Traditionelle Schweizer Weihnachtskekse: Authentische Rezepte für Mailänderli, Nuss-Stängeli und Basler Brunsli
Schweizer Weihnachtskekse stellen eine zentrale Tradition in der Schweiz dar, insbesondere während der festlichen Saison. Diese Gebäcke verbinden butterige Zartheit, nussige Crunchigkeit und schokoladige Intensivität mit regionalen Besonderheiten. Mailänderli gelten als klassische Butterkekse, die buttrig und zart sind und Erinnerungen an familiäre Momente wecken. Nuss-Stängeli, auch als Petits Bâtons aux Noisettes oder Totebeinli bekannt, zeichnen sich durch ihre knackige Textur aus, die durch trockenes Backen entsteht. Basler Brunsli stammen aus Basel und erhielten ihren Namen aufgrund der braunen Farbe, die von Schokolade herrührt. Diese Kekse werden traditionell zu Weihnachten gebacken und eignen sich für die Lagerung in Dosen. Die Rezepte basieren auf etablierten Zutatenkombinationen wie Butter, Zucker, Eiern, Mehl und Gewürzen, die einen glatten Teig ergeben. Die Zubereitung umfasst Rühren, Kneten, Kühlen und Ausrollen, gefolgt von Backen bei 180 °C. Solche Kekse sind in der Schweiz weit verbreitet und werden in Haushalten hergestellt, oft mit Beteiligung von Kindern beim Ausstechen.
Mailänderli: Der Klassiker unter den Butterkeksen
Mailänderli sind zarte, buttrige Weihnachtskekse, die in der Schweiz zu den populärsten Gebäcken zählen. Ihr Name leitet sich von der italienischen Stadt Mailand ab, wo ähnliche Kekse als Weihnachtsgebäck bekannt sind. In der Schweiz haben sie sich als fester Bestandteil der Weihnachtsbäckerei etabliert. Die Kekse weisen eine goldbraune Farbe auf und einen milden, leicht süßlichen Geschmack. Sie symbolisieren Tradition und Geselligkeit, da sie leicht zuzubereiten sind und Spaß beim Ausstechen machen. Die Grundzutaten umfassen Butter, Zucker, Mehl und Eier, was einen handhabbaren Teig ergibt, der zart schmilzt.
Eine Standardzutatenliste für Mailänderli lautet wie folgt:
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Butter | 250 g |
| Zucker | 225 g |
| Salz | 1 Prise |
| Bio-Zitronenzeste | Abgeriebene Schale einer Zitrone |
| Eier | 3 |
| Mehl | 500 g |
| Eigelb | 1 |
| Rahm oder Milch | 1 TL |
Die Zubereitung beginnt mit dem Teigherstellen. Die Butter wird in einer Schüssel cremig gerührt. Anschließend kommen Zucker und Salz hinzu. Die Eier werden einzeln untergerührt, wobei das Rühren etwa zwei Minuten dauert. Danach wird die Zitronenzeste eingearbeitet. Das Mehl wird portionsweise, idealerweise gesiebt, hinzugefügt und zu einem glatten Teig geknetet. Der Teig wird leicht flach gedrückt, abgedeckt und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank gestellt. Diese Kühlphase stabilisiert den Teig und erleichtert das Ausrollen.
Zur Backvorbereitung wird der Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Der Teig wird portionsweise auf wenig Mehl oder zwischen zwei aufgeschnittenen Plastikbeuteln etwa 1 cm dick ausgerollt. Eine Dicke von mindestens 1 cm wird empfohlen, um die gewünschte Zartheit zu erreichen. Plätzchen werden in verschiedenen Formen ausgestochen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt. Vor dem Backen kann das Eigelb mit Rahm oder Milch vermischt und die Oberfläche bestrichen werden, um Glanz zu erzeugen. Die Backzeit richtet sich nach der Dicke, wobei die Kekse goldbraun werden sollen.
Mailänderli eignen sich hervorragend zum Dippen in Kaffee oder Tee. Sie sind lagerfähig in Keksdosen und behalten ihre Zartheit. Varianten existieren, doch die Kernzutaten bleiben konstant. Die leichte Handhabung des Teigs macht sie ideal für Familienbäckerei.
Nuss-Stängeli: Knackige Haselnussstangen mit Gewürzaromen
Nuss-Stängeli sind ein beliebtes Gebäck aus der Schweiz, das durch seine trockene, knackige Textur auffällt. Sie werden relativ hart gebacken, was sie für Personen mit Zahnproblemen herausfordernd macht, aber ideal zum Eintauchen in Getränke wie Schümli, einen Schweizer Kaffee. Regionale Namen umfassen Petits Bâtons aux Noisettes in der französischen Schweiz oder Totebeinli, ein Begriff aus Beerdigungstraditionen. Die Kekse ergeben etwa 80 Stück und lagern in Keksdosen an einem kühlen Ort.
