Traumstücke: Zarte Mürbteigkekse – Rezepte, Zubereitung und Varianten

Traumstücke sind zarte, mürbe Vanillekekse, die durch ihre einfache Herstellung und außergewöhnliche Konsistenz in der Kulinarik des deutschsprachigen Raums Bekanntheit erlangt haben. Diese Plätzchen zeichnen sich durch eine Textur aus, die auf der Zunge zergeht, und erfordern keine Ausstechformen. Die Zubereitung basiert auf grundlegenden Zutaten wie Mehl, Butter, Zucker und Vanillearomen. Verschiedene Rezepte variieren in den Mengenangaben und der Verwendung von Eigelb, wobei ein gemeinsames Merkmal die Formung zu Rollen und das Abschneiden von Stücken ist. Die Kekse backen bei 180 °C Ober-/Unterhitze für 10 bis 15 Minuten und werden anschließend mit Puderzucker bestäubt oder gewälzt. Ihre Haltbarkeit in einer Keksdose beträgt etwa zwei Wochen. Die Relevanz für die Weihnachtszeit und den Plätzchenteller liegt in ihrer Schnelligkeit und Anpassungsfähigkeit an Aromen.

Ursprung und Geschichte der Traumstücke

Die Bezeichnung Traumstücke stammt aus Ulm, wo bis vor Kurzem ein Laden mit diesem Namen existierte. Dieser Laden bot ein vielfältiges Sortiment und eine Cafébar an, in der kleine Kekse serviert wurden. Die Inhaberin teilte das Familienrezept mit Nancy vom Blog "samtundsahne", die es 2013 veröffentlichte. Dies führte zu einer raschen Verbreitung auf Foodblogs im deutschsprachigen Raum. Das Rezept erlangte Kultstatus in sozialen Netzwerken wie Instagram und Pinterest. Es handelt sich nicht um ein traditionelles Rezept aus alten Kochbüchern, sondern um einen modernen Klassiker, der in vielen Haushalten nachgebacken wird. Vermeintliche "Omas Traumstücke" sind irreführend, da der Name erst seit 2013 etabliert ist. Die Popularität resultiert aus der Einfachheit: Der Teig wird zu Rollen geformt, ohne Ausstechen.

In Ulm entstand das Interesse explosionsartig, was zu zahlreichen Varianten führte. Das Originalrezept aus dem Laden verwendet größere Mengen für kommerzielle Zwecke, wie Märkte oder Verkauf. Kleinere Haushaltsmengen sind Anpassungen für den privaten Gebrauch. Die Kekse passen zu anderen trockenen Gebäcksorten wie Vanillekipferl oder Heidesand.

Grundrezepte für Traumstücke

Mehrere Quellen liefern Varianten des Rezepts, die sich in Zutaten und Mengen unterscheiden. Ein einheitliches Merkmal ist der Mürbteig auf Butterbasis mit Vanillearoma. Die Verwendung von Eigelb ist in den meisten Rezepten präsent, während eine Variante ohne Ei auskommt.

Eine einfache Version ohne Eigelb umfasst folgende Zutaten:

Zutat Menge
Vanilleschote 1 Stück
Mehl 300 g
Zucker 100 g
Butter (weich) 200 g
Puderzucker zum Bestreuen

Das Originalrezept aus Ulm verwendet:

Zutat Menge
Mehl 500 g
Eigelb 5 Stück
Butter 250 g
Vanillezucker 2 Päckchen
Zucker 150 g
Puderzucker zum Wälzen

Eine weitere Variante mit Eigelb:

Zutat Menge
Mehl 500 g
Zucker 130 g
Vanillezucker 2 Päckchen
Eigelb 5 Stück
Butter (kalt, gewürfelt) 250 g
Puderzucker 100 g zum Bestäuben

Eine kleinere Portion:

Zutat Menge
Mehl (Type 405) 250 g
Eigelb 2 Stück
Eiskaltes Wasser 1-2 EL
Butter 125 g
Vanillezucker 1 Päckchen
Zucker 75 g
Puderzucker zum Wälzen

Diese Tabellen zeigen die Konsistenz in den Basiszutaten, mit Abweichungen bei Eigelb und Mengen. Die Mehrheit der Rezepte integriert Eigelb für eine zartere Textur, was als Resteverwertung genutzt werden kann. Eiweiß kann für drei Tage im Kühlschrank oder eingefroren aufbewahrt werden.

Detaillierte Zubereitungsschritte

Die Zubereitung ist kinderleicht und dauert wenig Zeit. Zunächst werden die Zutaten vermengt. Bei der Version ohne Eigelb wird die Vanilleschote längs halbiert, das Mark herausgekratzt und mit Mehl in einer Schüssel gemischt. Zucker und weiche Butter hinzufügen, mit Knethaken des Handmixers auf niedrigster Stufe kurz, dann auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verkneten.

Rezepte mit Eigelb erfordern das Trennen der Eier; nur das Eigelb wird benötigt. Eigelb mit gewürfelter kalter Butter, Zucker, Vanillezucker und Mehl in einer Rührschüssel zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Ein Flachrührer oder Knethaken eignet sich; manuelles Kneten ist möglich, aber aufwendig. Bei Bedarf eiskaltes Wasser hinzufügen.

Der Teig wird portionierte: in zwei oder drei Teile teilen, zu Kugeln formen und in Frischhaltefolie gewickelt für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Alternativ direkt zu langen Rollen mit 2 cm Durchmesser formen. Die Rollen sollten nicht zu dick sein, da die Stücke beim Backen aufgehen. Mit einem Messer, Teigschaber oder scharfkantiger Teigkarte 2-3 cm lange oder 1-1,5 cm dicke Stücke abschneiden. Die Stücke müssen nicht perfekt sein.

