Traditionelles Backen in Österreich: Rezepte und Techniken aus der "Vollpension"

Die Bedeutung des traditionellen Backens hat sich im Laufe der Zeit nicht verändert, obwohl modernere Kochtechniken und innovative Rezeptideen die kulinarische Welt beeinflussen. In Österreich – wie auch in anderen Teilen Europas – ist Backen weit mehr als nur die Zubereitung von Speisen; es ist ein Element des kulturellen und sozialen Erbes, das Generationen miteinander verbindet. Besonders in Programmen wie "Backen wie die Oma", das im Rahmen der Dokumentation "Vollpension" auf ServusTV gezeigt wird, kommen diese Werte lebendig.

In der Serie "Backen wie die Oma" wird ein wundervoller Einblick in die Welt des traditionellen Backens gegeben, basierend auf Rezepten und Techniken, die durch die Familien der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergegeben wurden. Ziel ist es, vertraute Gerichte in zeitgemäßer Form Revue passieren zu lassen, wobei der Fokus immer auf die authentischen Wurzeln gerichtet bleibt. Es handelt sich hierbei nicht um bloße Rezeptdarstellungen, sondern um die Vermittlung von Backkultur und -traditionen, die oft in der Ferne ihrer Herkunftsgemeinden entstanden sind und bis heute Bestandteile des österreichischen Erlebens bleiben.

Die Wurzeln des traditionellen Backens

Traditionelles Backen ist eng mit dem täglichen Leben, der Familie und den regionalen Besonderheiten verbunden. In Österreichs ländlichen Regionen, beispielsweise im Tiroler Unterland oder entlang der Südsteirischen Weinstraße, wird die Handwerkskunst durch Generationen weitergetragen. Diese Rezepte entstanden oft als Resultat von Kreativität in Zeiten knapper Ressourcen oder basierten auf der lokalen Verfügbarkeit bestimmter Zutaten. Die Serie zeigt, wie solche Mehlspeisen noch heute ihre Stellung als kulinarischer Eyecatcher in Familien- und Festtagstraditionen bewahren.

Ein hervorragendes Beispiel, das in den Quelltexten erwähnt wird, ist die Sachertorte, ein Kuchen, der in der heimischen Küche einen festen Platz einnimmt. Mit ihrer charakteristischen Rote-Grütze-Füllung und der speziellen Schokoladenkruste ist die Sachertorte nicht nur die Krönung eines Geburtstags- oder Weihnachtsbuffets, sondern auch ein Symbol des kulturellen Stolzes. In der Serie wird ein Rezept und Herstellungsverfahren gezeigt, das der historischen Rezepterprobung entspricht und gleichzeitig Tipps und Techniken hinzufügt, die moderne Hobbybäckerinnen und Hobbybäcker leicht anwenden können.

Rezept- und Backtechniken der Serie

Die "Backademie" der "Vollpension" setzt sich aus konkreten Rezepten zusammen, die von den Mitarbeitern mitgebracht worden sind und deren Nachkochen in der TV-Darstellung demonstriert wird. Diese Rezepte sind oft von hoher Komplexität, wodurch sie die Handwerksfertigkeiten der älteren Generation eindrucksvoll zum Ausdruck bringen. Es ist jedoch auch das Ziel dieser Sendungsreihe, Backschritte in ihrer Reinheit, aber auch in ihrer Verbesserung, ins Rampenlicht zu rücken.

So wird in der Serie geschmackvolle Kontraste zwischen einfachen Zutaten und exquisiten Endresultaten gezeigt. Bei der Zubereitung der Sachertorte aus der Folge vom 07.03.2021 ist beispielsweise zu beachten, dass das Backen nicht nur aus der Anordnung der Zutaten besteht, sondern auch aus präzisen Prozessen wie dem Kühlen des Tortenbodens nach dem Backvorgang, um die richtige Füllung aufzutragen, sowie der perfekten Vorbereitung der Schokoladenkruste.

