Ausstecherle backen: Traditionelle Weihnachtsplätzchen mit Familienrezepten und Backtipps

Ausstecherle, auch als Ausstechplätzchen oder Ausstechkekse bekannt, stellen einen Klassiker unter den Weihnachtsplätzchen dar. Diese Mürbeteigkekse werden mit Förmchen in Formen wie Sterne, Herzen oder Tannenbäume ausgestochen und eignen sich hervorragend für die individuelle Gestaltung. Sie zeichnen sich durch eine einfache Zubereitung aus und bieten eine Basis für Dekorationen mit Zuckerguss, Streuseln oder Schokolade. In der Adventszeit sind sie besonders beliebt, da sie familientauglich sind und Kinder einbeziehen lassen. Die Rezepte variieren leicht in Zutatenmengen, Verarbeitung und Backparametern, was auf regionale Traditionen wie badische oder schwäbische Varianten hinweist. Die folgenden Abschnitte beleuchten die Zusammensetzung, Herstellung und praktischen Hinweise basierend auf etablierten Rezeptquellen.

Definition und Merkmale von Ausstecherle

Ausstecherle sind Mürbeteigkekse, die ausgestochen und gebacken werden. Im Badischen werden sie speziell als „Ausstecherle“ bezeichnet und gelten als fester Bestandteil der Weihnachtsbäckerei. Sie überzeugen durch ihren köstlichen Geschmack und die Möglichkeit, sie individuell zu gestalten. Der Teig basiert auf einem simplen Mürbeteig, der als Grundrezept für Weihnachtsplätzchen dient. Diese Kekse sind vielseitig und eignen sich für Verzierungen mit Zuckerguss, bunten Streuseln, Schokoladenglasur oder Royal Icing, wobei letzteres aus Puderzucker und Eiweiß besteht. Die Textur ist mürbe und zart, was durch die Wahl der Zutaten und die Kühlung des Teigs erreicht wird. Sie sind ein Renner in der Advents- und Weihnachtszeit, da sie Spaß für Groß und Klein bieten und fantasievoll verziert werden können.

Der Teig wird portionsweise ausgerollt, um eine gleichmäßige Dicke von 2-3 mm oder etwa ½ cm zu erzielen. Formen wie Sterne, Herzen oder Tannenbäume sind üblich. Nach dem Backen kühlen die Plätzchen auf einem Gitter aus, bevor sie dekoriert werden. Regionale Bezeichnungen wie Ausstecherle oder Ausstechkekse unterstreichen ihre Tradition in Deutschland, insbesondere in Baden und Schwaben.

Zutaten für Ausstecherle: Klassische Zusammensetzung und Variationen

Die Zutaten für Ausstecherle sind grundsätzlich einfach und in jeder Küche verfügbar. Ein klassisches Rezept umfasst Mehl, Butter, Zucker, Vanillezucker, Ei und Salz. Variationen existieren jedoch in den Mengenangaben, der Verwendung von Backpulver und der Butterverarbeitung. Mehl Type 405 wird empfohlen, da es fein gemahlen ist und einen hohen Stärkeanteil hat, was für eine zarte Textur sorgt. Butter verleiht den Keksen ihren reichhaltigen Geschmack und die mürbe Konsistenz; sie sollte kalt oder weich verarbeitet werden, je nach Rezept.

