Omas Spritzgebäck aus dem Fleischwolf: Traditionelles Rezept für mürbes Weihnachtsgebäck

Spritzgebäck zählt zu den klassischen Backwaren, die mit einem Fleischwolf hergestellt werden. Diese Methode ermöglicht die Produktion zarter und mürber Plätzchen, die durch den konstanten Druck des Fleischwolfs entstehen. Im Gegensatz zu einem Spritzbeutel, der durch ungleichmäßigen Druck den Teig zäh machen kann, lockert die Schnecke des Fleischwolfs den Teig zusätzlich auf. Das Ergebnis sind Gebäckstücke, die auf der Zunge zergehen. Die Tradition dieses Rezepts reicht in familiäre Küchen zurück, wo der Fleischwolf einmal jährlich für Weihnachtsplätzchen verwendet wurde. Die Zubereitung umfasst die Vermengung von Butter, Zucker, Eiern und Mehl zu einem Teig, der gekühlt wird, bevor er durch den Fleischwolf gepresst und geformt wird. Backen erfolgt bei 170 °C Ober- und Unterhitze für etwa 10 Minuten, bis die Ränder goldbraun sind. Nach dem Abkühlen kann das Gebäck mit geschmolzener Schokolade dekoriert werden. Verschiedene Quellen beschreiben ähnliche Verfahren, wobei Zutatenmengen variieren. Eine Variante verwendet 250 g Butter, 250 g Zucker und 500 g Mehl mit Mandeln, eine andere 500 g Mehl, 250 g Butter und 150 g Zucker mit einem Ei und Backpulver. Diese Unterschiede erlauben Anpassungen, wobei der Kernprozess gleich bleibt: Kühlen des Teigs, Vorbereitung des Fleischwolfs ohne Messer und mit Sternschablone, Portionieren des Teigs und Formen zu Strängen in Formen wie S, O, C oder U.

Grundzutaten und Rezeptvarianten

Die Zutaten für Spritzgebäck aus dem Fleischwolf basieren auf einem Mürbeteig, der Butter, Zucker, Eier und Mehl enthält. Gemahlene Nüsse wie Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse verleihen Aroma und Textur. Optionale Aromen umfassen Rum, Zitronenabrieb, Vanillezucker oder Gewürze. Eine detaillierte Auflistung der Zutaten aus den beschriebenen Varianten zeigt die folgende Tabelle:

Zutat Variante aus Quelle 3 (für ca. 1 Charge) Variante aus Quelle 4 (für 2 Bleche)
Butter (zimmerwarm) 250 g 250 g
Zucker 250 g 150 g
Eier (Größe M oder L) 2 1
Rum (optional) 1 TL -
Vanillezucker - 1 Pck.
Zitronenabrieb 1 Msp. -
Salz 1 Prise 1 Prise
Backpulver - ½ Pck.
Mandeln (gemahlen) 100 g (alternativ Haselnüsse/Walnüsse) -
Weizenmehl (Typ 405/550) 500 g 500 g
Zartbitterschokolade (zum Dekorieren) 200 g Nach Belieben
Mehl zum Bestäuben - Nach Bedarf

In der ersten Variante werden 250 g zimmerwarme Butter mit 250 g Zucker, 2 Eiern, 1 TL Rum (optional), 1 Msp. Zitronenabrieb und einer Prise Salz cremig gerührt. Anschließend kommen 100 g gemahlene Mandeln und 500 g Weizenmehl Typ 405 oder 550 hinzu, bis ein glatter Teig entsteht. Die zweite Variante rührt 250 g Butter mit 150 g Zucker, einer Prise Salz schaumig, ergänzt 1 Ei und 1 Päckchen Vanillezucker, siebt 500 g Weizenmehl mit ½ Päckchen Backpulver hinzu. Beide Teige werden zu einer Kugel geformt, abgedeckt und mindestens 1 Stunde, besser über Nacht, im Kühlschrank ruhen gelassen. Dieses Kühlen ist entscheidend, da der Teig fest bleiben muss, um im Fleischwolf verarbeitet zu werden. Sollte der Teig weich werden, weitere 30 Minuten kühlen. Übriger Teig kann luftdicht verpackt eingefroren werden, in Gefrierbeutel oder Frischhaltedose.

Die Verwendung von Nüssen ist flexibel: Statt Mandeln eignen sich Haselnüsse, Walnüsse, Pistazien oder Kokosflocken. Nüsse vorab rösten und frisch mahlen, um Aroma zu intensivieren. Rum kann durch Vanilleextrakt oder Vanillezucker ersetzt werden.

Vorbereitung des Teigs

Der Teigprozess beginnt mit der Cremerührung von Butter und Zucker. In einer großen Rührschüssel Butter, Zucker und Eier mit Rum und Salz geben. Mit Handrührgerät oder Küchenmaschine kurz cremig rühren, um eine schaumige Masse zu erzeugen. Dies sorgt für Luftigkeit im Gebäck. Dann gemahlene Nüsse und Mehl hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Kein übermäßiges Kneten, da der Teig mürbe bleiben soll. Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und kühlen. Die Kühlzeit von mindestens einer Stunde, idealerweise über Nacht, lässt den Teig ruhen und fest werden. Dies verhindert Zerlaufen beim Backen. Vor der Verarbeitung den Teig antemperieren lassen, aber nicht zu weich werden lassen. Bei Weichheit portionsweise 30 Minuten nachkühlen. Der Teig sollte tennisballgroße Portionen ergeben, die direkt in den Fleischwolf gegeben werden.

