Traditionelle Weihnachtskekse von Österreichischen Bäuerinnen: Authentische Familienrezepte

Weihnachtskekse stellen in Österreich eine zentrale kulinarische Tradition dar, die eng mit familiären Ritualen und der Adventszeit verbunden ist. Diese Backwaren werden häufig nach Rezepten zubereitet, die von Bäuerinnen über Generationen weitergegeben wurden. Ein Backwettbewerb des Fachverbands der Tiroler Landwirtschaftskammer hat zu Sammlungen wie dem Buch „Lust auf Kekse“ geführt, das 50 Rezepte von Bäuerinnen aus Österreich, Süddeutschland und der Schweiz enthält. Diese Rezepte umfassen klassische Varianten mit Schokolade, Nüssen und Gewürzen sowie raffinierte und einfache Formen. Die Zubereitung erfordert in der Regel eine Kühlphase für den Teig und Backzeiten zwischen 6 und 15 Minuten bei Temperaturen von 160 bis 180 °C. Traditionell backen die Bäuerinnen jeweils ein halbes Kilogramm Kekse für Auswahlen und Fotoshootings. Solche Kekse dienen nicht nur dem Genuss, sondern symbolisieren Zusammenhalt und festliche Vorbereitung. Die Tradition könnte auf vorchristliche Bräuche wie das Backen tierförmiger Kekse zur Wintersonnwende zurückgehen, um Tiere vor Unheil zu schützen.

Historischer Hintergrund der Weihnachtskekse

Die Herstellung von Weihnachtskeksen in Österreich hat tiefe Wurzeln in familiären und regionalen Bräuchen. Viele Rezepte stammen aus Familien, in denen sie seit langem Jahr für Jahr zu Weihnachten gebacken werden. Der Fachverband der Tiroler Landwirtschaftskammer initiierte einen Aufruf, worauf Bäuerinnen aus Tirol ihre Lieblingsrezepte einreichten. Eine Jury wählte die besten aus, was zu Büchern wie „Keksezeit ist Glückszeit“ führte, das mehr als 50 traditionelle, vegane, originelle und kinderleichte Rezepte präsentiert. Ähnlich entstand „Lust auf Kekse“ durch einen großen Backwettbewerb, der Rezepte aus Österreich, Süddeutschland und der Schweiz sammelte.

Historisch wird das Keksebacken mit der Weihnachtszeit assoziiert, möglicherweise vor der christlichen Ära. In der längsten Nacht des Jahres, der Wintersonnwende vom 21. auf den 22. Dezember, buk man angeblich tierförmige Kekse als Opfergaben zum Schutz der Tiere. Im christlichen Kontext wurden Backwaren unter den Armen verteilt, um Jesu Geburt zu gedenken. Heute dienen diese Kekse dem direkten Verzehr in der Familie. Die Zubereitung bringt Duft von Zimt und Vanille in die Küche und fördert das Zusammensein. Bäuerinnen wie Judith Horngacher und Magdalena Kraler teilen Rezepte, die als unverzichtbar gelten und am Keksteller hervorragen.

Die Tradition unterstreicht die Rolle der Bäuerinnen als Bewahrerinnen kulinarischer Praktiken. Rezepte sind oft einfach, erfordern grundlegende Zutaten wie Mehl, Butter, Zucker und Eier und passen sich regionalen Vorlieben an, etwa mit Mohn, Marmelade oder Kürbiskernen. Der Prozess umfasst Teigkneten, Kühlen, Ausrollen und Backen, was eine Vorbereitungszeit von etwa 1 bis 2 Stunden ergibt.

Das Buch „Lust auf Kekse“ und seine Rezepte

Das Buch „Lust auf Kekse“ vom Landwirtschaftsverlag enthält 50 Rezepte von Bäuerinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Es resultiert aus einem Backwettbewerb und präsentiert Varianten von raffiniert bis klassisch, mit Zutaten wie Schokolade, Nüssen und Gewürzen. Die Bäuerinnen backten jeweils ein halbes Kilogramm für die Dokumentation. Das Buch hat eine Größe von 17,4 cm x 1,5 cm x 24,6 cm, 104 Seiten und ist als gebundene Ausgabe oder kartoniert erhältlich.

Ähnlich fokussiert „Keksezeit ist Glückszeit“ von Tiroler Bäuerinnen auf über 50 Rezepte, darunter vier, die öffentlich präsentiert wurden. Diese Sammlungen betonen die Vielfalt: traditionelle Familienrezepte, die einfach zuzubereiten sind und sich für Weihnachten eignen. Die Rezepte machen den Duft von Keksen zum Vorboten der Feiertage und laden zum Backen ein.

Rezept: Mohnblumen von Bäuerin Judith Horngacher

Dieses Rezept für Mohnblumen stammt von Bäuerin Judith Horngacher und gilt als Favorit. Es ergibt Kekse mit marmeladiger Füllung, die dünn ausgerollt und mit einem Ausstecher geformt werden.

Zutaten für Mohnblumen

Zutat Menge
Mehl 250 g
Feinkristallzucker 50 g
Butter 140 g
Salz 1 Prise
Ei 1
Vanillezucker 1 Pkg.
Mohn, gemahlen 50 g
Powidlmarmelade oder Zwetschgenmarmelade Nach Bedarf
Staubzucker Zum Bestreuen

Zubereitungsschritte

  1. Mehl, Feinkristallzucker, Butter, Salz, Ei, Vanillezucker und gemahlenen Mohn zu einem feinen, glatten Teig verkneten.
  2. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und etwa 1 Stunde im Kühlschrank stellen.
  3. Den Teig erneut durchkneten und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn (ca. 3 bis 4 mm) ausrollen.
  4. Mit einem Blumenausstecher Kekse ausstechen und diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
  5. Jedes zweite Kekse mit einem Loch in der Mitte versehen.
  6. Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C Heißluft ca. 6 bis 8 Minuten backen.
  7. Die Kekse auskühlen lassen.
  8. Die unteren Kekse mit Powidlmarmelade oder Zwetschgenmarmelade bestreichen und mit den oberen, gelochten Keksen bedecken.
  9. Mit Staubzucker bestreuen.

