Mürbteigkekse: Der Klassiker unter den Plätzchen - Rezepte, Techniken und kreative Ideen

Einleitung

Mürbteigkekse, auch als Butterkekse oder Plätzchen bekannt, sind ein zeitloser Klassiker der deutschen Backtradition. Ob zu Weihnachten, Ostern, Valentinstag oder einfach als Begleitung zum Nachmittagskaffee - diese vielseitigen Gebäcke begeistern seit Generationen durch ihren köstlichen Geschmack und ihre einfache Herstellung. Die Kunst der Mürbteigzubereitung liegt in der Balance der Zutaten und der richtigen Verarbeitungstechnik, um den charakteristischen, mürben und gleichzeitig festen Teig zu erzielen. Dieser Artikel widmet sich den verschiedenen Rezepturen, Verarbeitungstechniken und kreativen Gestaltungsmöglichkeiten für perfekte Mürbteigkekse, basierend auf bewährten Methoden und Tipps erfahrener Bäckerinnen und Bäcker.

Grundlagen des Mürbteigs

Mürbteig, auch als Shortbread oder Butterteig bekannt, ist ein Grundteig der feinen Backkunst, der sich durch seine trockene, bröckelige Konsistenz auszeichnet. Im Gegensatz zu anderen Teigen wird Mürbteig in der Regel nur kurz geknetet, um die Glutenbildung zu minimieren und die typische Mürbigkeit zu erhalten. Der Teig enthält typischerweise Mehl, Fett (meist Butter), Zucker und oft Eier sowie Gewürze wie Vanille oder Zitronenabrieb.

Die wichtigsten Zutaten

Die Qualität der Zutaten ist entscheidend für den Erfolg von Mürbteigkeksen. Die verschiedenen Rezepte betonen unterschiedliche Aspekte bei der Auswahl der Zutaten:

Mehl: Die meisten Rezepte verwenden Weizenmehl glatt, Type 700. Eine Quelle empfiehlt 250g Mehl für eine Standardportion, während eine andere 750g für eine größere Menge angibt. Das Mehl sollte gut gesiebt werden, um eine gleichmäßige Konsistenz zu gewährleisten.

Butter: Butter ist die wichtigste Zutat im Mürbteig und bestimmt maßgeblich den Geschmack und die Textur. Ein entscheidender Tipp aus den Quellen ist, besonders weiche, fast schon flüssige Butter zu verwenden, anstatt kalte, gewürfelte Butter. Eine Quelle empfiehlt 125g sehr weiche Butter, während eine andere 375g kalte Butter oder Margarine vorsieht. Die Verwendung von Butter statt Margarine wird in den meisten Quellen bevorzugt, da sie einen authentischeren Geschmack verleiht.

Zucker: Als Zuckerarten werden Staubzucker, Zucker und Vanillezucker verwendet. Ein Rezept empfiehlt 100g Zucker, während ein anderes 225g Zucker und 1,5 Päckchen Vanillezucker vorsieht. Der Staubzucker sollte nach Möglichkeit gesiebt werden, um Klumpen zu vermeiden.

Eier: Die meisten Rezepte enthalten ein Ei, wobei eine Quelle zwei Eier der Größe M vorsieht. Die Eier sollten Raumtemperatur haben, um eine gleichmäßige Vermischung der Zutaten zu gewährleisten.

Gewürze und Aromen: Häufig werden Vanillezucker, abgeriebene Zitronenschale und eine Prise Salz verwendet. Ein Rezept enthält zusätzlich Kardamom. Für die Zitronenschale wird empfohlen, eine Bio-Zitrone zu verwenden, um sicherzustellen, dass die Schale nicht belastet ist.

Grundrezepte für Mürbteigkekse

Es gibt verschiedene Varianten für die Zubereitung von Mürbteig, die sich in den Zutaten und der Verarbeitung unterscheiden. Im Folgenden werden die wichtigsten Grundrezepte vorgestellt.

Rezeptvariante 1: Klassische Mürbteigkekse

Zutaten: - 250 g Weizenmehl glatt, Type 700 - 125 g Butter, sehr weich, fast schon flüssig - 100 g Zucker - 1 Ei - Prise Salz - Optional: Abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone

Zubereitung: 1. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken zu einem weichen, gleichmäßigen Teig verarbeiten. Alternativ kann der Teig per Hand ordentlich geknetet werden. 2. Den Teig zu einer Kugel formen und mit Frischhaltefolie eingewickelt etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. 3. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche beliebig dick ausrollen. 4. Mit Ausstechern der Wahl Kekse ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. 5. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze bzw. 160°C Heißluft etwa 10-15 Minuten backen.

