Burgenländer Kekse: Authentisches Rezept mit Mürbeteig, Baiser und Marmelade
Burgenländer Kekse stammen aus Österreichs flachem Bundesland Burgenland und zeichnen sich durch eine Kombination aus mürbigem Teig, luftigem Baiser und fruchtiger Marmelade aus. Diese Kekse werden in mehreren Rezeptquellen als zart, buttrig und optisch ansprechend beschrieben, wobei sie sich besonders für Kaffeetische eignen. Der Teig basiert typischerweise auf Weizenmehl, Butter, Puderzucker und Eigelb, ergänzt durch Aromen wie Vanillezucker oder Orangenschale. Das Baiser entsteht aus steif geschlagenen Eiweißen mit Zucker, manchmal mit Zusätzen wie Speisestärke oder Zitronensäure. Nach dem Backen werden die Kekse mit Marillenmarmelade oder Konfitüre verbunden. Die Zubereitung umfasst Kühllassen des Teigs, Ausstechen von Böden und Deckeln, Auftragen des Baisers und ein Backen bei niedrigen Temperaturen. Variationen in den Mengenangaben und Backzeiten existieren, was auf regionale Anpassungen hinweist. Die Kekse gelten als relativ einfach herzustellen, erfordern jedoch präzise Schritte wie langes Schlagen des Baisers und Kühlen, um ein Verlaufen zu vermeiden.
Zutaten für Burgenländer Kekse
Die Zutatenlisten variieren leicht zwischen den Quellen, zeigen jedoch konsistente Kernkomponenten. Der Teig setzt sich hauptsächlich aus Mehl, Butter, Puderzucker und Eigelb zusammen, während das Baiser aus Eiweißen und Zucker besteht. Die Füllung erfolgt mit Marillenmarmelade oder Konfitüre. Eine Tabelle fasst die Angaben aus den relevanten Quellen zusammen, um Vergleiche zu ermöglichen.
| Zutat | Quelle [1] / [5] | Quelle [2] | Quelle [4] | Quelle [6] (allgemein) |
|---|---|---|---|---|
| Teig: Mehl | 400 g Weizenmehl (glatt) | portionsweise mit Backpulver | Menge nicht spezifiziert | Nicht detailliert |
| Teig: Butter | 250 g | weiche Butter | Menge nicht spezifiziert | Butterkeks-Teig |
| Teig: Puderzucker | 125 g Staubzucker | Puderzucker | Puderzucker | Nicht detailliert |
| Teig: Eigelb/Dotter | 2 | Eigelbe | Eigelbe (Eier trennen) | Nicht detailliert |
| Teig: Aroma | 1/2 Orange (Saft + Schale), 2 Pkg. Vanillezucker | Zitronenabrieb, Vanille, Salz | Salz | Nicht detailliert |
| Baiser: Eiweiße | 2 Eiklar | Eiweiße | Eiweiße | Eiklar (steif schlagen) |
| Baiser: Zucker | 150 g Feinkristallzucker | Puderzucker | Puderzucker | Zucker (festes Baiser) |
| Baiser: Zusatz | 1/2 TL Speisestärke | Zitronensäure | Salz | Fettfreie Schüssel |
| Füllung | 200 g Marillenmarmelade | Marmelade (püriert) | Konfitüre | Gelee |
| Portionen | 6 | Nicht spezifiziert | Nicht spezifiziert | Abhängig von Form |
| Dauer | 60 Minuten | Nicht spezifiziert | Nicht spezifiziert | Nicht spezifiziert |
Diese Tabelle verdeutlicht, dass der Teig in allen Quellen butterbasiert und mürbig ist, mit Aromen aus Zitrusfrüchten oder Vanille. Das Baiser erfordert steife Schlägerei, wobei Zusätze wie Speisestärke die Stabilität erhöhen. Die Marmelade sollte glatt gerührt oder püriert werden, um eine gleichmäßige Füllung zu gewährleisten. Abweichungen in den Mengen, wie die Präzision von 400 g Mehl in Quelle [1], deuten auf Anpassungspotenzial hin, wobei die Mehlmenge je nach Feuchtigkeit variieren kann.
Teigzubereitung Schritt für Schritt
Die Teigzubereitung beginnt mit dem Vermengen der trockenen Zutaten. In Quelle [1] und [5] werden alle trockenen Zutaten für den Teig vermengt, wobei die Butter grob gerieben und eingebröselt wird. Dies schafft eine abbröselige Konsistenz, die durch Zugabe von Dotter, Orangensaft und -schale zu einem glatten Teig geknetet wird. Der Teig rastet mindestens eine Stunde kühl, nicht im Kühlschrank, sondern an einem kühleren Ort wie der Kellertreppe, oder über Nacht. Diese Rastphase stabilisiert die Butter.