Dieses Rezept ist einfach und traditionell. Der gemahlene Mohn verleiht eine charakteristische Note, während die Marmelade für Saftigkeit sorgt. Die dünne Ausrollung gewährleistet Knusprigkeit. Backen bei niedriger Temperatur verhindert Verbrennen. Die Kekse passen ideal zu Weihnachtsplatten.

Rezept: Vulkanlandkrapferln von Bäuerin Magdalena Kraler

Vulkanlandkrapferln von Magdalena Kraler sind schaumgekrönte Kekse mit Marmeladenfüllung, die visuell ansprechend sind. Sie erfordern einen Eischlaum und Kürbiskerne.

Zutaten für Vulkanlandkrapferln

Zutat Menge
Mehl, glatt 400 g
Butter 300 g
Staubzucker 100 g
Salz 1 Prise
Ei 1
Für den Schaum:
Eiklar 3
Staubzucker 210 g
Kürbiskerne, gerieben Zum Bestreuen
Beliebige Marmelade Zum Füllen

Zubereitungsschritte für den Teig

  1. Mehl mit Butter verbröseln.
  2. Staubzucker und eine Prise Salz hinzufügen.
  3. Mit einem ganzen Ei zu einem glatten Teig verarbeiten.
  4. Den Teig mindestens 30 Minuten an einem kühlen Ort rasten lassen.
  5. Den Teig auf einem Nudelbrett ca. 3 mm dick ausrollen.
  6. Kreise ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
  7. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 8 bis 10 Minuten backen.

Zubereitung des Schaums und Abschluss

  1. Eiklar steif schlagen.
  2. Mit Staubzucker ausschlagen.
  3. Über Dampf 10 Minuten rühren.
  4. Anschließend kalt schlagen.
  5. Den Schaum in einen Spritzsack mit kleiner Sterntülle füllen.
  6. Einen Ring auf die ausgekühlten Kekse dressieren.
  7. Mit geriebenen Kürbiskernen bestreuen.

Für eine Variante Kreise ausstechen, mit Ribiselmarmelade füllen, zu Tascherln formen, mit Eiklar bestreichen und bei 180 °C 10 bis 15 Minuten backen. Heiß in Staub- und Vanillezucker wälzen. Diese Kekse sind schmackhaft und optisch wirkungsvoll.

Weitere Traditionen und Praktische Tipps

Österreichische Weihnachtskekse verbinden kulinarische Kunst mit familiärem Erbe. Sie werden als Geschenke genutzt, fördern Dekoration und Erzählen von Geschichten. Die Zubereitung dauert etwa 2 Stunden, einzelne Rezepte 15 bis 25 Minuten. Portionsgröße beträgt bis zu 40 Kekse. Nährwerte pro Keks: 100 kcal, 12 g Kohlenhydrate, 1 g Eiweiß, 5 g Fett. Kekse bleiben bis zu 3 Monate im Gefrierfach haltbar.

Vorteile der Rezepte: - Traditionelles Handwerk über Generationen. - Vielseitige Geschmäcker von Zimt bis Nüssen. - Einfache Zubereitung für Anfänger. - Individuelle Dekoration. - Geeignet als Geschenke. - Fördert geselliges Backen. - Frischer Duft im Haus.

Backtechniken umfassen Verbröseln von Mehl und Butter, Kühlen für Festigkeit, dünnes Ausrollen (3-4 mm) und präzises Backen. Marmeladen wie Powidl oder Ribisel verleihen Authentizität. Schaum erfordert Dampfrühren für Stabilität.

Varianten und Regionale Besonderheiten

Die Rezepte aus Tirol und dem Vulkanland repräsentieren regionale Vielfalt. Tiroler Bäuerinnen betonen Familienrezepte, während Vulkanlandkrapferln Schaum und Kerne einsetzen. Bücher listen raffinierte mit Schokolade oder Gewürzen. Alle sind für Weihnachten konzipiert, mit Fokus auf Einfachheit.

Lagerung und Haltbarkeit

Selbstgebackene Kekse sind gefriergeeignet für bis zu 3 Monate. Kühlen vor dem Füllen verhindert Weichwerden. Staubzucker-Außenhülle schützt vor Feuchtigkeit.

Schlussfolgerung

Weihnachtskekse von österreichischen Bäuerinnen wie Judith Horngacher und Magdalena Kraler verkörpern Tradition und Handwerkskunst. Rezepte wie Mohnblumen und Vulkanlandkrapferln erfordern grundlegende Zutaten und Techniken, die Knusprigkeit und Aroma erzeugen. Sammlungen wie „Lust auf Kekse“ dokumentieren 50 Varianten aus Wettbewerben. Die Zubereitung dauert 1-2 Stunden, ergibt haltbare Produkte mit definierten Nährwerten. Diese Praktiken fördern familiären Zusammenhalt und festlichen Genuss.

Quellen

  1. wienerin.at/lifestyle/weihnachtskekse-backen-rezept-einfach/
  2. kochenundteilen.de/osterreichische-bauerinnen-backen-weihnachtskekse-7-unglaubliche-rezepte/
  3. www.buchfreund.de/de/d/e/9783784355825/lust-auf-kekse-50-rezepte-von-baeuerinnen-aus

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