Aufbau und Vorbereitung des Fleischwolfs

Der Fleischwolf ist das zentrale Utensil für dieses Gebäck. Das Messer ausbauen, da es für Plätzchen nicht benötigt wird. Den Plätzchen-Aufsatz mit Sternschablone aufschrauben. Den Fleischwolf sicher an der Arbeitsfläche befestigen; alternativ Tischplatte, Hocker oder Stuhl. Alte Modelle zum Klemmen funktionieren ebenso wie moderne Aufsätze für Küchenmaschinen. Die Sternform erzeugt Bahnen, die zu S-Formen, Keksen oder individuellen Kunstwerken geformt werden. Jede Form ist möglich.

Verarbeitung des Teigs im Fleischwolf

Nach der Kühlzeit Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen. Teig in tennisballgroße Portionen teilen. Nicht weich kneten, sondern direkt in den Fleischwolf geben. Mit Händen, Kochlöffel oder Nudelholz den Teig in die Öffnung drücken. Langsam und gleichmäßig die Kurbel drehen. Den entstehenden Teigstrang nach gewünschter Länge abreißen und direkt auf das Blech legen. Geeignete Formen sind S, O, C, U oder Kringel, Stangen. Blech voll belegen und backen. Den Vorgang mit restlichem Teig wiederholen. Der konstante Druck des Fleischwolfs erzeugt gleichmäßige Stränge, die mürb bleiben.

Backen und Dekorieren

Backen bei 170 °C Ober- und Unterhitze ca. 10 Minuten, bis das Spritzgebäck goldbraun an den Rändern wird. Nicht zu lange backen, um Zartheit zu erhalten. Abkühlen lassen. Dann 200 g Zartbitterschokolade schmelzen und die Plätzchen nach Belieben dekorieren, z. B. Enden eintauchen. Schokolade trocknen lassen. Dekorieren verleiht Haltbarkeit und Geschmack.

Variationen des Rezepts

Mehrere Anpassungen sind möglich. Ohne Rum Vanilleextrakt oder Vanillezucker verwenden. Kakao (2-3 EL) und etwas weniger Mehl für Schoko-Variante hinzufügen. Nüsse variieren: Walnüsse, Pistazien, Kokosflocken. Haselnüsse mit Schokolade kombinieren. Gewürze wie Zimt, Kardamom oder Spekulatiusgewürz für Weihnachtsnote. Eine Variante mit Kakao und Nougat oder pur mit Nüssen wird erwähnt. Grundrezept als Basis für Ableitungen.

Variation Anpassungen
Nuss-Variante Walnüsse, Pistazien, Kokosflocken statt Mandeln; Nüsse rösten und mahlen
Schoko-Variante 2-3 EL Backkakao, Mehl reduzieren
Gewürz-Variante Prise Zimt, Kardamom, Spekulatiusgewürz
Alkoholfrei Vanilleextrakt statt Rum

Häufige Probleme und Lösungen

Spritzgebäck läuft beim Backen auseinander, wenn Teig nicht gekühlt ist. Mindestens 1 Stunde, besser über Nacht kühlen. Fleischwolf vs. Spritzbeutel: Fleischwolf erzeugt mürberes Gebäck durch sanften Druck. Lagerung: Abgekühltes, dekoriertes Gebäck in Keksdose an kühlem, trocknem Ort. Hält sich mehrere Wochen.

Lagerung und Einfrieren

Abgekühltes Spritzgebäck in Keksdose an kühlem, trocknem Ort lagern. Übrigen Teig luftdicht im Kühlschrank verpacken, um Austrocknen zu verhindern. Einfrieren in Gefrierbeutel oder Dose möglich. Nach Auftauen zügig verarbeiten.

Schlussfolgerung

Spritzgebäck aus dem Fleischwolf ergibt zartes, mürbes Gebäck durch spezifische Teigzubereitung, Kühlen und Pressverfahren. Zutaten wie Butter, Zucker, Eier, Mehl und Nüsse bilden die Basis, mit Variationen für Aroma. Vorbereitung des Fleischwolfs ohne Messer und mit Sternschablone, Backen bei 170 °C für 10 Minuten und Schokoladendeko vervollständigen den Prozess. Diese Methode bewahrt Tradition und liefert professionelle Ergebnisse für Zuhause.

Quellen

  1. fitaliancook.com/spritzgebaeck-rezept/
  2. www.chefkoch.de/rs/s0/fleischwolf+kekse/Rezepte.html
  3. heissehimbeeren.com/omas-zartes-spritzgebaeck-rezept-aus-dem-fleischwolf/
  4. www.koch-mit.de/kueche/spritzgebaeck/

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