Rezeptvariante 2: Ausführliche Mürbteigkekse

Zutaten: - 750 g Mehl - 225 g Zucker - 1 ½ Päckchen Vanillin-Zucker - 375 g kalte Butter oder Margarine - 2 Eier (Gr. M) - Optional: 150 g Puderzucker und 4-5 EL Zitronensaft für Glasur

Zubereitung: 1. Mehl, Zucker, Vanillin-Zucker, Fett in Flöckchen und Eier zu einem glatten Teig verkneten. 2. Den Teig für 1 Stunde kühl stellen. 3. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche 3-4 mm dick ausrollen. 4. Plätzchen mit Ausstechern ausstechen. 5. Drei Backbleche mit Backpapier auslegen und die Plätzchen nacheinander im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/ Gas: Stufe 3) ca. 15 Minuten backen. 6. Für die Glasur Puderzucker und Saft zu einem dünnen Guss verrühren und die Kekse damit bestreichen und verzieren.

Rezeptvariante 3: Grundrezept für verschiedene Anwendungszwecke

Zutaten: - Weiches Mehl (Menge je nach Verwendungszweck) - Butter - Zucker - Ei - Vanillezucker - Salz

Zubereitung: 1. Butter mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen. 2. Zucker unterrühren und das Ei unterrühren. 3. Mehl und Salz zugeben und mit den Knethaken eines Rührgerätes zu einem glatten Teig kneten. 4. Den Teig zu einer Kugel formen und mit Frischhaltefolie eingewickelt 30 Minuten in den Kühlschrank legen. 5. Der Teig kann nun zu Keksen, einer Tarte oder Ähnlichem weiterverarbeitet werden.

Verarbeitungstechniken und Tipps

Die richtige Verarbeitung des Mürbteigs ist entscheidend für das Gelingen der Kekse. Die verschiedenen Quellen bieten wertvolle Tipps, die zu perfekten Ergebnissen führen.

Teigzubereitung

  1. Zutaten vorbereiten: Alle Teigzutaten sollten Zimmertemperatur haben, um eine gleichmäßige Vermischung zu gewährleisten.

  2. Butterzubereitung: Ein entscheidender Tipp ist die Verwendung besonders weicher Butter. Die Geheimnisse der tollen Konsistenz liegen in der Verwendung besonders weicher Butter und dem langen Kneten. Dadurch verbinden sich die Zutaten perfekt miteinander und der Teig lässt sich hervorragend verarbeiten und ausstechen.

  3. Knettechnik: Die Zutaten sollten nur so lange verknetet werden, bis sie gerade so verbunden sind. Übermäßiges Kneten oder Rühren kann dazu führen, dass die Kekse zäh werden. Der Teig sollte glatt und homogen sein, aber nicht zu lange verarbeitet werden.

  4. Ruhenlassen: Der Teig sollte nach der Zubereitung für mindestens 30 Minuten, idealerweise jedoch 1 Stunde, im Kühlschrank ruhen. Dieser Schritt ist wichtig, damit sich die Fette festigen und der Teig formbar wird. Ein gut gekühlter Teig lässt sich besser ausrollen und behält seine Form besser beim Ausstechen.

Ausrollen und Formen

  1. Arbeitsfläche: Die Arbeitsfläche sollte leicht bemehlt werden, um ein Ankleben des Teigs zu verhindern.

  2. Dicke des Teigs: Die Dicke des Teigs hängt von der gewünschten Konsistenz der Kekse ab. Für klassische Mürbteigkekse wird eine Dicke von 3-4 mm empfohlen. Der Teig sollte gleichmäßig ausgerollt werden, um gleichmäßig gebackene Kekse zu erhalten.

  3. Ausstechen: Der Teig kann mit verschiedenen Ausstechern in beliebige Formen gebracht werden. Es wird empfohlen, die Kekse dicht aneinander auszustechen, um den Teig optimal zu nutzen. Restteig kann erneut zusammengerollt und ausgestochen werden.

Backen

  1. Ofenvorheizen: Der Backofen sollte rechtzeitig vorgeheizt werden. Die optimale Temperatur variiert je nach Rezept:

    • 180°C Ober- und Unterhitze
    • 160°C Heißluft
    • 200°C bei Gasstufe 3
  2. Backblechvorbereitung: Das Backblech sollte mit Backpapier belegt werden, um ein Anbrennen zu verhindern und ein einfaches Entfernen der Kekse zu ermöglichen.

  3. Backzeit: Die Backzeit beträgt in der Regel 10-15 Minuten. Ein entscheidender Tipp ist, die Kekse nicht zu lange zu backen, da sie sonst trocken werden. Die Kekse sollten aus dem Ofen genommen werden, wenn sie am Rand beginnen zu bräunen. Zu diesem Zeitpunkt dürfen die Kekse noch weich sein, da sie beim Abkühlen noch weiter nachbacken und fest werden.

  4. Abkühlen: Die fertigen Kekse sollten auf einem Kuchenrost vollständig abkühlen, damit sie ihre knusprige Konsistenz entwickeln können.

Variationen des Mürbteigs

Der Grundteig des Mürbteigs lässt sich auf vielfältige Weise abwandeln, um unterschiedliche Geschmacksrichtungen und Texturen zu erzielen.

Geschmacksvarianten

  1. Zitronen-Mürbteig: Durch Zugabe von abgeriebener Schale einer Bio-Zitrone erhält der Teig ein frisches Aroma.

  2. Orangen-Mürbteig: Ähnlich wie die Zitronenvariante kann auch die Schale einer Bio-Orange unter die Zutaten gemischt werden.

