Omas Spitzbuben Rezept – Traditionelle Weihnachtsplätzchen mit Marmeladenfüllung
Die Spitzbuben sind ein klassisches Weihnachtsgebäck, das sich seit Jahrzehnten in vielen Haushalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz großer Beliebtheit erfreut. Sie bestehen aus zwei Mürbeteighälften, wobei die obere Hälfte ein charakteristisches Loch aufweist, durch das die Füllung sichtbar wird. Traditionell wird rotes Johannisbeergelee verwendet, doch auch andere Marmeladen oder Brotausstriche wie Nutella oder Nussmus sind beliebte Alternativen. Die Herstellung der Spitzbuben erfordert einiges an Präzision, ist aber durch die einfache Anleitung gut nachvollziehbar – besonders für Hobbybäcker. In diesem Artikel wird Omas Spitzbuben Rezept ausführlich vorgestellt, wobei sowohl die Zutaten, als auch die Schritt-für-Schritt-Anleitung detailliert beschrieben werden. Zudem werden Tipps zur Lagerung, zu möglichen Abwandlungen und zu den historischen Wurzeln des Rezeptes gegeben.
Das Wichtigste an Omas Spitzbuben Rezept: Der Spitzbuben Teig!
Der Teig ist der Schlüssel zur perfekten Spitzbubenherstellung. Er besteht aus Mehl, Zucker, Salz, Zitronenabrieb, Vanillezucker, Eigelb, Butter und Puderzucker. Ein entscheidender Tipp ist, dass der Teig vor dem Ausrollen eine Kühl- und Ruhephase benötigt. Dies hilft dabei, die Konsistenz zu stabilisieren und verhindert, dass der Teig sich beim Ausstechen zu sehr verzieht oder klebrig wird. Die Ruhezeit im Kühlschrank sorgt auch dafür, dass sich die Fette im Teig gut verteilen und der Teig eine gleichmäßige Struktur erhält. Bei zu warmem Teig kann es hingegen vorkommen, dass der Teig klebrig wird und sich schwer verarbeiten lässt. Um dies zu vermeiden, sollte der Teig mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.
Zutaten und Zubereitung: Omas Spitzbuben Rezept
Zutaten
Für den Teig:
- 400 g Mehl
- 120 g Zucker
- 1 Prise Salz
- Abrieb einer Bio-Zitrone
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 Eigelb
- 250 g Butter (zimmerwarm)
- 2 EL Puderzucker
Für die Füllung:
- Brombeergelee
- Puderzucker (zum Bestäuben)
Backzeit und Temperatur
- 10 Minuten bei 170°C Umluft
Anleitung
Teig vorbereiten:
- In eine Schüssel Mehl, Zucker, Salz, Zitronenabrieb, Vanillezucker und Puderzucker geben.
- Die Butter in kleine Stücke schneiden und unter das Mehlmischung kneten, bis eine cremige Konsistenz entsteht.
- Das Eigelb hinzufügen und alles gut vermengen.
- Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Teig ausrollen:
- Nach der Ruhezeit den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer ca. 5 mm dicken Schicht ausrollen.
- Mit einem Spitzbuben-Ausstecher die Plätzchen ausstechen. Dabei die runden Plätzchen und die gelochten Plätzchen trennen.
Backen:
- Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
- Den Ofen auf 170°C Umluft vorheizen.
- Die Plätzchen für ca. 10 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Sie sollten nicht bräunen.
- Die Plätzchen aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.
Füllung vorbereiten:
- Die Brombeergelee kurz in der Mikrowelle erwärmen und gut durchrühren, bis sie glatt und dickflüssig ist.
- Die runden Plätzchen mit der Konfitüre bestreichen.
- Die Plätzchen mit Loch mit gesiebtem Puderzucker bestäuben und vorsichtig auf die gefüllten Plätzchen setzen.
Tipps zur Lagerung und Aufbewahrung
Ein wichtiger Hinweis lautet, dass Spitzbuben nicht mit anderen Mürbeplätzchen in einer Dose gelagert werden sollten. Da die Konfitüre die Kekse feucht macht, können andere Plätzchen weich werden und ihre Konsistenz verlieren. Es ist empfohlen, die Spitzbuben in einer luftdichten Verpackung aufzubewahren, damit sie ihre Form und Konsistenz erhalten. Zudem sollten sie nicht zu lange gelagert werden, da die Füllung im Laufe der Zeit die Kekse durchfeuchten kann.
Abwandlungen des Rezeptes
Marmeladenvariante
Traditionell werden Spitzbuben mit rotem Johannisbeergelee gefüllt. Alternativ kann jedoch auch jede andere Marmelade verwendet werden, je nach Geschmack. Bevorzugt man beispielsweise Aprikosenkonfitüre, Kirschkonfitüre oder Himbeergelee, kann diese problemlos als Füllung verwendet werden. Wichtig ist jedoch, dass die Marmelade dickflüssig genug ist, um die beiden Teighälften zusammenzuhalten. Ist die Konfitüre zu flüssig, kann sie vor dem Verwenden kurz in einem Topf erwärmt und durchgerührt werden, um die Konsistenz zu verbessern.
