Italienische Mandelplätzchen: Rezept, Zubereitung und Tipps für ein klassisches Rezept

Italienische Mandelplätzchen, auch als Paste di Mandorla bekannt, sind eine köstliche und traditionelle Süßigkeit, die in vielen Haushalten als Kaffeekuchen oder zur Teezeit serviert wird. Sie bestehen hauptsächlich aus gemahlener Mandel, Zucker, Eiweiß und Honig und sind von Natur aus glutenfrei und laktosefrei, was sie für viele Menschen mit speziellen Ernährungsbedürfnissen attraktiv macht. In diesem Artikel werden wir uns detailliert mit der Zubereitung dieser feinen Kekse beschäftigen, wobei wir uns ausschließlich auf Rezepte und Tipps aus vertrauenswürdigen Quellen stützen. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Herstellung und die Besonderheiten dieser italienischen Spezialität zu vermitteln.

Grundrezept für italienische Mandelplätzchen (Paste di Mandorla)

Zutaten (für ca. 20–30 Stück)

  • 250 g gemahlene, blanchierte Mandeln
  • 200 g Zucker (je nach Rezept auch Rübenzucker oder Puderzucker)
  • 2–3 Eiweiße
  • 1–2 TL Honig
  • ca. 3–4 EL Puderzucker zum Wälzen
  • Optional: geriebene Schale einer Zitrone oder Orangenschale
  • Optional: 2–4 Tropfen Bittermandelaroma

Zubereitung

  1. Teigvorbereitung:
    In einer Schüssel die gemahlene Mandel mit dem Zucker vermischen. Eiweiß, Honig und eventuell Zitronen- oder Orangenschale hinzufügen und alles mit einem Mixer oder per Hand zu einem glatten, klebrigen Teig verarbeiten. Es ist wichtig, dass das Eiweiß nicht vorher geschlagen wird – es wird einfach in den Teig eingearbeitet. Der Teig ist sehr kompakt und klebrig, was normal ist.

  2. Kühlung:
    Den Teig für 20–30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Dies hilft, dass er besser verarbeitbar wird und sich gut formen lässt.

  3. Backvorbereitung:
    Den Backofen auf 160–180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

  4. Formgebung:
    Mit einem Esslöffel portionsweise Teig (ca. 18–20 g) abstechen und zu Kugeln formen. Diese Kugeln werden dann im Puderzucker gewendet, sodass sie einen feinen Mantel aus Staubzucker erhalten. Anschließend werden die Kugeln auf das Backblech gesetzt.

  5. Backen:
    Die Kugeln mit Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger von oben nach unten drücken, sodass sie eine typische Dreiecksform annehmen. Die Kekse werden für etwa 10–12 Minuten gebacken. Sie sollten goldbraun, aber noch weich sein. Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

  6. Abkühlung und Aufbewahrung:
    Bei Raumtemperatur abkühlen lassen. Dabei werden die Kekse etwas fester, bleiben aber innen weich. Sie können in luftdicht verschlossenen Dosen aufbewahrt werden und halten sich so bis zu zwei bis drei Wochen.

Tipps zur Zubereitung

1. Die richtigen Mandeln wählen

Gemahlene Mandeln sind die Basis der Plätzchen. Es empfiehlt sich, blanchierte (also geschälte) Mandeln zu verwenden, da diese eine feinere Konsistenz und ein milderes Aroma haben. Alternativ können auch ganze, geschälte Mandeln in einer Küchenmaschine fein gemahlen werden.

2. Honig oder Agave-Sirup?

Der Honig verleiht dem Teig nicht nur eine leichte Süße, sondern auch eine feine, klebrige Konsistenz. Regionale Honige sind empfehlenswert, da sie ein authentisches Aroma liefern. Alternativ kann auch Agave-Sirup verwendet werden, obwohl er ein leicht anderes Geschmacksprofil hat.

3. Zitronen- oder Orangenschale

Die Schale einer Bio-Zitrone oder Orangenschale gibt dem Teig ein frisches Aroma und verfeinert das Mandelaroma. Es ist wichtig, dass die Schale unbehandelt ist, da behandelter Obst nicht den gewünschten Geschmack hervorbringt.

4. Puderzucker beim Wälzen

Der Puderzucker wird nicht in den Teig, sondern nur zum Wälzen der Kugeln verwendet. Dies sorgt für eine gleichmäßige Belastung des Teigs und verhindert, dass die Kekse beim Backen aneinander kleben.