Rezept für klassische Sachertorte (nach den Angaben der Serie)

Bevor wir die Technik genauer beleuchten, hierzu eine kurze Rezeptskizze, die in etwa den Originaldaten der Serie entspricht:

Tortenboden: - 300g Zucker - 300g Butter, weich - 6 Eidotter - 6 Eischneider - 300g Mehl - 150g Speisestärke - 20g Backpulver - 200g Schokolade (70% Kakao) - 200ml Sahne

Füllung: - 100g Gelatineblätter (ca. 1/2 TL Gelatinepulver) - 2 EL Zucker - 2 EL Zitronensaft - 1 TL Zimt - 250g Nüsse - 400g Sahne

Schokoladenkruste: - 250g dunkle Schokolade (70% Kakao) - 50g weiche Butter - 1 EL Zucker - 200g Puderzucker - ca. 100ml Sahne (zum Einrühren)

Zubereitung der Schokoladenkruste

Auf die Torte aus dem Backen wie die Oma wird die Schokoladenkruste aufgetragen, die als feiner Schriftzug oder Streifen in Erscheinung tritt. In den Bereichen, in denen sie eingeschmolzen wird, mischt der Kakaousbehang sich mit Buttermilch oder Sahne zu einer homogenen Massen, bevor sie an der Torte verteilt wird. Der Vorgang ist aufgezeichnet, sodass auch Zuschauerinnen und Zuschauer, die nicht unbedingt professionelle Backkenntnisse mitbringen, das Verfahren nachvollziehen können.

In der Folge wird zudem ein praktischer Tipp gegeben: Den Tortenboden vor dem Zugabe der Schokoladenkruste im Kühlschrank auskühlen zu lassen, damit die Kruste optimal hält und sich nicht ablöst. Dies ist ein Hinweis, wie moderne Anpassungen alte Backmethoden praxistauglicher machen können.

Backkultur in ländlichen Regionen

Backen wie die Oma ist nicht nur ein nostalgischer Rückblick auf die Kochkunst der Vor- und Urahnen, sondern auch ein aktives Einzeltreffen in der Region. In den umliegenden Regionen wie dem Mostviertel oder der Buckligen Welt ist das Backen eine zentrale Aktivität in sozialen Zusammenhängen. Traditionelle Mehlspeisen dienen oftmals als Essensgrundlage bei Festen, Hochzeiten und religiösen Gedenktagen. In diesen Siedlungen prägen Bräuche des Hauses und der Nachbarschaft oft die Art und Weise, wie Backrezepte abgewandelt und regional adaptiert werden.

In den Quellen wird beschrieben, wie in der Buckligen Welt (südliches Niederösterreich) der Name und Charakter dieses Gebiets in die Zubereitung traditioneller Backwaren einfliessen. In solchen Regionen ist nicht nur das Backen selbst, sondern auch die Art, in der es praktiziert wird, von hoher emotionale Bedeutung – es vermittelt einen sinnlichen Zugang zur Heimat.

Bräuche und Anfang des Winter-Backens

Auch wenn Herbst und Sommer in der Regel der ideale Zeitraum für die Zubereitung von Mehlspeisen sind, haben Winter-Backbräuche eine lange Geschichte. In Regionen wie dem Salzburger Lungau oder dem Tiroler Außerfern spielt das Backen zur Weihnachtszeit eine unverzichtbare Rolle. In den Serien, die sich mit den Themen "Tirol – Wo der Winter wohnt" und "Weihnachten wie's früher war" auseinandersetzen, wird deutlich, dass das Backen in den kalten Monaten ein Schwerpunkt zur Stärkung der Gemeinschaft ist. Alte und Jung arbeiten gemeinsam an Spezialitäten wie den traditionellen Keksen oder speziellen Lebkuchensorten, die für die traditionellen Vorweihnachts-Backkurse angesprochen werden.

In den Rezepten, die in solchen Dokumentationen vorgestellt werden, sind saisonbezogene Zutaten wie getrocknete Früchte, Nüsse, Gewürze (Zimt, Muskat, Nelke) prominent vertreten. Besonders ist anzumerken, dass diese Zutaten nicht immer leicht verfügbar oder in großer Menge vorhanden waren, doch die backende Generation fand Wege, mit was sie hatte, was Schönes und Festliches herzustellen.