Quelle [2] empfiehlt, weiche Butter mit Puderzucker, Zitronenabrieb, Vanille und Salz zu vermengen, Eigelbe hinzuzufügen und portionsweise Mehl mit Backpulver einzukneten, bis ein sehr weicher Teig entsteht. Der Teig wird platt gedrückt und 30 Minuten im Gefrierfach gelagert. In Quelle [4] mischt man Mehl, Puderzucker und Salz, gibt Eigelbe und Butter hinzu und knetet rasch zu einem glatten Teig, der eine Stunde in Folie kaltgestellt wird.
Gemeinsam ist die rasche Verarbeitung, um die Butter kalt zu halten, und das Kühlen vor dem Ausrollen. Der Teig wird auf bemehlter Fläche etwa 3 mm dick ausgerollt. Dies verhindert ein Reißen und sorgt für gleichmäßige Kekse. Ausstechformen wie runde Formen (6 cm Durchmesser in Quelle [2]), Linzer-Formen mit Sternausschnitt (Quelle [1]) oder Blumenformer (Ø 4 cm in Quelle [4]) werden verwendet, um Böden und Deckel in gleicher Anzahl zu erzeugen. Die Kekse werden mit Abstand auf backpapierbedeckte Bleche gelegt und weiter gekühlt.
Diese Schritte gewährleisten eine mürbige Textur, da die kalte Butter beim Backen Dampf erzeugt und Schichten bildet. Abweichungen, wie das Gefrierfach in Quelle [2], verkürzen die Kühlzeit, erhöhen jedoch das Risiko einer ungleichmäßigen Festigkeit.
Herstellung des Baisers
Das Baiser ist ein zentrales Element der Burgenländer Kekse und erfordert präzise Technik. In Quelle [1] und [5] werden die Eiklar steif geschlagen, Zucker mit Speisestärke vermengt und portionsweise eingeschlagen, bis die Masse glänzt. Quelle [2] schlägt Eiweiße mit Zitronensäure schaumig, gibt Puderzucker hinzu und schlägt zu steifem Eischnee. Quelle [4] schlägt Eiweiße schaumig, fügt Puderzucker und Salz hinzu und schlägt bis zu 10 Minuten auf höchster Stufe zu festem Eischnee. Quelle [6] betont eine Rührzeit von 20 Minuten in einer absolut fettfreien Schüssel für ein sehr festes Baiser, da es sonst verläuft.
Das Baiser wird in einen Spritzbeutel mit Sterntülle, Lochtülle oder mittelgroßer Sterntülle gefüllt. Auf die Deckel mit Ausschnitt wird es als Rand, Tupfen oder Kreis um den Rand gespritzt, sodass der Mittelbereich für die Marmelade frei bleibt. Böden und Deckel backen getrennt, da die Backzeit leicht variiert. Vor dem Backen kalt stellen, um die Butter fest zu halten.
Die lange Schlagzeit stabilisiert das Baiser durch Zuckerintegration, die Feuchtigkeit bindet und Risse verhindert. Zusätze wie Speisestärke oder Zitronensäure verbessern die Haltbarkeit. Eine fettfreie Umgebung ist essenziell, um ein Durchfallen zu vermeiden.
Backprozess und Zusammenfügen
Der Backofen wird vorgeheizt: 150 °C Heißluft in Quelle [1], 130 °C Ober-/Unterhitze in Quelle [2], 160 °C (Umluft 140 °C) in Quelle [4]. Backzeit beträgt ca. 18 Minuten (Quelle [1]), 16 Minuten (Quelle [4]) oder variabel. Die Kekse kühlen aus.
Die Marmelade wird glatt gerührt, erwärmt (Quelle [4]) oder püriert (Quelle [2]). Böden und Deckel werden damit verklebt, mit einem Klecks im Ausschnitt. Quelle [1] und [5] empfehlen, die Kekse einige Tage durchziehen zu lassen, um Aromen zu intensivieren. Beliebige Marmeladenarten sind möglich.
Niedrige Temperaturen backen den Teig mürbig, ohne das Baiser zu bräunen. Getrenntes Backen passt Zeiten an: Deckel mit Baiser brauchen länger. Erwärmte Marmelade erleichtert das Füllen und verhindert Risse.
