Doppeldecker Marmeladenkekse: Klassische Zubereitung und Varianten aus bewährten Rezepten
Doppeldecker Marmeladenkekse, auch bekannt als Spitzbuben, Hildabrötchen oder Linzer Plätzchen, stellen einen traditionellen Bestandteil der Plätzchenvielfalt dar. Diese Kekse zeichnen sich durch einen mürben Teig aus, der mit Marmelade gefüllt und mit einem ausgestochenen Deckel versehen wird. Die Zubereitung basiert auf einem Mürbeteig, der Butter, Mehl, Nüsse, Zucker und weitere Aromen enthält. Verschiedene Rezepte variieren in den Zutatenmengen und Gewürzen, wobei Kernschritte wie das Kühlen des Teigs, das Ausrollen, Ausstechen, Backen und Füllen übereinstimmen. Die Kekse backen bei Temperaturen zwischen 175 °C und 180 °C für 10 bis 15 Minuten und werden nach dem Abkühlen mit Marmelade verbunden. Marmeladearten umfassen Johannisbeergelee, Himbeergelee, Erdbeermarmelade oder andere Sorten ohne große Stücke. Puderzucker dient der Bestäubung der oberen Hälfte. Die Rezepte betonen die Wichtigkeit eines kalten, festen Teigs, um Bruch zu vermeiden, und ein nicht zu dünnes Ausrollen.
Zutaten für Doppeldecker Marmeladenkekse
Die Zutaten für Doppeldecker Marmeladenkekse variieren je nach Rezept, wobei Butter, Mehl, gemahlene Nüsse und Zucker als Grundbestandteile in allen Quellen vorkommen. Gemahlene Mandeln oder Haselnüsse verleihen dem Teig eine typische Knusprigkeit und Nussaromatik. Weitere Komponenten sind Salz, Vanillezucker, Eier, Backpulver, Gewürze wie Zimt oder Nelken sowie Flüssigkeiten wie Kirschwasser oder Milch. Die Füllung besteht primär aus Marmelade oder Gelee, in einer Variante ergänzt durch eine Orangen-Creme.
Zur Übersicht über gängige Zutatenmengen wird eine Tabelle mit ausgewählten Rezepten erstellt. Die Angaben stammen direkt aus den Quellen und zeigen Variationen:
| Zutat | Quelle 1 (ca. 40 Kekse) | Quelle 2 | Quelle 4 (24 Kekse) | Quelle 5/6 |
|---|---|---|---|---|
| Butter/Sanella | 200 g | 250 g | 150 g + 100 g für Creme | Nicht spezifiziert |
| Mehl (Type 405 oder ähnlich) | 300 g | 400 g | 125 g | Nicht spezifiziert |
| Gemahlene Mandeln/Haselnüsse | 100 g Mandeln | 100 g Haselnüsse | 60 g Mandeln | Nüsse (nicht spezifiziert) |
| Zucker/Puderzucker | 150 g Zucker + Vanillezucker | 125 g Rohrzucker | 75 g Puderzucker + 25 g Zucker | Zucker |
| Weitere Aromen | 1 Pck. Vanillezucker, 2 Eier | Backpulver, Zimt, Nelken, Tonkabohne, Vanille, Kirschwasser | Speisestärke 35 g, Orangenabrieb, Frischkäse 150 g | Keine |
| Marmelade/Gelee | 200 g Johannisbeergelee | 250 g Himbeer- oder Johannisbeergelee | 300 g Marmelade | Marmelade (glatt) |
| Sonstiges | Prise Salz, Puderzucker | Puderzucker | Puderzucker | Puderzucker |
Diese Tabelle verdeutlicht, dass Mengen an Butter und Mehl in einem Verhältnis von etwa 2:3 bis 1:1,6 liegen, was für Mürbeteig charakteristisch ist. Nüsse machen 20-25 % des Mehls aus. In Quelle 4 werden Mandeln vorab angeröstet, um Aroma zu intensivieren. Quelle 2 integriert Gewürze wie ½ TL Zimt, ½ TL Nelkenpulver und Tonkabohne für eine würzige Note. Eier in Quelle 1 binden den Teig, während andere Rezepte sie weglassen und stattdessen Flüssigkeiten wie 4 EL Kirschwasser einsetzen. Marmelade sollte ohne große Stücke sein, da sonst der obere Ring bricht.
Teigzubereitung
Die Zubereitung des Teigs erfolgt in allen Quellen durch Vermengen der Zutaten zu einem glatten oder festen Mürbeteig. In Quelle 1 werden Butterstücke, Mehl Type 405, Salz, gemahlene Mandeln, Zucker, Vanillezucker und Eier mit Knethaken verknetet, ggf. von Hand nachgearbeitet. Der Teig wird zu einer Kugel geformt, in Frischhaltefolie gewickelt und mindestens eine Stunde im Kühlschrank gekühlt, damit er fest wird.