Alte Handwerkskunst im Einklang mit modernen Techniken

Während es um traditionelles Backen geht, betont die Serie "Backen wie die Oma", wie solche Mehlspeisen dennoch durch moderne technische Möglichkeiten optimiert und bis in die Gegenwart gebrachte Rezepte sind. Es geht nicht darum, die alten Zeittechniken aufzugeben, sondern sie in eine Form zu gießen, die den heutigen Standard erfüllt und dennoch das ursprüngliche Konzept beibehält. Die Serie beleuchtet dies mit ihrer Vorgehensweise, Rezepte zu recherchieren, schrittweise zu erklären, und notwendigerweise auf Technik und Materialien des Alltags zurückzugreifen.

In der Folge "Am wilden Lech" wird auf alte Handwerkskunst zurückgegriffen, um zu zeigen, wie die Kombination von historisch geprüften Backgeräten und Materialien wie Holzbacköfen oder traditionelle Bräuche Einfluss auf das Endergebnis des Backens haben können. Ein solches Verständnis betont, dass Backkunst wie die Oma sie beherrscht, weit mehr als nur das Eintopfen in Blechdosen – sie ist ein kulturell überliefertes Wissen, ein handfester Akt und eine Ausdrucksform des regionalen Lebensgefühls.

Backenspielraum für Individualisten und Gemeinschaften

Es ist ein interessantes Phänomen, dass auch in den heute urbanisierten oder individualisierten Zeiten der individuelle Tisch als Mittelpunkt der Harmonie bleibt. In der Serie "Wien wart auf di!" wird dies besonders herausgearbeitet. Die Hauptstadt beherbergt Kulinariker, die altes Backhandwerk neu interpretieren, gleichzeitig aber nicht den Reichtum an traditionellen Rezepten und -techniken aus der Handlung ausschließen.

Dabei ist zu erwähnen: Die Kombination aus alt und jung funktioniert stets auf faszinierende Weise. Einerseits geht es um Rezepte, die meist bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgt werden können, andrerseits ist es immer der aktuelle Bäcker oder Hobbybäcker, der sie in den Prozess des Backens einbringt und verbessert. Das Resultat? Mehlspeisen, die sowohl den Geschmack der Familie bewahren als auch für moderne Backtechniken und -bedürfnisse passend sind.

Traditionelle Zutaten und ihre Verwendung

Die Verwendung bestimmter Zutaten spielt eine entscheidende Rolle, um den Charakter der Backwaren zu bewahren. In den Regionen wie dem Sarntal, wo die Serie "Speckrevoluzzer und Striezelkönigin" zu finden ist, wird dieses Prinzip besonders gut illustriert. Das Sarntal, ein Teil in Südtirol, hat eine einzigartige Kombination aus alpinen Handwerken und italienischen Einflüssen, was im Rezepte-Fundus und den verwendeten Zutaten nachweisbar ist.

Die Serie beleuchtet ausführlich, dass einige Mehlspeisen spezifische, regionale Ferment- oder Getreidesorten verwenden können, was dem Geschmack eine ganz eigene Note verleiht. Auch die Verwendung von traditionellen Backstiften oder Formen wird gelegentlich erwähnt. Solche Backformen, in die der Teig traditionsgemäß gegossen wird (wie der Backstift), verhindern, dass es bei der Formgebung zu Unregelmäßigkeiten kommt und geben den backenden Teigherstellern mehr strukturelle Sicherheit.

Die Bedeutung traditioneller Backtechniken für Kinder und Jugendliche

Traditionelles Backen bietet nicht nur einem Erwachsenenpublikum, das nostalgisch gesinnt ist, etwas Anekdotisches. Die Serie hat auch als Zielgruppe Familien, Kinder und Jugendliche, weshalb sie oft als Medium für Generationennähe gilt. In der Quelle wird erwähnt, dass das Generationencafé der "Vollpension" in den letzten Jahren zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt geworden ist. Darüber hinaus werden Online-Kurse angeboten, die jungen Zuschauern ermöglichen, traditionelle Rezepte aus alter Meisterbäckerei nachzuvollziehen. In einer modernen Zeit, in der digitale Medien und industrielle Lebensmittelprodukte einen hohen Stellenwert haben, hat traditionelles Backen für Kinder einen gewissen Rituellen Aspekt – man bezieht sie in den Familienspaß ein, der nicht nur den Hunger stillt, sondern ihnen zudem Werte, wie Aufmerksamkeit oder Geduld, vermittelt.

