Der Blattspinat ist in der italienischen Küche ein fester Bestandteil vieler Gerichte. Er wird nicht nur als Beilage serviert, sondern auch in Nudelteige, gefüllten Knödeln und cremigen Saucen verarbeitet. In Italien wird er oft mit Rosinen, Pinienkernen, Knoblauch, Parmesan oder anderen Aromen kombiniert, um leichte, aber geschmacksintensive Gerichte zu kreieren. In diesem Artikel werden verschiedene italienische Blattspinat-Rezepte vorgestellt, wobei sowohl traditionelle als auch moderne Zubereitungsweisen berücksichtigt werden. Zudem werden Tipps zum Umgang mit frischem und gefrorenem Spinat sowie deren kochtechnischen Besonderheiten erläutert.
Blattspinat italienisch: Grundrezept mit Rosinen und Pinienkernen
Ein klassisches Rezept aus der italienischen Küche ist der Blattspinat mit Rosinen und Pinienkernen. Es handelt sich um ein Gericht, das in verschiedenen Regionen Italiens auf ähnliche Weise zubereitet wird, etwa in Rom oder Genua, wo es als Spinaci alla romana oder Spinaci alla genovese bekannt ist.
Zutaten
- 100 g Rosinen
- 2 EL Pinienkerne
- 1 Zwiebel
- 1 Bund Petersilie
- 1 Knoblauchzehe
- 100 g Olivenöl
- 50 g Butter
- ca. 500 g Blattspinat
- Salz, Pfeffer
- ggf. Anchovisfilets
- Muskatnuss
- geriebener Parmesan
Zubereitung
- Die Rosinen in lauwarmem Wasser für etwa 15 Minuten einweichen.
- Den Spinat mehrmals gründlich waschen und in einen Topf geben. Zugedeckt bei schwacher Hitze zusammenfallen lassen.
- Den Spinat gut ausdrücken, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen.
- Die Zwiebel und Petersilie fein hacken. In dem Olivenöl andünsten, bis die Zwiebel glasig wird.
- Den Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten.
- Rosinen und Pinienkerne hinzufügen und für 5 Minuten mitbraten.
- Den Spinat untermischen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
- Alles unter Rühren weitere 3 Minuten anbraten.
- Zum Schluss mit geriebenem Parmesan bestreuen und servieren.
Dieses Gericht passt gut zu Kartoffelgratin oder Bandnudeln. Ein weiterer Vorschlag zur Zubereitung ist die Gratination mit Sahne und Parmesan bei 200 °C für etwa 10 Minuten.
Italienischer Blattspinat in der Mikrowelle: Ein alternativer Weg
Ein moderner Ansatz zur Zubereitung italienischen Blattspinats ist die Verwendung der Mikrowelle. Dieser Weg eignet sich besonders gut für gefrorenen Spinat, der nicht aufgetaut werden sollte, um die Bildung von Keimen zu vermeiden. Ein Vorteil der Mikrowellenmethode ist die Geschwindigkeit und die einfache Handhabung.
Zutaten
- 500 g gefrorener Blattspinat
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- Olivenöl
- Salz
- Pfeffer
- Muskatnuss
- 50 g frisch geriebener Parmesan
- Zitronensaft
Zubereitung
- Zwiebel und Knoblauch schälen und in sehr feine Würfel schneiden.
- In einer mikrowellenfesten Form mit Olivenöl glasig dünsten. Deckel aufsetzen und 2 Minuten bei 600 Watt erhitzen.
- Den gefrorenen Spinat dazugeben, zudecken und 5–7 Minuten bei gleicher Leistung erhitzen.
- Den Spinat mit zwei Gabeln etwas auseinanderzupfen.
- Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und 6–8 Minuten weiter erhitzen.
- Den Parmesan fein reiben und den Spinat mit Zitronensaft abschmecken.
- Sofort servieren.
Tipps zur Zubereitung
- Vermeiden Sie das Aufthauen von TK-Spinat: Wie im Rezept erwähnt, sollte tiefgekühlter Spinat nicht aufgetaut werden, sondern direkt erhitzt. So bleibt er geschmacklich und textuell besser erhalten.
- Frisch geriebene Muskatnuss: Fertig gemahlene Muskatnuss hat nicht das gleiche Aroma. Es wird empfohlen, eine Muskatnuss frisch zu reiben und den Rest in ein Schraubglas zu füllen.
- Parmesan frisch reiben: Fertig geriebener Parmesan hat eine andere Konsistenz und Aromatik als frisch geriebener Käse. Verzichten Sie daher auf Streukäse.
