhaltig, mit einer milden nussigen Note, die durch Kardamom und optional silbernes Blatt (Varak) verstärkt wird. Diese Süßigkeit ist leicht, nicht übermäßig süß und festlich dekoriert.
Das folgende Rezept ergibt etwa 20 Stück Kaju Katli:
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Cashewnüsse | 250 g |
| Puderzucker | 150 g |
| Wasser | 120 ml |
| Kardamompulver | 1/2 Teelöffel |
| Ghee (geklärte Butter) | 1 Esslöffel plus etwas mehr zum Einfetten |
| Silbernes Blatt (Varak) | Optional zur Dekoration |
Zubereitungsschritte: - Die Cashewnüsse zu einem sehr feinen Pulver mahlen, um eine glatte Textur zu gewährleisten. - Wasser und Puderzucker in einer schweren Pfanne bei mittlerer Hitze vermischen und rühren, bis sich der Zucker vollständig auflöst und ein Sirup mit Fadenkonsistenz entsteht. Dies erkennt man, indem man den Sirup zwischen zwei Fingern zieht und einen Faden bildet. - Cashewpulver und Kardamompulver einrühren. Die Hitze reduzieren und kontinuierlich rühren, bis eine dicke, teigähnliche Konsistenz erreicht ist, was etwa 7–10 Minuten dauern kann. - Die Pfanne vom Herd nehmen und den Teig auf eine mit Ghee eingefettete Oberfläche oder Backpapier geben. - Sobald die Masse warm genug zum Berühren ist, leicht kneten, um eine glatte Kugel zu formen. Mit einem Nudelholz auf 5–6 mm Dicke ausrollen. - Optional mit Varak belegen. - 30 Minuten abkühlen lassen, dann in Diamant- oder Quadratformen schneiden. - In einer luftdichten Dose aufbewahren.
Kaju Katli behält ihre Form und Frische und eignet sich ideal als Geschenk.
Jalebi: Knusprige spiralförmige Fritter
Jalebi werden aus einem fermentierten Teig hergestellt, der in heißem Öl zu spiralförmigen Kreisen frittiert wird. Danach taucht man sie in süßen Sirup, gewürzt mit Safran und Rosenwasser. Die charakteristische knusprige Außenseite kontrastiert mit der weichen Inneren. Diese Süßigkeit ist ein Highlight bei Diwali-Feiern aufgrund ihrer visuellen Attraktivität und intensiven Süße.
Der Teig erfordert Fermentation, was für die Luftigkeit sorgt. Das Frittieren erfordert präzise Temperaturkontrolle, um Knusprigkeit zu erhalten. Der Sirup sollte warm sein, damit die Jalebi ihn optimal aufsaugen.
Ladoo: Vielfältige Kugel-Süßigkeiten
Ladoo sind runde Süßigkeiten, die aus Grieß, Kichererbsenmehl oder Linsen hergestellt werden. Diese Zutaten werden mit Ghee und Zucker vermengt und zu Kugeln geformt. Beliebte Varianten sind Besan Ladoo aus Kichererbsenmehl und Rava Ladoo aus Grieß. Die Textur ist fest und aromatisch, mit nussigen oder malzigen Noten.
Die Zubereitung umfasst das Rösten der Basiszutat in Ghee, das Hinzufügen von Zucker und das Formen, solange die Masse warm ist. Ladoo sind robust und lange lagerfähig, was sie zu praktischen Diwali-Mithai macht.
Barfi: Flache Milch-Kuchen in Variationen
Barfi basiert auf kondensierter Milch, die mit Zucker gekocht und zu flachen Kuchen geformt wird. Variationen wie Kokosnuss-Barfi oder Pistazien-Barfi erweitern das Sortiment. Die cremige Konsistenz macht Barfi zu einer vielseitigen Süßigkeit.
Der Kochprozess reduziert die Milch, bis eine feste Masse entsteht. Zusätze wie Nüsse verleihen Geschmack und Textur.