Die Integration von Backcafé in die Gemeinschaft

In der Region rund um die "Almgeschichten - Vom Leben ganz oben"-Sendung wird belegt, dass das Backen ein Ideal ist, um Gemeinschaft zu fördern. Die Integration in die Alm- und Lebensrealität Tirols ist hierbei exemplarisch. In einem solchen Umfeld erlernt man nicht nur, wie man traditionelle Mehlspeisen zubereitet, sondern auch, wie man sie in den Alltag integriert und die Verfeinerung des Geschmackes versteht. Dabei ist Backen auch ein symbolischer Ausdruck von Pflege von Traditionen, ganz gleich, ob es um Kekse, Torten oder schlichte Brötchen geht.

In Tirol, dem österreichischen Bundesland, das durch die "Vollpension" mehrmals thematisiert wurde, ist es durchaus üblich, dass Kinder und Jugendliche am sogenannten Almauftrieb teilnehmen – bei dem sie meist im Vorfeld an verschiedenen Backvorbereitungen beteiligt sind. Diese Tätigkeiten geben ihnen nicht nur praxisnahe Kenntnisse, sondern auch das Gefühl der Verbindung zur Heimat.

Innovation im Backen im Einklang mit Tradition

Obwohl die Serie "Backen wie die Oma" sich stark auf die Vollpension und ihre Backtricks konzentriert, hat sie keine Scheu vor der Modernisierung der traditionellen Rezepte. So wird Wert darauf gelegt, alte Rezepte zu adaptieren, ohne die Qualität oder den ursprünglichen Geschmack zu beeinträchtigen. In den Quelltexten wird beispielsweise erwähnt, dass praktische Backtricks zur Verfügung gestellt werden, darunter z.B.:

  • Backen im Voraus und Lagerung von Mehlspeisen
  • Die richtige Auswahl der Schokoladen für die Kruste
  • Die Konservierung von Früchten und Nüssen zum späteren Verwenden
  • Die Verwendung alternativer Weise von Gelatine, um die Rezepte vegan zu machen

Diese Anpassungsmöglichkeiten beweisen, dass Backen wie die Oma auch für zeitgenössische Erwartungen und Anforderungen wie Vegetarismus, Allergien oder Zeitmanagement relevant bleiben kann.

Backkurse: Einstieg in die Meisterklasse

Die "Backademie" der "Vollpension" ist als Online-Plattform für praxisbasierte Backvorkurse entwickelt worden. Aufbauend auf der Serie werden hier Video-Kurse angeboten, die es ermöglichen, die Backtechniken in die eigene Küche zu übertragen. Es wäre zwar zu weit gegriffen, von einer "Meisterklasse" zu sprechen – dennoch erfüllen die Online-Module den Anspruch, die Grundhandgriffe und Techniken für Jedermann nutzbar zu machen.

Besonders wird in diesen backrelevanten Dokumentationen betont, dass nicht jede/r Meister/in sein muss, um eine traditionelle Mehlspeise zu backen oder zuzubereiten. Es genügt oft, einiges an Geduld zu zeigen und die Ratschläge – wie beispielsweise die im Kurs vorgestellten – nachzustudieren. Dies zeigt einen positiven Ansatz der Serie: das Backen als leicht verständlichen Prozess darzustellen, der jeder Familie und Altersteilnehmenden zugänglich ist.