Dieses Gericht passt besonders gut zu kurzgebratenem Fleisch oder zur italienischen Saltimbocca, einem weiteren Klassiker.
Spinat-Nocken italienische Art (Strangolapreti)
Ein weiteres traditionelles Rezept mit Blattspinat sind Spinat-Nocken italienischer Art, auch Strangolapreti genannt. Es handelt sich um Knödel, die aus Spinat, Ricotta, Pecorino, Eiern, Mehl und Semmelbröseln hergestellt werden.
Zutaten für 2 Portionen
- 500 g frischer Spinat
- 1 Bund Petersilie
- 1 kleine Zwiebel
- 200 g Ricotta oder Sahnequark
- 2 Eier
- 100 g mittelalter Pecorino
- 100 g Mehl
- ca. 50 g Semmelbrösel
- Salz, Pfeffer
- geriebene Muskatnuss
- 3 EL Butter
- 1 EL Olivenöl
- Salbeiblättchen
Zubereitung
- Den Spinat waschen und tropfnass in einen heißen Topf geben. Kurz zusammenfallen lassen.
- Den Spinat abtropfen und abkühlen lassen, überschüssige Flüssigkeit gut ausdrücken.
- Petersilie waschen, trockentupfen und fein hacken.
- Zwiebel fein hacken und in Butter glasig dünsten.
- Den Spinat sehr fein hacken.
- Pecorino fein reiben.
- Ricotta, Spinat, Petersilie, Eier und geriebenen Pecorino verrühren.
- Mehl und Semmelbrösel untermischen.
- Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Der Teig sollte weich, aber formbar sein.
- Wenn der Teig etwas abgekühlt ist, lassen sich die Nocken leichter formen.
- Mit zwei Teelöffeln Nocken aus dem Teig formen und auf ein bemehltes Brett legen.
- Die Nocken in einen großen Topf mit siedendem Wasser gleiten lassen und etwa 5–10 Minuten in leise kochendem Wasser garen.
- Salbeiblätter, Butter und Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.
Dieses Rezept ist besonders bei Norditalienern beliebt und eignet sich gut als Hauptgericht oder Beilage zu einer leichten Vorspeise.
Spinat in der italienischen Pasta-Kunst: Blattspinat in Nudelteigen
Ein weiterer kreativer Weg, Blattspinat in italienischer Art zu verarbeiten, ist die Verwendung des Blattgemüses in Nudelteigen. In Italien ist es gängige Praxis, Spinat in den Teig zu integrieren, um die Farbe und Geschmack des Gerichts zu verändern. Dies ist besonders bei hausgemachten Tagliatelle oder Ravioli üblich.
Zutaten für 2 Portionen
- ca. 150 g Mehl (Typ 00)
- 1 Ei
- etwas Öl
- Salz
- ca. 60 g Blattspinat
Zubereitung
- Den Spinat waschen und gut abtropfen lassen.
- Den Spinat fein hacken oder im Stabmixer pürieren.
- Den Mehl-Eier-Teig mit Spinat vermengen. Der Teig sollte weich, aber formbar sein.
- Wenn gewünscht, kann das Ei weggelassen werden, wobei dann der Mehlanteil geringer oder der Spinatanteil erhöht werden sollte.
- Den Teig kneten, bis er homogen ist.
- Den Teig ausrollen und in Streifen schneiden (Tagliatelle) oder als Füllung für Ravioli verwenden.
- Die Nudeln in kochendem Wasser garen und mit einer cremigen Sauce servieren.
Dieses Rezept ist besonders bei Vegetariern und Veganern beliebt und eignet sich hervorragend als Hauptgericht.
Gnocchi mit Spinat in Gorgonzolasauce
Ein weiteres Beispiel für die kreative Verwendung von Blattspinat in der italienischen Küche ist die Zubereitung von Gnocchi mit Spinat in Gorgonzolasauce. Dieses Gericht vereint die cremigen Eigenschaften des Gorgonzola-Käses mit dem milden Geschmack des Blattspinats.
Zutaten
- ca. 300 g Gnocchi (kann selbstgemacht oder gekauft sein)
- frischer Blattspinat
- gorgonzola
- etwas Olivenöl
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
- Die Gnocchi in kochendem Wasser garen.
- Den Blattspinat waschen, tropfnass in eine Pfanne geben und leicht zusammenfallen lassen.
- Gorgonzola in kleine Stücke schneiden und in etwas Olivenöl erwärmen.
- Den Spinat in die Pfanne geben und mit der Gorgonzola-Sauce vermengen.
