Lebkuchen-Plätzchen: Vielfältige Rezepte für Knusprige Weihnachtskekse zum Ausstechen

Lebkuchen-Plätzchen stellen eine beliebte Variante von Weihnachtskeksen dar, die durch ihre charakteristische Würzung mit Gewürzen wie Zimt, Ingwer und Lebkuchengewürz gekennzeichnet sind. Diese Plätzchen eignen sich hervorragend zum Ausstechen in Formen wie Lebkuchenmänner, Sterne, Herzen oder Tannenbäume. Die Rezepte aus den verfügbaren Quellen umfassen sowohl traditionelle Varianten mit Honig, Butter und Eiern als auch vegane Alternativen ohne tierische Produkte. Sie zeichnen sich durch eine Textur aus, die von außen knusprig und von innen weich sowie zäh ist. Die Zubereitung erfordert in der Regel das Kneten eines Teigs, eine Kühlphase und das Backen bei Temperaturen zwischen 160 und 200 Grad. Dekorationsmöglichkeiten wie Zuckerguss oder Staubzucker erweitern die Anwendung als Geschenkidee für die Feiertage. Die Rezepte sind einfach umsetzbar, gelten als kinderleicht und erlauben Anpassungen, etwa glutenfrei oder mit Nüssen.

Traditionelle Lebkuchen-Plätzchen-Rezepte

Traditionelle Rezepte für Lebkuchen-Plätzchen basieren auf einer Mischung aus Honig, Zucker, Butter und Eiern, ergänzt durch Mehl, Backpulver und Gewürze. In einer Variante wird Honig zunächst in einer Schüssel erwärmt, um ihn flüssig zu machen, bevor Zucker, Butter, Eier und Lebkuchengewürz hinzugefügt und alles gut durchgerührt wird. Dieses Gemisch darf nicht kochen und wird gerührt, bis sich der Zucker aufgelöst hat, gefolgt von einer Auskühlphase. Anschließend wird Mehl mit Backpulver vermengt, die Hälfte davon mit der abgekühlten Masse zu einem glatten Teig geknetet, Haselnüsse untermischt und der Rest des Mehls hinzugefügt. Der Teig wird zu einer Kugel geformt, in Folie gewickelt und für etwa 45 Minuten im Kühlschrank gestellt. Nach dem Ausrollen auf 3-5 mm Dicke werden Formen ausgestochen, die Plätzchen auf ein gefettetes Backblech gelegt und bei 160 Grad Ober-Unterhitze für 12-18 Minuten goldbraun gebacken.

Eine weitere traditionelle Zubereitung sieht vor, Honig und braunen Zucker über einem Wasserbad zu rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Masse kühlt kurz ab, wird in eine Rührschüssel gegeben, Butter untermischt, dann Mehl mit Lebkuchengewürz und Kakaopulver gesiebt und eingerührt. Ein Ei wird hinzugefügt, und zuletzt Pottasche mit Wasser vermengt und dem Teig beigefügt. Der Teig wird auf Folie gegeben, eingeschlagen und idealerweise über Nacht gekühlt. Nach dem Ausrollen und Ausstechen backt man bei 200 Grad Ober-Unterhitze (Umluft 180 Grad) etwa 10 Minuten. Die Plätzchen müssen vollständig auskühlen, bevor sie dekoriert werden.

Ein schnelles traditionelles Rezept verzichtet auf Pottasche und Hirschhornsalz. Der Basis-Teig besteht aus Mehl, Natron, Backpulver, Gewürzen sowie Butter und Süße in Form von Zuckerrübensirup, Reissirup oder Honig. Der Teig wird geknetet und erhält eine Kühlzeit von einer Stunde im Kühlschrank, um das Auswellen zu erleichtern, ist jedoch direkt verwendbar. Dies unterscheidet es von Honigkuchenteigen, die oft eine Woche ruhen müssen. Der Teig ergibt sich geschmeidig und eignet sich für Mürbteig-ähnliche Plätzchen mit Lebkuchengewürz.