Die Rolle des Backens in der Bekämpfung von Vereinsamung

In den Quelltexten wird mehrfach erwähnt, dass die "Vollpension" aktiv gegen Altersarmut und Vereinsamung vorgeht. Das Backen und Lernen von traditionellen Rezepten ist hierbei ein sinnliches Zeichen für Verbindung. Durch das Austauschen und die Teilnahme am Backvergnügen können ältere Menschen ihre Erinnerungen und Kenntnisse für alle – Jung und Alt – zur Verfügung stellen.

In mehreren Folgen ist es zu beobachten, dass Kind und Jugendliche als Nachwuchsgenießer dabei begleiten, wie ihre Vorahnen backen. Mit der Aktivität „backen wie die Oma“ entsteht eine gemeinsame Aktion mit der Generationenverbundenheit als Hintergrund. Es ist anzunehmen, dass die Serie – zusammen mit diesen Backkursen – eine emotionale Verbindung herstellt, die weit über die rein kulinarische Erfahrung hinausgeht.

Backkunst in touristischen Zonen

Auch in touristischen Regionen wie der Wachau oder dem Mölltal wird Backen wie die Oma aufs Neue thematisiert. Die Wachau, als das von der UNESCO ausgewiesene Kulturlandschaft, beherbergt Backtrachten und kulinarische Spezialitäten, die touristisch wertvoll sind. Im Rahmen der Serie wird Richard Deutinger, Experte in musikalischen und kulinarischen Aufführungen, unterwegs genossen, um auch dort, wo die traditionelle Handwerkskunst auf städtische und internationale Touristen trifft, das Backen zu beleben.

In solchen Regionen ist es oft so, dass das Backen nicht nur für den heimischen Bedarf, sondern auch für Touristen herangezogen wird. Dieser Aspekt zeigt, dass traditionelles Backen sehr wohl eine ökonomische Rolle in diesen touristischen Regionen spielt und es Tourismus-Berichterstattung wie „ServusTV“ idealerweise verknüpfen kann.

Regionale Besonderheiten in Backrezepten

Tiroler Backtraditionen

In Tirol war es stets Tradition, im Winter die meiste Zeit in der Küche zu verbringen, um das Haushaltswirtschaft-Regime aufrechtzuerhalten. Dabei entstanden Rezepte, die aus lokalen Ressourcen – wie z.B. Wild, Äpfeln und Nüssen – gearbeitet wurden. In der Serie wird dies beispielsweise bei der Tiroler Nuss- oder Apfelschote genauer angesprochen, wobei auch hier wieder die Vollpension-Backtricks als moderner Schliff hinzugefügt werden.

In der Sendung "Vom Wilden Kaiser bis zum Achensee" wird beobachtet, wie spektakuläre Landschaften und der alltägliche Umgang mit alpinem Klima direkt in Backrezepte eingeflossen sind. So werden zum Beispiel Lebkuchen, die aus der Tiroler Hochgebirgsnahrung inspiriert wurden, vorgestellt.

Mostviertler Rezeptkultur

Im Mostviertel, zwischen Ybbs und Wienerwald, werden Backrezepte oft genutzt, um kulturelle Identität und Einsatzbereitschaft in der Gemeinschaft zu zeigen. Mit der Region, die für Most, alpenländische Kultur und Bergbauern, aber auch für musikalisches Leben bekannt ist, sind Backrezepte in der Regel mit musikalischen Traditionen verbunden oder zu solchen Anlässen hergestellt. In einer Folge wird beispielsweise eine Backaktion direkt vor einem Konzert gezeigt – eine Fusion von Lebenskunst und kulinarischem Handel.

Die Bucklige Welt als Vorbild für authentisches Backen

Im südlich gelegenen Niederösterreich, genauer gesagt in der Buckligen Welt, spielen nicht nur die hügeligen Naturlandschaften eine Rolle, sondern auch das konzertierte Backen im Dorfleben, das durch Serienvorstellungen aufgezeigt wird. Das Backen dient oft als ein Mittel, Traditionen und Bräuche der Region zu bewahren, sei es um Eintanzmädchen-Rabattbräuche, Gemeinschaftsessen oder Festtagsbacken.