Das Backblech mit Backpapier belegen, Stücke mit Abstand verteilen. Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Backzeit 10-15 Minuten, je nach Dicke, bis leichter goldbrauner Rand entsteht. Die Kekse leicht abkühlen lassen, dann mit Puderzucker bestäuben oder wälzen. Ringsherum wälzen sorgt für eine gleichmäßige Schneedecke; Sieben ist schneller, wirkt aber weniger hübsch.

Tipps für optimale Ergebnisse

Für eine herrlich zarte und mürbe Konsistenz ist die Kühlung des Teigs essenziell, idealerweise eine Stunde. Kalt gewürfelte Butter trägt zur Mürbigkeit bei. Rollen mit ca. 2 cm Durchmesser formen, um ein Aufgehen zu kontrollieren. Größere Durchmesser ergeben Traumtaler-ähnliche Formen. Stücke auf mehlierter Fläche nach dem Kühlen nachrollen, falls nötig.

Die Kekse sind unkompliziert; Unregelmäßigkeiten sind akzeptabel. Backzeit an Dicke anpassen: Dünnere Stücke kürzer backen. Nach dem Backen auf einem Abkühlgitter abkühlen lassen, bevor Puderzucker appliziert wird. Vanillezucker intensiviert den Geschmack; Alternativen sind Vanillepaste oder -aroma.

Varianten und Abwandlungen

Der Teig lässt sich leicht modifizieren:

  • Schoko-Traumstücke: 2 EL Backkakao hinzufügen.
  • Spekulatius-Traumstücke: 2 TL Spekulatiusgewürz einarbeiten.
  • Kaffee-Traumstücke: 1-2 EL Instant-Espressopulver verkneten, Intensität anpassen.
  • Zitrus-Varianten: 1 EL Zitronen- oder Orangenabrieb beigeben.

Weitere Gewürze sind möglich. Diese Anpassungen erweitern das Repertoire für den Plätzchenteller.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Traumstücke gehören zu trockenem Gebäck und bleiben in einer verschließbaren Keksdose kühl und dunkel aufbewahrt die gesamte Weihnachtszeit frisch. In Keksdosen halten sie etwa zwei Wochen. Die Aufbewahrung vermeidet Feuchtigkeit, um die Mürbigkeit zu erhalten.

Vollständiges Rezeptbeispiel: Klassische Traumstücke mit Eigelb

Zutaten (für ca. 500 g Mehl-Menge):

  • 500 g Mehl
  • 130 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 5 Eigelb
  • 250 g Butter (kalt, gewürfelt)
  • 100 g Puderzucker (zum Bestäuben)

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Mehl, Zucker und Vanillezucker mischen. Butter und Eigelb zugeben und zu einem Teig kneten.
  3. Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde kühlen.
  4. Teig zu zwei langen Strängen formen, flach drücken. In 2-3 cm breite Stückchen schneiden.
  5. Auf Backpapier mit Abstand verteilen.
  6. 12-15 Minuten backen.
  7. Leicht abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben.

Dieses Rezept ergibt zarte Kekse, die schnell auf dem Teller verschwinden.

Die Quellen präsentieren konsistente Methoden, mit leichten Abweichungen in Zutatenmengen. Die Mehrheit betont Eigelb für Zartheit, während eine Variante Butter allein nutzt. Die Backtemperatur und -zeit sind einheitlich. Varianten erweitern die Anwendung.

Um die Vielfalt zu verdeutlichen, hier ein Vergleich der Backzeiten:

Rezeptvariante Backzeit Temperatur
Ohne Eigelb Nicht spezifiziert, implizit 10-15 Min. 180 °C
Original 10-15 Min. 180 °C
Mit Wasser 10-15 Min. 180 °C
Standard 12-15 Min. 180 °C

Diese Parameter gewährleisten gleichmäßige Ergebnisse.

Die Formung zu Rollen vereinfacht den Prozess erheblich. Statt Ausstechen werden Stücke abgetrennt, was Zeit spart. Die Verwendung von Teigkarten sorgt für saubere Schnitte. Nach dem Kühlen lässt sich der Teig besser portionieren.

In der Praxis eignen sich die Kekse für Familienbacken oder Geschenke. Die Resteverwertung von Eigelb macht das Rezept nachhaltig. Die Viralität seit 2013 unterstreicht seine Beliebtheit.

Weitere Details zur Textur: Die Kombination aus Butter und Eigelb schafft Mürbigkeit. Kaltes Wasser in einer Variante stabilisiert den Teig. Puderzucker nicht nur dekoriert, sondern verstärkt Süße.

Schlussfolgerung

Traumstücke repräsentieren ein einfaches, anpassbares Rezept für mürbe Vanillekekse, das ohne Ausstechen auskommt. Basierend auf den Quellen variieren Zutatenmengen, mit Fokus auf Mehl, Butter, Zucker und Vanille. Eigelb fördert Zartheit, Kühlung und präzise Portionierung sind entscheidend. Backen bei 180 °C für 10-15 Minuten ergibt goldbraune Ränder. Varianten wie Schoko oder Spekulatius erweitern Optionen. Aufbewahrung in Dosen sichert Frische. Die Herkunft aus Ulm seit 2013 macht sie zu einem modernen Klassiker, relevant für Weihnachten und tägliches Backen.

Quellen

  1. Einfache Traumstücke ohne Ausstechen
  2. Traumstücke | Einfache Mürbteigkekse
  3. Traumstücke
  4. Zarte Traumstücke backen
  5. Traumstücke

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