5. Backzeit und -temperatur

Die Backzeit ist entscheidend: Die Kekse sollten goldbraun, aber noch weich sein. Wenn sie zu lang im Ofen bleiben, werden sie hart und verlieren ihre typische Weichheit. Ein Thermometer kann helfen, die optimale Reife zu prüfen.

6. Kühlung ist entscheidend

Nach dem Backen müssen die Kekse gut abkühlen. Sie werden erst nach dem Abkühlen fester, weshalb sie beim Entfernen aus dem Ofen noch relativ weich wirken können. Dies ist normal.

7. Alternative Aromen

Einige Rezepte empfehlen das Hinzufügen von Bittermandelaroma, Orangenblütenwasser oder Instant-Kaffee-Pulver, um das Mandelaroma zu variieren. Diese Aromen sollten jedoch sparsam verwendet werden, um nicht das Hauptmerkmal der Kekse zu überdecken.

Variationsmöglichkeiten

1. Bittermandelaroma hinzufügen

Einige Rezepte empfehlen das Hinzufügen von 2–4 Tropfen Bittermandelaroma, um den Geschmack zu intensivieren. Dies ist besonders in italienischen Rezepten gängig. Allerdings ist die Verwendung von Bittermandelaroma optional und kann je nach Geschmack weggelassen werden.

2. Mandelmehl statt gemahlener Mandeln

Wenn kein Mandelmehl verfügbar ist, können auch gemahlene Mandeln verwendet werden. Das Mahlen sollte jedoch fein genug sein, um eine gleichmäßige Konsistenz zu erreichen.

3. Zitronenöl oder Tonkabohne

Einige Rezeptvarianten verwenden Zitronenöl oder geriebene Tonkabohne, um den Geschmack zu verfeinern. Diese Aromen sollten jedoch in kleinen Mengen hinzugefügt werden, um den Mandelgeschmack nicht zu überdecken.

4. Kekse mit Mandelkerne oder Amarenakirschen

Für eine zusätzliche Note können Mandelkerne oder getrocknete Amarenakirschen in die Kekse integriert werden. Dies verleiht den Plätzchen eine zusätzliche Textur und ein intensiveres Aroma.

Nährwert und besondere Eigenschaften

Die italienischen Mandelplätzchen sind reich an Proteinen und gesunden Fetten, da sie fast ausschließlich aus Mandeln bestehen. Sie enthalten außerdem natürliche Zucker und sind gluten- und laktosefrei, was sie für viele Menschen mit speziellen Ernährungsbedürfnissen geeignet macht. Allerdings sind sie aufgrund der hohen Zuckermenge nicht unbedingt für Diabetiker empfehlenswert.

Geschmackliche Besonderheiten

Die Paste di Mandorla zeichnen sich durch eine weiche, saftige Konsistenz aus, die durch die Kombination aus Mandeln, Zucker und Honig entsteht. Der Geschmack ist mild und süß, mit einer leichten Frische durch die Zitronen- oder Orangenschale. Bei der Verwendung von Bittermandelaroma wird der Geschmack etwas intensiver und bitterer.

Kulturelle Hintergründe

Die italienischen Mandelplätzchen haben eine lange Tradition in Italien und sind besonders in der Advents- und Weihnachtszeit beliebt. Sie werden oft als Geschenk oder zur Teezeit serviert und sind in vielen italienischen Familien ein fester Bestandteil der Weihnachtsbäckerei. In einigen Regionen werden sie auch mit anderen Zutaten wie Zimt oder Kardamom kombiniert, um das Aroma zu variieren.

Fazit

Italienische Mandelplätzchen sind ein klassisches Rezept, das durch seine Einfachheit und Geschmackssinnlichkeit überzeugt. Sie eignen sich sowohl als Kaffeekuchen als auch als süße Versuchung zur Teezeit. Mit den richtigen Zutaten und der richtigen Zubereitung gelingt das Rezept auch in der heimischen Küche. Ob mit Zitronenabrieb oder Bittermandelaroma – es gibt viele Möglichkeiten, die Kekse zu variieren und den Geschmack nach eigenem Wunsch zu gestalten. Wer einmal ein richtiges Paste di Mandorla probiert hat, wird schnell verstehen, warum diese Kekse so beliebt sind.

Quellen

  1. waseigenes.com – Rezept für italienische Mandelplätzchen
  2. zuckerzimtundliebe.de – Rezept für sizilianisches Mandelgebäck
  3. wdr.de – Paste di Mandorla Rezept
  4. tinastausendschoen.de – Einfaches Rezept für italienische Mandel-Weihnachtsplätzchen
  5. ichmussbacken.com – Glutenfreies Rezept für Mandelplätzchen

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