  3. Schoko-Mürbteig: Unter Zugabe von 1-2 Esslöffel Backkakao kann ein dunkler Schokomürbteig zubereitet werden.

  4. Nuss-Mürbteig: Ein Teil des Mehls kann durch gemahlene Nüsse ersetzt werden, um eine nussige Note zu erzielen.

Konsistenzvarianten

  1. Knuspriger Mürbteig: Durch die Verwendung von kalter Butter und eine längere Backzeit werden besonders knusprige Kekse erzielt.

  2. Weicher Mürbteig: Die Verwendung von sehr weicher Butter und eine kürzere Backzeit führen zu weicheren Keksen.

Dekorationsmöglichkeiten

Die fertigen Mürbteigkekse eignen sich hervorragend zum Verzieren und Weiterverarbeiten. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Kekse individuell zu gestalten.

Glasur und Überzüge

  1. Zuckerglasur: Eine einfache Zuckerglasur kann aus Puderzucker und少许 Zitronensaft oder Wasser hergestellt werden. Die Glasur sollte dünn sein, um die knusprige Textur der Kekse nicht zu beeinträchtigen.

  2. Schokoglasur: Geschmolzene Schokolade eignet sich hervorragend als Überzug für Mürbteigkekse. Die Ecken der Kekse können je nach Ausstechform in Schokolade getaucht und auf einem Kuchenrost trocknen gelassen werden.

  3. Marmelade: Die Kekse können mit Marmelade bestrichen und jeweils zwei Stück zusammengesetzt werden, um gefüllte Sandwich-Kekse zu erhalten.

  4. Nougatcreme: Ähnlich wie Marmelade kann auch Nougatcreme als Füllung zwischen zwei Keksen verwendet werden.

Verzierungen

  1. Zuckerstreusel: Vor dem Backen können die Kekse mit Zuckerstreuseln bestreut werden, um sie bunt und attraktiv zu gestalten.

  2. Zuckerwerk: Verschiedene Zuckerarten wie Herzen, Perlen etc. können als Verzierung verwendet werden.

  3. Glasur verziert: Mit der Zuckerglasur können Muster, Buchstaben oder Bilder auf die Kekse gemalt werden.

Lagerung und Haltbarkeit

Damit die Mürbteigkekse ihre Frische und Knusprigkeit bewahren, ist die richtige Lagerung entscheidend:

  1. Abkühlen lassen: Die Kekse müssen vollständig abkühlen, bevor sie gelagert werden.

  2. Luftdicht aufbewahren: Die Kekse sollten in einem luftdichten Behälter aufbewahrt werden, um sie frisch zu halten.

  3. Trennschicht: Zwischen den Schichten der Kekse kann Backpapier gelegt werden, um ein Verkleben zu verhindern.

  4. Kühl und trocken lagern: Der Behälter sollte an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt werden, um ein Weichwerden der Kekse zu vermeiden.

Nährwertangaben

Die Nährwerte von Mürbteigkeksen variieren je nach Rezept und Größe. Eine Quelle gibt die Nährwerte pro Stück an:

  • 80 kcal

Diese Werte dienen als Richtwert und können je nach genauer Zusammensetzung der Zutaten abweichen.

Kreative Ideen und Inspirationen

Mürbteigkekse bieten unendliche Möglichkeiten zur kreativen Gestaltung:

  1. Jahreszeiten: Für verschiedene Jahreszeiten können thematische Ausstecher verwendet werden (Sterne für Weihnachten, Ostereier für Ostern, Herzen für Valentinstag etc.).

  2. Geschenke: Die Kekse können als persönliches Geschenk verpackt und verschenkt werden.

  3. Buffet: Für ein Buffet können verschiedene Formen und Größen von Mürbteigkeksen angeboten werden.

  4. Mit Kindern backen: Das Ausstechen und Verzieren der Kekse eignet sich hervorragend als gemeinsame Aktivität mit Kindern.

Schlussfolgerung

Mürbteigkekse sind ein zeitloser Klassiker der Backkunst, der durch seine einfache Zubereitung und vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten besticht. Die Verwendung hochwertiger Zutaten, insbesondere sehr weicher Butter, und die richtige Verarbeitungstechnik sind entscheidend für den Erfolg. Ob klassisch, mit Zitronenaroma, als Schokovariante oder mit kreativen Verzierungen - Mürbteigkekse passen zu jedem Anlass und begeistern Groß und Klein. Mit den in diesem Artikel vorgestellten Rezepten und Tipps gelingt der perfekte Mürbteigteig, der als Basis für unzählige köstliche Keksevarianten dient. Die bewährten Techniken aus den verschiedenen Quellen helfen dabei, die typische Mürbigkeit und den charakteristischen Geschmack dieser beliebten Plätzchen zu erzielen.

Quellen

  1. Mürbteigkekse Rezept
  2. Einfache Mürbteig-Kekse backen
  3. Knusprige Mürbeteig-Kekse
  4. Mürbeteig Grundrezept
  5. Mürbeteigplätzchen

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