Variationen und Tipps aus den Quellen
Mehrere Tipps optimieren das Ergebnis. Quelle [6] warnt vor zu wenig Zucker im Baiser, da es sonst verläuft; maximal 10–20 g weniger empfohlen. Zitronenabrieb kann weglassen (Quelle [2]), Mehlmenge anpassen. Kekse sind süßer durch Baiser und Gelee, knusprig und optisch auffällig.
Quelle [3] nennt verwandte Burgenländer-Spezialitäten wie Kipferl, Sonnen oder Haselnussbusserln, die in der Weihnachtszeit beliebt sind. Diese sind jedoch separat und teilen nicht die Baiser-Marmelade-Kombination. Erdäpfel-Powidl-Schnecken verwenden Kartoffelteig, was eine herzhafte Alternative darstellt.
Allgemeine Ratschläge: Teig 1 Stunde kühlen, Baiser 30 Minuten vor Kühlzeitende vorbereiten. Formgröße beeinflusst die Menge. Kekse eignen sich zum Verschenken und halten durch Kühlen.
Diese Variationen erlauben Anpassungen, behalten aber die buttrige, luftige und fruchtige Charakteristik bei. Unsicherheiten bestehen bei exakten Mengen, da Quellen abweichen; konsistente Praxis ist Kühlung und steifes Baiser.
Detailliertes Rezept für Burgenländer Kekse
Basierend auf den konsistentesten Angaben aus Quelle [1] und [5], ergänzt um Tipps:
Zutaten für den Teig: - 400 g Weizenmehl (glatt) - 250 g Butter - 125 g Staubzucker - 2 Dotter - Saft und Schale von 1/2 Orange - 2 Pkg. Vanillezucker
Für das Baiser: - 2 Eiklar - 150 g Feinkristallzucker - 1/2 TL Speisestärke
Füllung: - 200 g Marillenmarmelade
Zubereitung: 1. Trockene Teigzutaten vermengen, Butter reiben und einbröseln. Dotter, Orangensaft und -schale zugeben, glatt kneten. 2. Teig 1 Stunde kühl rasten lassen (nicht Kühlschrank). 3. Eiklar steif schlagen. Zucker mit Speisestärke mischen, einschlagen, bis glänzend. 4. Teig 3 mm ausrollen, Böden und Deckel (z. B. Linzer-Form mit Ausschnitt) ausstechen. 5. Baiser mit Sterntülle als Rand auf Deckel spritzen. Getrennt auf Bleche legen, kalt stellen. 6. Backofen auf 150 °C Heißluft vorheizen, 18 Minuten backen, auskühlen. 7. Marmelade glatt rühren, Böden und Deckel verkleben, Klecks in Ausschnitt. Durchziehen lassen.
Dieses Rezept ergibt etwa 6 Portionen in 60 Minuten.
Weitere kulinarische Aspekte
Die Kekse verbinden Mürbeteig mit Baiser für Kontraste: buttrig-weich und knusprig-luft. Optik durch Baiser-Tupfen oder -Ringe. Sie passen zur Weihnachtszeit, sind aber ganzjährig einsetzbar. Marmeladevariationen erweitern Optionen.
Präzision beim Schlagen verhindert Misserfolge. Kühllagerung vor Backen fixiert Formen.
Schlussfolgerung
Burgenländer Kekse repräsentieren eine traditionelle österreichische Mehlspeise mit mürbigem Teig, stabilem Baiser und fruchtiger Füllung. Kernschritte umfassen rasches Kneten, langes Kühlen, präzises Ausstechen, steifes Schlagen und niedriges Backen. Variationen in Zutaten und Temperaturen erlauben Flexibilität, wobei Konsistenz in Kühlung und Baiserfestigkeit entscheidend ist. Die Kekse bieten zarte Textur und visuelle Attraktivität, ideal für besondere Anlässe.
Quellen
Ähnliche Beiträge
-
Vegane Kekse mit Bananen und Datteln: Einfache, Zuckerfreie Rezepte für den Alltag
-
Saftige Schokokekse mit Füllung und Stückchen: Rezepte und Zubereitungstipps
-
Porridge-Kekse: Schnelle Rezepte aus Haferflocken und Porridge-Mischungen
-
Kekse backen nach "Alles Wissen": Gesunde Alternativen und klassische Rezepte
-
Hofer-Kekse: Knusprige Rezepte mit Nüssen, Datteln und Haselnüssen für den Winter
-
Hochzeitskekse: Rezepte, Traditionen und Präsentationsideen für die Hochzeitsfeier
-
Histaminarme Kekse und Plätzchen: Praktische Rezepte bei Histaminintoleranz
-
Vegane Hirse-Kekse: Gesunde und schnelle Rezepte für den Familienalltag