- Die Gnocchi in die Pfanne geben und kurz erwärmen.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Dieses Gericht ist schnell zubereitet und eignet sich ideal für ein leckeres Abendessen.
Kombinationen mit weiteren Zutaten: Lachs, Garnelen, Pilze
Blattspinat kann nicht nur mit Nudeln oder Knödeln kombiniert werden, sondern auch mit Meeresfrüchten oder Pilzen. In der italienischen Küche wird oft Spinat mit Lachs oder Garnelen serviert. Ein weiterer Vorschlag ist die Kombination mit frischen Pilzen.
Zutaten
- 200 g Blattspinat
- 200 g Lachs oder Garnelen
- 100 g frische Pilze
- Olivenöl
- Knoblauch
- Salz, Pfeffer
- ggf. Zitronensaft
Zubereitung
- Den Spinat waschen und kurz zusammenfallen lassen.
- Lachs oder Garnelen in mundgerechte Stücke schneiden.
- Pilze in dünne Scheiben schneiden.
- Knoblauch in Olivenöl anbraten.
- Die Pilze hinzufügen und kurz anbraten.
- Den Spinat untermischen und leicht erwärmen.
- Die Fisch- oder Garnelenstücke hinzufügen und kurz dünsten.
- Mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas Zitronensaft abschmecken.
Dieses Gericht ist eine leichte Alternative zu herzhafteren Hauptgerichten und eignet sich hervorragend als Hauptkurs oder Vorspeise.
Nährwerte und gesundheitliche Vorteile des Blattspinats
Blattspinat ist nicht nur geschmacklich vielseitig, sondern auch gesund. Er enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin A, Vitamin C, Vitamin K, Folsäure, Eisen und Kalzium. Zudem ist er reich an Ballaststoffen und enthält nur geringe Mengen an Kalorien. In der italienischen Küche wird er oft als Teil einer mediterranen Ernährung verwendet, die bekannt ist für ihre positiven Auswirkungen auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit.
Vorteile des Blattspinats
- Reich an Vitaminen und Mineralstoffen: Besonders Vitamin A, C, K und B-Vitamine sind enthalten.
- Gut für die Knochengesundheit: Aufgrund seines hohen Vitamin K-Gehalts unterstützt er die Knochendichte.
- Hilft bei der Darmgesundheit: Durch seine Ballaststoffe fördert er eine gute Verdauung.
- Antioxidative Wirkung: Spinat enthält lutein und zeaxanthin, die die Augengesundheit fördern.
- Kalorienarm: Ideal für eine gesunde Ernährung.
Umgang mit frischem und gefrorenem Spinat
Ein entscheidender Faktor in der Zubereitung italienischer Blattspinat-Gerichte ist das Verständnis für die Unterschiede zwischen frischem und gefrorenem Spinat. Beide haben ihre Vorteile und Nachteile.
Frischer Spinat
- Vorteile: Frischer Spinat hat einen milderen Geschmack und eine feinere Textur. Er eignet sich besonders gut für Salate, Nudelteige oder leichte Saucen.
- Nachteile: Frischer Spinat ist leicht verderblich und sollte innerhalb von 2–3 Tagen verbraucht werden.
- Zubereitungstipps: Vor der Verwendung gründlich waschen und gut abtropfen lassen. Bei Bedarf kann er auch kurz zusammenfallen gelassen werden, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen.
Gefrorener Spinat
- Vorteile: Gefrorener Spinat ist gut lagerbar und oft preisgünstiger. Er eignet sich gut für Eintöpfe, Soßen oder Suppen.
- Nachteile: Gefrorener Spinat enthält oft mehr Wasser als frischer Spinat, was die Textur beeinflusst.
- Zubereitungstipps: Gefrorener Spinat sollte nicht aufgetaut werden, sondern direkt erhitzt. So bleibt er geschmacklich und textuell besser erhalten.
Fazit
Blattspinat ist ein vielseitiges Gemüse, das in der italienischen Küche auf viele Arten verarbeitet wird. Ob in Nudelteigen, als Beilage oder in cremigen Saucen – er passt zu fast allen Gerichten. Die Zubereitung mit Rosinen, Pinienkernen oder Parmesan ist besonders traditionell und schmeckt gut zu Fleisch, Fisch oder Pasta. Zudem ist Spinat gesund und reich an Nährstoffen, was ihn zu einer empfehlenswerten Zutat in jeder Küche macht. Ob frisch oder gefroren – der Spinat eignet sich hervorragend für italienische Gerichte und kann mit einfachen Zutaten und kreativen Kombinationen zu einem wohlschmeckenden Gericht verwandelt werden.