Brotausstriche als Füllung
Eine weniger traditionelle, aber dennoch leckere Alternative ist die Verwendung von Brotausstrichen als Füllung. Nutella, Nusmus oder auch Nougat können eine köstliche Abwechslung bieten. Da diese Füllungen allerdings nicht so fest sind wie Marmelade, ist es wichtig, sie vor dem Bestreichen der unteren Kekshälfte leicht zu erwärmen, damit sie besser haften. Zudem sollte die obere Kekshälfte nicht zu stark belastet werden, um das Zusammenfallen der Spitzbuben zu verhindern.
Historische Hintergründe
Die Herkunft des Namens „Spitzbuben“ ist auf das 19. Jahrhundert zurückzuführen. Durch das Loch in der oberen Kekshälfte konnte man in die Füllung „spionieren“, was zu einem Witz führte: „Spitzbuben“ bezeichnete damals jemanden, der herumschnüffelte oder spionierte – ähnlich wie ein Spitzel. Daher ist der Name für diese Plätzchen entstanden. Alternativ werden die Kekse auch als „Linzer Augen“ bezeichnet, was auf ihre Herkunft in der Stadt Linz zurückgeht. In einigen Regionen werden sie auch „Berchtesgadener Spitzbuben“ genannt, was auf die Herkunft des Rezeptes aus der Region um den Chiemsee zurückgeht.
Weitere Rezeptideen für Weihnachtsgebäck
Wenn man nach weiteren Rezepten für Weihnachtsgebäck sucht, gibt es zahlreiche Alternativen. Besonders beliebt sind Vanillekipferl, die ebenfalls aus Mürbeteig bestehen und mit Zucker bestäubt werden. Wer es süßer und cremiger mag, kann auch einen Toffee Spekulatius Cheesecake oder einen Bratapfel Spekulatiuskuchen ausprobieren. Diese Rezepte sind nicht nur lecker, sondern auch ideal, um das Weihnachtsgebäck abwechslungsreich zu gestalten.
Vorteile von Omas Spitzbuben Rezept
Ein Vorteil von Omas Spitzbuben Rezept ist die einfache Herstellung. Die Zutaten sind leicht erhältlich und der Teig lässt sich gut verarbeiten, wenn er ausreichend gekühlt wurde. Zudem ist die Formgebung durch das Ausstechen mit dem Spitzbuben-Ausstecher kinderleicht und eignet sich gut für Familien, die gemeinsam backen möchten. Zudem ist das Rezept sehr flexibel und lässt sich an individuelle Geschmäcker anpassen, indem beispielsweise die Füllung variieren kann. Zudem ist das Rezept ideal, um Weihnachtsgebäck herzustellen, das sowohl optisch ansprechend als auch lecker ist.
Herausforderungen bei der Herstellung
Trotz der einfachen Anleitung gibt es ein paar Herausforderungen, die beim Backen von Spitzbuben beachtet werden sollten. Erstens ist es wichtig, dass der Teig ausreichend gekühlt wird, um eine gleichmäßige Konsistenz zu gewährleisten. Zweitens ist es notwendig, dass die Plätzchen nicht zu lange im Ofen bleiben, da sie sonst bräunen und ihre Konsistenz verlieren. Drittens kann es schwierig sein, die Füllung gleichmäßig zu verteilen, sodass sie nicht aus den Keksen herausfällt. Um dies zu vermeiden, sollte die Konfitüre vor dem Bestreichen gut erwärmt und glatt gerührt werden. Zudem ist es wichtig, dass die Plätzchen vollständig ausgekühlt werden, bevor sie zusammengefügt werden, um ein Zusammenfallen oder ein Verrutschen zu verhindern.
Fazit
Omas Spitzbuben Rezept ist ein Klassiker des Weihnachtsgebäcks, der sich durch seine einfache Herstellung und die leckere Marmeladenfüllung auszeichnet. Der Teig ist gut verarbeitbar und lässt sich gut ausstechen, wenn er ausreichend gekühlt wurde. Zudem ist das Rezept flexibel und lässt sich an individuelle Geschmäcker anpassen, indem beispielsweise andere Marmeladen oder Brotausstriche verwendet werden. Bei der Lagerung ist jedoch darauf zu achten, dass die Spitzbuben nicht mit anderen Plätzchen in einer Dose gelagert werden, da die Füllung die Kekse weich macht. Insgesamt ist das Rezept ideal für Familien, die gemeinsam backen möchten, und eignet sich gut, um das Weihnachtsgebäck abwechslungsreich zu gestalten. Mit etwas Übung und der richtigen Vorbereitung können Spitzbuben zu einem festlichen Höhepunkt der Weihnachtsbäckerei werden.
Quellen
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