Regionale Spezialitäten: Mawa Ljangcha und Mohanthal
Mawa Ljangcha stammt aus Burdwan in Westbengalen. Ghee, Kova (reduzierte Milch), Milchpulver und raffiniertes Mehl ergeben einen weichen Teig, der zu Zylindern geformt und langsam frittiert wird. Im Anschluss eintauchen in Zuckersirup, ähnlich wie bei Gulab Jamun. Die äußere Schicht ist knusprig, das Innere weich und feucht.
Mohanthal aus Gujarat und Rajasthan verwendet geröstetes Kichererbsenmehl (Besan), vermengt mit Ghee und Milch. Es kocht zu puddingartiger Konsistenz, ergänzt durch Zucker, Safran, Nüsse und Kardamom. Die körnige Textur zergeht auf der Zunge und ähnelt einem weichen, dichten Keks. Optional wird Kova für Cremigkeit hinzugefügt. In der Gujarati-Community ist es ein Diwali-Favorit.
Badam Puri: Knuspriges frittiertes Dessert aus Karnataka
Badam Puri entstammt Karnataka. Mandel- und Weizenmehl werden mit Butter, Salz und Wasser zu Teig geknetet, gefaltet, ausgerollt und zu Dreiecken geformt. Das Falten erzeugt eine knusprige Außenschicht und weiches Inneres. Nach dem Frittieren in Safran-Kardamom-Sirup mit optionalem Honig und Rosenwasser tauchen. Garniert mit gerösteten Kokosflocken und Mandelsplittern. Es ist einfach und schnell zuzubereiten.
Süßes Kadabu oder Gujiya: Gefüllte Teigtaschen landesweit
Süßes Kadabu, auch Gujiya genannt, ist in ganz Indien verbreitet. Regionale Varianten unterscheiden sich: Südindische Versionen mit Kokosraspeln, Jaggery und Kardamom; nördliche mit Kova, Cashews, Mandeln und Zucker. Die Hülle besteht aus Reismehl im Süden oder Weizen-Grieß-Mischung im Norden. Es gibt gedämpfte und frittierte Varianten. Füllungen wie Banane mit Zimt, Jaggery und Nüssen oder gedünstete Jackfrucht mit Ghee und Jaggery aus Kerala sind üblich.
Doodh Peda: Cremiges Milchfudge
Doodh Peda weist eine cremige, fudgeartige Konsistenz auf und wird in Süßwarenläden angeboten. Milch kocht in einem Kadai, bis sie verdampft und feste Bestandteile übrig bleiben. Aromatisiert mit Kardamom, Safran oder Rosenwasser.
Obattu: Südindisches Fladenbrot-Dessert
Obattu ist ein Fladenbrot aus südlichen Regionen, erfüllend und einfach. Es dient als köstliche Leckerei bei Diwali.
Zubereitungstipps und Lagerung für Diwali-Mithai
Bei der Herstellung von Mithai ist die Temperaturkontrolle entscheidend, insbesondere beim Frittieren und Sirupkochen. Feines Mahlen von Nüssen sorgt für Glätte, kontinuierliches Rühren verhindert Anbrennen. Viele Mithai wie Kaju Katli oder Ladoo sind in luftdichten Dosen lagerfähig. Frische Zutaten wie Ghee und Nüsse gewährleisten Qualität. Regionale Anpassungen erlauben Flexibilität, solange Kernzutaten beibehalten werden.
Die Vielfalt – von frittierten Bällchen über nussige Platten bis gefüllte Taschen – deckt unterschiedliche Gaumen ab. Das Teilen verstärkt den Festgeist.
Schlussfolgerung
Die Mithai zu Diwali umfassen eine breite Palette klassischer Süßigkeiten wie Gulab Jamun, Kaju Katli, Ladoo und regionale Varianten wie Mohanthal oder Gujiya. Sie basieren auf Milch, Nüssen, Ghee und Gewürzen, erzeugen vielfältige Texturen von knusprig bis cremig und symbolisieren Wohlstand. Das selbstständige Zubereiten fördert familiäre Traditionen und das Teilen. Die genannten Rezepte und Techniken ermöglichen authentische Nachstellung zu Hause.
Quellen
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