Zur Übersicht eine Tabelle mit den zentralen Zutatenvariationen aus den Quellen:

Quelle Mehl Butter Zucker Vanillezucker Ei/Eigelb Backpulver/Salz Sonstiges
1 250 g 125 g (kalt) 100 g 1 Päckchen 1 Ei Prise Salz -
2 Type 405 (nicht spezifiziert) Kalt - - - - -
3 250 g 125 g 125 g 1 Pck. 1 Ei (Gr. M) 1 Prise Salz, 1 TL Backpulver -
4 Nicht spezifiziert (3-2-1-Teig) Entsprechend Entsprechend - Ohne Ei Backin -
5 350 g Type 405 250 g (weich) 125 g 1 Päckchen 2 Eigelb (Gr. L) 1 Prise Backpulver, 1 Prise Salz Optional: Zitronenabrieb
6 Nicht spezifisch - - - - - Bezug zu anderen Plätzchen

Die Daten zeigen Widersprüche: Buttermenge schwankt zwischen 125 g und 250 g, Mehl zwischen 250 g und 350 g, Zucker zwischen 100 g und 125 g. Einige Rezepte enthalten Ei, andere nicht; Backpulver ist optional. Der 3-2-1-Teig aus Quelle 4 bezieht sich auf das Verhältnis Mehl-Butter-Zucker ohne Ei, was für eine besonders feine Mürbigkeit sorgt. Für die Dekoration dienen Puderzucker, Zitronensaft, Wasser, bunte Streusel, Schokoladenglasur, Glitzer, Schrift oder Zuckerperlen.

Diese Variationen erlauben Anpassungen: Ohne Ei für eine rein mürbige Textur, mit Eigelb für Cremigkeit. Die Präsenz von Backpulver in manchen Rezepten (z. B. 1 TL oder Prise) beeinflusst die Luftigkeit leicht, während es in anderen fehlt.

Zubereitung des Teigs: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Herstellung beginnt mit der Vermischung der Zutaten zu einem glatten Teig. Ein Standardverfahren mischt Mehl, Salz und Backpulver, fügt Zucker, Vanillezucker, Butterstücke und Ei hinzu. Zuerst werden Knethaken des Mixers verwendet, dann die Hände, bis ein glatter Teig entsteht. Der Teig wird in Folie gewickelt und 30 Minuten bis 1 Stunde gekühlt.

In der schwäbischen Variante wird Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz cremig geschlagen, bis die Masse hell und luftig ist (ca. 5 Minuten). Eigelbe werden nacheinander eingerührt, dann Mehl und Backpulver rasch verknetet, um Zähigkeit zu vermeiden. Der Teig wird flach gedrückt, in Folie gewickelt und mindestens 1 Stunde gekühlt.

Beim Ausrollen erfolgt dies portionsweise auf bemehlter Fläche auf 2-3 mm oder ½ cm Dicke. Förmchen werden verwendet, um Plätzchen auszustechen, die auf backpapierbedeckte Bleche gelegt werden. Wird der Teig durch wiederholtes Kneten weich, kühlt man ihn flach gedrückt im Kühlschrank.

Backen erfolgt im vorgeheizten Ofen: Ober-/Unterhitze 175–200 °C oder Umluft 160–175 °C, Dauer 8–12 Minuten, bis goldgelb. Einschub Mitte, danach auf Gitter kühlen.

Ein detailliertes Grundrezept (basierend auf konsistenten Elementen aus Quellen 1, 3 und 5):

Zutaten für ca. 50–60 Plätzchen: - 250–350 g Mehl Type 405 - 125–250 g Butter (kalt oder weich) - 100–125 g Zucker - 1 Päckchen Vanillezucker - 1 Ei oder 2 Eigelb (optional) - 1 Prise Salz - Optional: 1 TL Backpulver, Zitronenabrieb

Zubereitung: 1. Trockene Zutaten (Mehl, Salz, Backpulver) mischen. 2. Butter, Zucker, Vanillezucker und Ei hinzufügen; mit Knethaken kneten, dann von Hand zu glattem Teig verkneten. 3. Teig flach drücken, in Folie wickeln, 30–60 Minuten kühlen. 4. Teig portionsweise 2–3 mm dick ausrollen. 5. Plätzchen ausstechen, auf Backpapier legen. 6. Bei 175–200 °C backen, 8–12 Minuten, auskühlen lassen.