In diesen Regionen ist das Backen auch oft mit dem Erhalt der lokalen Genusskultur, wie z.B. dem Backen in alten Öfen oder mit handgemachten Backformen, verbunden.

Generationsübergreifendes Backen: Eine Chancenanalyse

Bei der Betrachtung der Sendungen, die sich auf "Backen wie die Oma" konzentrieren, fällt eine klare Botschaft für intergenerationelle Erfahrung auf. Backen ist nicht nur ein handwerklicher Vorgang, sondern es ist eine intergénérationnelle Aktivität, die es ermöglicht, Kenntnis zu vermitteln und Erinnerungen zu bewahren. Dass der "Generationencafé"-Betrieb ein wichtiges Element in der Förderung von Geselligkeit ist, steht außer Zweifel. Der Charme besteht darin, dass die jüngeren Zuschauer nicht nur zusehen, sondern auch teilhaben können – was eine zentrale Rolle für die moderne Familie spielt.

Ein weiteres positives Aspekt ist, dass diese Vorkurse aus der Ferne durch das Internet beabsichtigen, Traditionen und Methoden lebendig zu halten. Die Serie ist im digitalen Zeitalter ein Schwerpunkt, um traditionelle Lebenskunst weiterzugeben.

Dialekt und Backkultur: Eine sprachliche Ergänzung

Besonders in der Tiroler- und Südtiroler Kultur spielt die Mundart eine entscheidende Rolle. In der Serie "Fetznschädln und Schmotzgoggln" werden kulturelle Einblicke durch die Verwendung von Aberglaube, Dialekt und Traditionssprüchen gegeben. Bei Backenszenen wird mancherorts auch so ein sprachliches Element durch Mundart oder regionale Redewendungen vermittelt, wodurch der Authentizitätsaspekt besonders lebendig wird. Die Serie fügt hier den Aspekt des „Anbandelns“ – ein traditionsgemäßes Konzept der Rückverbindung zur Familie und Heimstätte – hinzu, das den Zuschauerinnen zudem ermöglicht, den Alltag der Backenden in einem sinnlichen und emotionalen Kontext zu verstehen.

Backen wie die Oma – Ein praktischer Leitfaden

Neben der Vermittlung von Emotionen und Identitätsaspekten blickt die "Backademie" auch in die Welt der wissenschaftlich abgesicherten Backtechniken und –materialien. In folgende Praxistipps wird auf wissenschaftlicher Grundlage (auch durch ServusTV überliefert), was zum Erreichen eines perfekten Backresultats notwendig ist:

  • Backtemperatur: Viele Rezepte basieren auf Backtemperaturen im Bereich von 170°C bis 190°C. Es ist entscheidend, Temperatur und Zeit korrekt zu messen.
  • Form und Größen: Es wird empfohlen, hohe Tortenformen oder eckige Kuchenformen zu verwenden, um eine homogene Teigverteilung und eine gleichmäßige Backung zu gewährleisten.
  • Pflege der Backöfen: Traditionelle Backöfen, die in einigen Regionen weiterhin verwendet werden (z.B. Holzbacköfen in den Almen), benötigen vorbereitendes Vorgehen wie Wärmeerzeugung mit Holz, Schichtweise Anheizen, und Nachwärmen für ein optimales Bratrezept-Ergebnis.
  • Backkronologik: Das Prinzip, mehrere Etagen und Schichten zu backen und kühlen, ist eine zweckdienliche Methode, um Mehlspeisen von hoher Stabilität und Geschmackskomplexität zu gewährleisten.

Die Zukunft der Backkunst in der Familie

Die Frage, was die Serie „Backen wie die Oma“ für die Zukunft des traditionellen Backens bedeuten könnte, ist auch in den Quellen thematisch erwähnt. Es wird betont, dass solche TV-Dokumentationen einen wertvollen Schritt darstellen, um Backkunst und Kulinarik im Familien- und Kursangebot weiterzutragen. In jüngeren Jahren, wie in der Episode "Ein Sommer im Saalachtal", werden Initiativen vorgestellt, die unter dem Motto „Traditionen wachhalten“ aufgesetzt sind. Man beobachtet, wie etwa eine Jodelschule eröffnet wird, die in der gleichen Region stattfindet, da beide, Jodeln und Tortenbacken, typische kulturelle Ausdrucksmittel sind.