Die Zutatenliste für Nuss-Stängeli ist wie folgt:
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Weiche Butter | 75 g |
| Mascobado Vollrohrzucker | 150 g |
| Bio-Orange, Abrieb | 1 |
| Eier (M) | 2 |
| Vanille-Extrakt | 1/2 TL |
| Rum-Aroma (optional) | Einige Tropfen |
| Haselnüsse, gemahlen | 250 g |
| Dinkelmehl (Type 630) | 250 g |
| Zimt | 1 TL |
| Kardamom, gemahlen | 1/4 TL |
| Nelken, gemahlen | 1 Prise |
| Salz | 1 Prise |
| Ei (S), verquirlt | 1 |
Die Zubereitung startet mit dem Vermengen von Butter, Vollrohrzucker und Orangenabrieb in einer großen Schüssel, bis alles gut verbunden ist. Die Eier und Vanille-Extrakt (optional Rum-Aroma) werden hinzugefügt und hell sowie luftig aufgeschlagen. In einer separaten Schüssel werden gemahlene Haselnüsse, Dinkelmehl, Zimt, Kardamom, Nelken und Salz vermischt. Diese Trockenmischung wird zur Buttermasse gegeben und zu einem glatten Teig verknetet. Der Teig wird in Klarsichtfolie gewickelt und über Nacht im Kühlschrank ruht, was die Aromen intensiviert und die Formbarkeit verbessert.
Zwei Backbleche werden mit Backpapier ausgelegt. Der Teig wird zwischen zwei Backpapierstücken etwa 1 cm dick ausgerollt. Er wird in 5 cm breite Streifen geschnitten, die wiederum in 1 cm breite Stücke portioniert werden, sodass Stangen von etwa 1 x 5 cm entstehen. Diese werden mit Abstand auf die Bleche gelegt und weitere 30 Minuten gekühlt. Der Backofen wird auf 180 °C (350 °F) vorgeheizt. Die erste Blechladung wird mit verquirltem Ei bestrichen und 16 bis 18 Minuten gebacken, bis die Stängeli gut braun sind. Das zweite Blech folgt danach. Abkühlen erfolgt auf einem Kuchengitter.
Die Gewürzmischung aus Zimt, Kardamom und Nelken verleiht ein komplexes Aroma, während der Orangenabrieb Frische hinzufügt. Die Verwendung von Dinkelmehl Type 630 sorgt für eine rustikale Note. Nuss-Stängeli sind trocken und hart, was ihre Haltbarkeit erhöht.
Basler Brunsli: Schokoladige Mandelkekse aus Basel
Basler Brunsli, auch Basler Brunzli genannt, stammen aus Basel in der Schweiz. Der Name bezieht sich auf die braune Farbe („Bruuns“) durch Schokolade, mit Betonung auf dem langen „u“. Das bekannteste Rezept stammt von Eugen A. Meyer aus dem Jahr 1750, wobei das Gebäck bereits 1725 auf einem Fest in Winterthur serviert wurde. Die Zubereitung ist etwas aufwendiger, ergibt jedoch leckere Kekse.
Die Zutaten für Basler Brunsli umfassen:
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Ungeschälte gemahlene Mandeln | 250 g |
| Zartbitter-Schokolade oder Kuvertüre | 100 g |
| Weißer Zucker | 95 g |
| Rohrzucker | 95 g |
| Puderzucker | 50 g |
| Eiweiß | 2 |
| Kakao (zum Backen) | 2 TL |
| Zimt | 1/2 TL |
| Gemahlene Nelken | 1 Prise |
Der erste Schritt besteht im Schmelzen der Zartbitter-Schokolade oder Kuvertüre in einem Wasserbad. In einer Schüssel werden Mandeln, weißer Zucker, Rohrzucker, Puderzucker, Eiweiß, Kakao, Zimt und Nelken vermengt. Die geschmolzene Schokolade wird untergerührt. Der Teig wird typischerweise geformt und mit Kakao bestäubt gebacken, um die charakteristische Textur zu erhalten. Die genaue Backtemperatur und -dauer werden in den Quellen nicht detailliert angegeben, doch die Integration von Schokolade und Mandeln sorgt für Intensität.
Basler Brunsli sind schokoladig und mandelig, mit Gewürzen wie Zimt und Nelken. Ihre Herkunft unterstreicht die regionale Vielfalt schweizerischer Kekse.
Gemeinsame Zubereitungstechniken und Lagerung
Die Rezepte teilen Techniken wie das Cremig-Rühren von Butter mit Zucker, das Unterrühren von Eiern und das Kneten mit Mehl oder Nüssen. Kühlliegen stabilisiert den Teig: 30 Minuten bei Mailänderli, über Nacht bei Nuss-Stängeli. Ausrollen erfolgt auf 1 cm Dicke, um Konsistenz zu wahren. Backen bei 180 °C führt zu goldbrauner Farbe. Bestreichen mit Ei verleiht Glanz. Lagerung in Keksdosen an kühlen Orten erhält Frische.
Zutaten wie Zimt, Nelken und Zitrusabriebe sind wiederkehrend und verleihen Aroma. Butter als Basis sorgt für Zartheit, Nüsse für Crunch.
Schlussfolgerung
Schweizer Weihnachtskekse wie Mailänderli, Nuss-Stängeli und Basler Brunsli verkörpern Tradition durch buttrige, nussige und schokoladige Profile. Rezepte mit präzisen Zutaten und Schritten ermöglichen Reproduktion. Kühlen, Ausrollen und Backen bei 180 °C sind zentral. Diese Gebäcke dienen der Geselligkeit und Lagerung. Ihre regionale Vielfalt bereichert die Kulinarik.
Quellen
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