Ähnlich in Quelle 2: Mehl sieben, Haselnüsse, Backpulver, Zimt, Nelkenpulver, Tonkabohne, Vanille und Rohrzucker mischen. Kalte Butterstücke und Kirschwasser oder Milch hinzufügen und mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Kühlen für ca. 30 Minuten. Quelle 5 und 6 beschreiben: Butter, Mehl, Zucker, Nüsse zu einem festen Teig verarbeiten, Kugel formen, eine Stunde kühlen.
Quelle 3 vereinfacht: Alle Zutaten (nicht detailliert) in einer Schüssel kneten, 10 Minuten kühlen. Quelle 4 unterscheidet sich: 60 g Mandeln anrösten, 150 g Sanella mit 75 g Puderzucker und 25 g Zucker cremig schlagen, Mandeln, 125 g Mehl und 35 g Speisestärke unterrühren. Zu einer 6 cm dicken Rolle formen und eine Stunde kühlen.
Der Kühlschritt ist entscheidend: Der Teig muss kalt und fest sein, um beim Ausrollen nicht zu kleben oder zu reißen. Kalte Butter sorgt für Mürbigkeit nach dem Backen.
Ausrollen und Ausstechen
Nach dem Kühlen wird die Arbeitsfläche mit Mehl bestäubt und der Teig ausgerollt. Alle Quellen warnen vor zu dünnem Ausrollen, da die Kekse sonst nach dem Backen brechen. Quelle 1: Nicht zu dünn ausrollen. Quelle 5/6: Ebenso, sonst brechen die Kekse zu schnell.
Ausstechen erfolgt mit runden Formen. Standard: Durchmesser 4 cm mit Wellenrand (Quelle 1). Pro Keks ein voller Kreis (Boden) und ein Ring mit Loch in der Mitte (Deckel). Quelle 2: Hälfte mit Loch (z. B. Flaschenverschluss). Quelle 3: Eine Teighälfte für Böden, die andere für Oberteile mit Herz-Ausstecher; Herzen als Dekoration nutzen. Quelle 4: Teigrolle in 24 Scheiben à 5 mm schneiden, keine Ausstecher.
Kekse auf backpapierbedecktes Blech legen. In Quelle 3: Teig halbieren, dünn ausrollen.
Diese Technik gewährleistet, dass die Marmelade sichtbar wird und die Kekse stabil bleiben.
Backprozess
Der Backofen wird vorgeheizt. Temperaturen: 180 °C Ober-/Unterhitze (Quelle 2, 10-12 Min auf 2. Schiene von oben); 175 °C Ober-/Unterhitze (Quelle 5/6, 10-12 Min); 180 °C Umluft 160 °C (Quelle 4, 12-15 Min bis leichte Bräunung am Rand); 180 °C Ober-/Unterhitze (Quelle 3, ca. 10 Min).
Kekse backen, bis sie leicht gebräunt sind, aber nicht dunkel werden – vorsichtig nachschauen. Nach dem Backen mit Backpapier vom Blech ziehen und auf Gitter abkühlen lassen. Wichtig: Vollständiges Abkühlen vor Weiterverarbeitung, da die mürben Kekse sonst zerbrechen.
In Quelle 4: Scheiben backen, bis Rand gebräunt.
Füllen und Fertigstellung
Nach Abkühlen die Böden mit Marmelade bestreichen. Quelle 1: Johannisbeergelee. Quelle 2: Himbeer- oder Johannisbeergelee erwärmen. Quelle 3: Erdbeermarmelade auf Unterteile. Quelle 5/6: Marmelade (glatt). Deckel (Ringe) mit Puderzucker bestäuben und aufdrücken.
Quelle 4 variiert: Cremerand aus Orangenabrieb, Sanella, Puderzucker, Frischkäse spritzen, innen 1-2 TL Marmelade, abdecken, 30 Min kühlen, Puderzucker bestäuben.
Erwärmen der Marmelade erleichtert das Verteilen. Glatte Marmelade verhindert Bruch beim Andrücken.
Tipps und Variationen
Mehrere Tipps wiederholen sich: Teig kalt halten, nicht zu dünn rollen, abkühlen lassen, glatte Marmelade wählen. Quelle 1: Eventuell Hände nachhelfen beim Kneten. Quelle 2: Kalte Butter, Hände kneten. Quelle 4: Kühl lagern wegen Creme, innerhalb 3-4 Tage verzehren oder frisch füllen.
Variationen: Wellenrand-Ausstecher (Quelle 1), Herz-Loch (Quelle 3), Scheiben statt Ausstechen (Quelle 4), Gewürze (Quelle 2), Creme-Marmelade-Kombi (Quelle 4). Ausgestochene Herzen als Deko (Quelle 3).
Diese Anpassungen erlauben Flexibilität bei Form und Füllung.
Lagerung und Haltbarkeit
Aufgrund der Mürbigkeit und Füllung kühl lagern. Quelle 4: Mit Creme innerhalb 3-4 Tage, oder frisch füllen. Andere Quellen implizieren ähnlich durch Abkühlhinweise.