In diesem Sinne wird Backkultur als Bestandteil eines breiten kulturellen Aushängeschilds verstanden. Sie bietet nicht nur den kreativen Abschluss eines Tages, der im Haushalt lang und arbeitsreich gewesen ist, sondern auch einen Auffang für die Freude, die man als Familie oder Einzelner auf den Kuchen herüberträgt.

Backen als kulturelle Brücke

Im gesamten kulturhistorischen Kontext ist Backen eine Form des Kulturbehalts. In Regionen, die traditionell von der Landwirtschaft geprägt sind – wie das Salzburger Lungau oder das Kärntner Rosental – ist das Backen wie die Oma eine Angebotskultur von Gemeinschaftserleben, wo auch der Einzeltourist, aber vor allem die heimischen Familien, profitieren. Die Serie ist jedoch nicht bloß eine kulturell-touristische Werbung, sondern hat vielmehr das Ziel, durch das Backen zu Veränderung, Einführen und Wiederherstellen von Werten beizutragen.

Es ist wichtig zu bemerken, dass es zudem in der heutigen Zeit immer mehr initiatives Projekt, die den Zusammenhalt in der Familie über Backaktionen stärken. Diese Projekte ermutigen junge Zuschauer und Betreuer, sich an Backvorbereitungen aktiv zu beteiligen, sei es im Kinderturnverein, im Kirchtag oder im Almleben. In diesen Strukturen bleibt die Mehl- und Schokoladenarbeit als Kommunikationsmittel mit hohem Potential.

Ethische und nachhaltige Aspekte traditionellen Backens

Die Serie „Backen wie die Oma“ betont zwar nicht explizit, wie ein ethisch oder nachhaltig orientiertes Backen gelebt wird, zeigt aber durch verschiedene Handlungen, dass es in Österreich immer wieder Werte gibt, wie Regionalität, Nachhaltigkeit und Fairness. So wird in der Region "Vom Wilden Kaiser bis zum Achensee" das Backen in Kooperation mit lokalen Bauern und Erzeugern praktiziert. Es ist üblich, dass Backen als Einlage zur lokalen Lebensmittelwirtschaft herangezogen wird. Dadurch wird nicht nur die Geschmackskultur, sondern auch die ökologische und ökonomische Verantwortung gezeigt.

Dies ist auch angesichts der weltweiten Bewegung zur Ernährungsveränderung in nachhaltige Richtungen wertvoll. Traditionelles Backen, gekoppelt mit regional erzeugten Zutaten, hat einen hohen Stellenwert in der heutigen Wahrnehmung, das sich auch in den Folgen der "Vollpension" spiegelt. Es wird nicht verdrängt, dass traditionelles Backen immer stärker in einen Gesundheitskontext zu betrachten ist, vor allem bei Mehlspeisen mit hohem Zuckergehalt wie die Sachertorte. Hier zeigt die Serie, wie Backtricks durch die Verwendung alternativer Zuckerquellen genutzt werden können.

Einblick in die Rolle des Schokoladenkuchens in der Backkultur

Schokoladenkuchen, und genauer die Sachertorte, ist ein zentrales Element, das in der Serie thematisiert wird. Sie ist nicht nur ein Festtagskuchen, sondern auch Teil des kulturellen Alltags in Österreich, sei es am Kaffeetisch oder am Familientisch. Im historischen Kontext hat die Sachertorte ihre Anfänge bereits in der Zeit des Biedermeier, was die Serie in einer Anmerkung erwähnt. Wird sie heute in fast identischem Grundbestand gebacken? Oder gab es kreative Veränderungen, die der Serie entnommen werden können? Die Dokumentationen enthalten keine genauen historischen Verweise, die über die ursprüngliche Rezeptentwicklung hinausgehen, sodass die historischen Hintergründe zum Teil unklar bleiben.