In einer weiteren Variante werden trockene Zutaten wie 100 g Mehl, 1 TL Backpulver, 80 g brauner Zucker, eine Prise Salz, 10 g Kakao, ½ TL Lebkuchengewürz, ½ g Zimt (anpassbar auf 1 TL je nach Geschmack), 80 g gemahlene Mandeln, 30 g gehackte Mandeln, 30 g gehackte Haselnüsse und 50 g backfeste Schokostücke in einer Schüssel gemischt. Butter wird geschlagen, ein Ei hinzugefügt und vermengt, dann die Trockenmischung verknetet. Aus dem Teig werden kleine Kugeln geformt, die in gemahlenen Mandeln gewälzt werden. Der Ofen wird auf 180 Grad Umluft vorgeheizt, und die Backzeit beträgt 15 Minuten. Dieses Rezept ergibt etwa 30 Plätzchen und dauert insgesamt 25 Minuten zuzüglich Kühlzeit.

Diese traditionellen Ansätze betonen die Wichtigkeit einer festen, aber nicht bröseligen Teigkonsistenz. Bei Klebrigkeit wird Mehl hinzugefügt, bei Trockenheit Milch oder Wasser.

Vegane Lebkuchen-Plätzchen

Vegane Varianten ersetzen tierische Produkte durch pflanzliche Alternativen und sind eifrei, milchfrei sowie laktosefrei. Sie gelten als perfekt gewürzt, von innen weich und zäh sowie von außen knusprig. Für 250 g Weizen- oder Dinkelmehl (oder glutenfreie Mehlmischung), 1 TL Natron oder 2 TL Backpulver, ¼ TL Salz, 2 TL gemahlener Ingwer, 2 TL gemahlener Zimt, ¼ TL gemahlene Muskatnuss, 45 g zimmerwarme vegane Butter, 100 g Kokos- oder brauner Zucker, 80 g Melasse oder Zuckerrübensirup sowie ein Leinsamen-Ei (1 EL gemahlene Leinsamen oder Chiasamen in 3 EL heißem Wasser 5 Minuten quellen lassen, alternativ 4 EL Apfelmark oder Apfelmus).

Die Zubereitung beginnt mit dem Vorbereiten des Leinsamen-Eis. Trockene Zutaten werden in einer Schüssel vermengt. In einer anderen Schüssel wird vegane Butter mit Zucker cremig gemixt, Melasse und Leinsamen-Ei (oder Apfelmark) untergerührt. Die Mehlmischung wird langsam hinzugefügt und mit einem Holzlöffel zu einem klebrigen Teig verrührt. Bei zu starker Klebrigkeit wird mehr Mehl hinzugefügt. Der Teig wird in zwei Portionen geteilt und zu flachen Bällen geformt. Diese veganen Plätzchen sind vielseitig für verschiedene Ausstecherformen und eignen sich als Weihnachtsgeschenk, da sie lange haltbar sind. Sie sind einfach zu machen und erlauben glutenfreie Anpassungen.

Zutaten und Gewürze im Vergleich

Die Zutaten variieren je nach Rezepttyp, wobei Gewürze wie Lebkuchengewürz, Zimt, Ingwer und Muskatnuss konstant sind. Honig oder Sirupe sorgen für Süße und Feuchtigkeit, Nüsse und Kakao für Aroma und Textur.

Zur Übersicht eine Tabelle mit ausgewählten Zutaten aus den Rezepten:

Zutat Traditionell (Quelle 2) Traditionell (Quelle 4) Vegan (Quelle 1)
Mehl Ja (Menge nicht spezifiziert) 100 g 250 g
Backpulver/Natron Ja 1 TL Backpulver 1 TL Natron/2 TL BP
Zucker Ja 80 g brauner Zucker 100 g Kokos/Brauner
Butter Ja 100 g 45 g vegan
Ei Ja 1 Leinsamen-Ei/Apfelmus
Honig/Sirup Honig - 80 g Melasse/Sirup
Gewürze Lebkuchengewürz Lebkuchengewürz, Zimt Ingwer, Zimt, Muskat
Nüsse Haselnüsse Mandeln, Haselnüsse -
Sonstiges - Kakao, Schokostücke Salz

Diese Tabelle zeigt Gemeinsamkeiten in Basiszutaten und Anpassungspotenzial. Kunsthonig als Invertzuckercreme kann Honig ersetzen. In veganen Rezepten übernehmen Melasse oder Sirup die Bindefunktion von Honig.