Variationen wie der ei-freie 3-2-1-Teig verwenden Mixer mit Knethaken auf niedriger, dann höchster Stufe.

Praktische Tipps für das perfekte Ausrollen und Backen

Gleichmäßige Dicke ist entscheidend, um konsistente Backergebnisse zu erzielen. Ausrollstäbchen oder Teigrollen mit integrierten Abstandsscheiben dienen als Hilfsmittel: Sie werden neben den Teig gelegt, um eine Dicke von 2–3 mm zu gewährleisten. Dies verhindert ungleichmäßige Kekse.

Wird der Teig weich durch Rollen, Ausstechen und Kneten, kühlt man ihn erneut im Kühlschrank. Butter direkt aus dem Kühlschrank verwenden verbessert die Struktur. Nicht zu lange rühren, um Mürbigkeit zu erhalten; rasches Verkneten nach dem Einarbeiten des Mehls ist ratsam.

Backbleche mit Backpapier belegen. Roher Teig kann in Folie oder Gefrierbeutel verpackt mehrere Tage im Kühlschrank gelagert werden, was das Backen in Etappen ermöglicht. Nach dem Backen die Plätzchen mit dem Papier vom Blech ziehen und auskühlen lassen.

Verzierungsmöglichkeiten für Ausstecherle

Nach dem Abkühlen lassen sich die Plätzchen vielfältig dekorieren. Puderzucker mit Wasser oder Zitronensaft zu dickflüssigem Guss verrühren; einen Teil mit Speisefarbe einfärben. Kekse bestreichen und mit Streudekor, Zuckerperlen, bunten Streuseln, Schokoladenglasur oder Glitzer versehen. Traditionell reichen Schokolade und Zuckerguss; moderne Varianten umfassen Schrift oder Royal Icing, das jedoch anspruchsvoller ist.

Diese Dekorationen machen die Plätzchen zu einem Highlight für Kinder, die kreativ gestalten können.

Regionale und traditionelle Aspekte

Ausstecherle sind in Baden als „Ausstecherle“ bekannt und traditionell in der Adventszeit. Schwäbische Varianten verwenden weiche Butter und Eigelb für Cremigkeit, optional Zitronenabrieb. Sie passen in die Keksdose neben Spitzbuben oder Kokosmakronen. Weitere Plätzchen wie Vanillekiperl oder Schokoladenplätzchen basieren auf ähnlichen Grundteigen. Die Weihnachtsbäckerei duftet nach Gewürzen und umfasst Klassiker zum Ausstechen.

Lagerung und Aufbewahrung

Gebäckene Ausstecherle in einer Dose lagern. Roher Teig hält sich mehrere Tage gekühlt. Dies ermöglicht stressfreies Backen in Etappen.

Schlussfolgerung

Ausstecherle repräsentieren einen einfachen, vielseitigen Mürbeteigklassiker für die Weihnachtszeit. Variationen in Zutaten und Verfahren erlauben Anpassungen, wobei Kernlemente wie Mehl Type 405, kalte oder weiche Butter und Kühlung für Mürbigkeit sorgen. Tipps zu Ausrollen, Backen und Verzieren gewährleisten Erfolg. Die Plätzchen eignen sich für Familienaktivitäten und traditionelle Keksdosen. Basierend auf den Quellen bieten sie eine solide Basis für weihnachtliche Backkunst.

Quellen

  1. naturhaus.com/magazin/ausstecherle-traditionelles-rezept
  2. gernekochen.de/ausstecherle-oder-ausstechkekse
  3. lecker.de/ausstechplaetzchen-die-besten-rezepte-51868.html
  4. oetker.de/rezepte/r/ausstechkekse
  5. sabrinastable.com/de/schwaebische-ausstecherle
  6. swr.de/leben/rezepte/plaetzchen/plaetzchen-backen-rezept-einfach-schnell-mit-marmelade-teig-ausstecher-weihnachten-grundrezept-100.html

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