Es bleibt jedoch eindeutig, dass die Zubereitung und Veredelung der Torten durch mehrere Schichten, die aus dem Kuchen selbst und der Füllung bestehen, eine Art von kreativem Handwerk darstellt. Es verlangt nicht nur Backgeschick, sondern auch gestalterische Begabung, was in der Beschreibung der Torte hervorragend dargestellt wird. Zudem wird betont, dass das Backen von Mehlspeisen eine Form der Aushandlung mit Zeit und Genießerfreude ist – ein Aspekt, der insbesondere im westlichsten Winkel Tirols besonders präsent ist.

Interkultureller Ansatz und Regionaler Stolz

Backen wie die Oma ist ein interkultureller Mix. Im Kursangebot der Serie wird auch Südtirol, Tirol und Kärnten mit einander vermengt. Jede Region bringt ihre eigene Note hinzuzufügen – ob im Sarntal mit seiner Einheit aus tierischen und vegetarischen Backvarianten oder in der Wachau, wo Backen direkt mit Wein- und Bierproduktionen verwoben ist. Die Serie ist daher auch ein Einblick in die soziokulturelle Bandbreite, die nicht nur regionaler Stolz, sondern auch offene Anerkennung für kulturelle Unterschiede widerspiegelt.

Im österreichischen Rückhalt wird ebenfalls ein respekt-volles Umfeld geschaffen, in dem jede Form des Backens akzeptiert und gefördert wird, gleich, ob sie sich auf den alten Handel oder die neue Welle der „Einstiegerschwestern“ (Backkurs für Einsteiger) stützt.

Der Alltag im Backen

Backen wie die Oma vermittelt nicht nur das Praktische, sondern auch das Alltägliche, das oft unterschätzt wird. Es wird beschrieben, dass es in manchen Regionen zur regelmäßigen Routine gehört, beispielsweise am Montag Apfelschote backen, am Mittwoch eine Waldmeister-Torte, an den Samstagen ein Kuchen mit regionaler Schichtung, der für das Sonntag-Brunch genutzt wird. So entsteht ein wochentypischer Zeitplan im Haushalt, der es ermöglicht, die Mehlspeisen mit dem Leben abzustimmen.

In einer heutigen Zeit, in der Essenseinheit in vielen Familien oft vernachlässigt wird, ist das regelmäßige Backen in einem generationsgeführten Haushalt oft der letzte Anker des kulturellen Alltages. Die Serie leistet damit einen wertvollen Beitrag dafür, den kulturpolitischen Aspekt des Lebensstils, der durch das Backen definiert wird, in das alltägliche Leben der Zuschauer zu übertragen.

Technik- und Backveredelung: Ein zentraler Aspekt

Die Backveredelungen in der Serie sind stark detailorientiert. So wird beispielsweise das Verfahren zur Herstellung der Schokoladenkruste auf einer Torte, etwa in der Sachertorte, nicht nur beschrieben, sondern aus der praktischen Erfahrung vorgeführt.

Einige Backveredelungsmöglichkeiten der Serie: - Zugabe von Schokolade aufgebraten mit Buttermilch, um die Kruste „einschmolzen“ zu lassen - Einschicht-Techniken in Mehlspeisen, wie beispielsweise das Verwenden der Kirschtorte oder Apfelschote mit mehreren Böden - Verwendung eines Handwerks, das manchmal verloren gegangen ist, wie das formgebende Backen auf Holzbackstifte - Kühllagen zur Gewährleistung von mehlspeisigem Zusammenhalt, die z.B. bei Kirschen- oder Schoko-Nuss-Torten genutzt wird

In diesen Punkten wird deutlich, dass das "Backen wie die Oma" mehr als nur ein Schaubild der Vergangenheit ist – es ist eine Anleitung für die Zukunft.

Ein Überblick über Back-Regionen in Österreich

In den Sendungsweisen wird man immer wieder in Kontakt mit Regionen gebracht, in denen Backkunst sich in verschiedenen Formen und Traditionen manifestiert. Der Grundgedanke dabei ist, dass jede Region ihre eigene Variante des Backens hat – die Serie bringt diese Vorlieben

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