Zubereitungstechniken und Backprozess

Die Teigzubereitung folgt einem standardisierten Ablauf: Flüssigkeiten und Süßungsmittel werden erwärmt oder gemixt, Trockene Zutaten gesiebt oder vermengt, alles verknetet. Kühlphasen variieren: 45 Minuten, über Nacht oder eine Stunde. Das Ausrollen erfolgt auf bemehlter Fläche auf 3-5 mm Dicke, Ausstechen mit beliebigen Formen.

Backtemperaturen reichen von 160 Grad Ober-Unterhitze (12-18 Minuten) bis 200 Grad (10 Minuten) oder 180 Grad Umluft (15 Minuten). Die Plätzchen werden auf gefettetes Blech oder Backpapier gelegt und goldbraun gebacken. Vollständiges Abkühlen ist essenziell vor der Dekoration.

Bei klebrigem Teig mehr Mehl, bei trockenem Teig Flüssigkeit hinzufügen. Vegane Teige erfordern cremiges Mixen der Butter-Zucker-Masse. Kugelnformung in manchen Rezepten erleichtert die Handhabung, gefolgt von Wälzen in Nüssen.

Tipps für den perfekten Teig und Backergebnis

Der Teig sollte fest, aber nicht bröselig sein. Eine Kühlung im Kühlschrank verbessert die Verarbeitbarkeit, insbesondere bei schnellen Rezepten ohne lange Ruhezeit. Luftdichte Lagerung mit Apfelstück oder Orangenscheibe hält die Plätzchen weich. Dekoration mit Zuckerguss aus Eiweiß oder Staubzucker ist üblich. Vegane Plätzchen sind nicht allzu süß und köstlich gewürzt, ideal zum Naschen.

Anpassungen: Gewürzmengen je nach Geschmack erhöhen, z.B. Lebkuchengewürz oder Zimt auf 1 TL. Glutenfreie Mehle funktionieren in veganen Varianten. Für Optik Nussmischungen verwenden. Diese Plätzchen sind kinderleicht und fix backbar.

Dekoration und Lagerung

Nach dem Abkühlen dekorieren: Zuckerguss, Staubzucker oder Wälzen in gemahlenen Mandeln. Individuelle Gestaltung ohne Grenzen, z.B. für Lebkuchenmänner. Als Geschenk einzeln verpacken oder in Keksboxen. Lagerung in luftdichter Dose mit Fruchtstück prolongiert Frische und Weichheit. Sie halten sich lange, was sie zu einer praktischen Weihnachtsidee macht.

Variationen und Anpassungen

Rezepte erlauben Flexibilität: Verschiedene Ausstecherformen, Nussvariationen (Haselnüsse, Mandeln), Süßungsmittel (Honig, Sirup, Melasse). Vegane Versionen sind eifrei und milchfrei, schnelle ohne Pottasche. Optik durch Nussmischung optimieren. Ergibt 30 Plätzchen oder mehr, je nach Größe.

Schlussfolgerung

Lebkuchen-Plätzchen vereinen Tradition und Moderne durch Rezepte mit Honig, Gewürzen und Anpassungen wie veganen Varianten. Schlüsselaspekte sind der gewürzte Teig, Kühlung, Ausstechen und Backen bei moderaten Temperaturen. Tipps zu Konsistenz, Lagerung und Dekoration gewährleisten optimale Ergebnisse. Diese Kekse sind vielseitig für Feiertage, einfach und haltbar.

Quellen

  1. biancazapatka.com
  2. gutekueche.at
  3. einfachbacken.de
  4. habe-ich-selbstgemacht.de
  5. backenmachtgluecklich.de

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