Standardrezept für Doppeldecker Marmeladenkekse
Basierend auf korrespondierenden Elementen ein synthetisiertes Rezept:
Zutaten (ca. 40 Kekse): - 200-250 g Butter - 300-400 g Mehl - 100 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse - 150 g Zucker - 1 Pck. Vanillezucker (optional) - Prise Salz - Optional: 2 Eier oder 4 EL Kirschwasser - 200-250 g Marmelade (z. B. Johannisbeere, Himbeere, glatt) - Puderzucker
Zubereitung: 1. Butter, Mehl, Nüsse, Zucker, Salz und weitere Zutaten verkneten. 2. Kugel formen, 30-60 Min kühlen. 3. Ausrollen (nicht zu dünn), Kreise und Ringe ausstechen. 4. Bei 175-180 °C 10-12 Min backen, abkühlen. 5. Böden mit Marmelade füllen, Ringe bestäuben und aufsetzen.
Dieses Rezept integriert Mehrheitsmerkmale.
Detaillierte Analyse der Teigstruktur
Der Mürbeteig zeichnet sich durch hohe Fettanteile aus. Butteranteil 200-250 g zu 300-400 g Mehl ergibt eine Fettquote von 50-60 %, typisch für Schmelz- oder Sandteig. Nüsse (100 g) reduzieren Glutenbildung und erhöhen Knusprigkeit. In Quelle 4 reduziert Speisestärke (35 g) Mehl-Anteil weiter für Zartheit. Eier in Quelle 1 binden Feuchtigkeit, Kirschwasser in Quelle 2 aromisiert und lockert.
Knetmethode: Knethaken (Quelle 1) oder Hände (Quelle 2,5/6) minimieren Glutenentwicklung. Sieben des Mehls (Quelle 2) vermeidet Klümpchen.
Einfluss des Kühlens auf Teigverhalten
Kühlen für 30 Min bis 1 Std verfestigt Butterfettkristalle, verhindert Kleben. Quelle 1 betont "wirklich kalt und fest". Ohne Kühlen würde der Teig beim Rollen reißen oder Form verlieren.
Ausstechtechniken im Vergleich
Runder Ausstecher 4 cm (Quelle 1) erzeugt klassische Form. Flaschenverschluss für Loch (Quelle 2) ist improvisiert. Herz-Ausstecher (Quelle 3) dekorativ. Scheibenschnitt (Quelle 4) vermeidet Ausstecher, ergibt einheitliche Dicke (5 mm).
Nicht zu dünn rollen (alle außer 3): Zielstärke 4-5 mm für Stabilität.
Backparameter und Kontrolle
Vorgeheizter Ofen essenziell. 175-180 °C Ober-/Unterhitze dominiert, Umluft 160 °C (Quelle 4) für gleichmäßige Bräunung. Dauer 10-12 Min (Mehrheit), bis Rand gebräunt (Quelle 4). Position: 2. Schiene (Quelle 2). Nachschauen verhindert Dunkelwerden.
Abkühlen auf Gitter verhindert Dampfweichung.
Marmeladenwahl und -Handhabung
Johannisbeergelee (1,2), Himbeer (2), Erdbeere (3), generisch (5/6). Glatte Konsistenz (5/6) essenziell. Erwärmen (2) verbessert Fließfähigkeit. Menge pro Keks: 1-2 TL (4).
Puderzucker-Anwendung
Nur auf Deckel (alle Quellen), verstärkt Kontrast und Süße.
Spezielle Variante: Marmeladen-Doppeldecker mit Orangen-Creme
Quelle 4 beschreibt: Teig mit gerösteten Mandeln, Speisestärke. Creme: Orangenabrieb, 100 g Sanella, 50 g Puderzucker, 150 g Frischkäse cremig schlagen, Rand spritzen. Marmelade innen, 30 Min kühlen. Lagerung kühl, 3-4 Tage.
Diese Variante kombiniert Fruchtigkeit mit Cremigkeit.
Häufige Fehlerquellen und Vermeidung
- Zu warmer Teig: Längeres Kühlen.
- Brechende Kekse: Dicker rollen, abkühlen.
- Marmelade mit Stücken: Glatte wählen.
- Zu dunkle Ränder: Frühes Nachschauen.
Kulinarische Bedeutung
Diese Kekse sind Plätzchenklassiker, vielseitig anpassbar.
Schlussfolgerung
Doppeldecker Marmeladenkekse erfordern präzise Mürbeteigzubereitung mit Kühlen, Ausrollen, Backen bei 175-180 °C und Füllen mit glatter Marmelade. Variationen in Nüssen, Gewürzen und Füllungen (z. B. Creme) erweitern das Repertoire. Kernprinzipien wie Kälte und Abkühlung gewährleisten Erfolg. Die Rezepte bestätigen Zuverlässigkeit für hausgemachte Plätzchen.
Quellen
- schoggikurs.ch/der-blog/doppelkekse-mit-marmelade-rezept.html
- www.madamecuisine.de/spitzbuben-kekse-doppeldecker-mit-marmelade
- www.swing-the-whisk.com/de/rezept/marmeladenkekse
- www.sanella.de/rezept/platzchen-rezept-marmeladen-doppeldecker-mit-orangencreme-196988
- www.daskochrezept.de/rezepte/doppeldecker-marmeladen-kekse
- einfachekochrezepte.com/doppeldecker-marmeladen-kekse
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