Omas Russischer Zupfkuchen: Klassisches Rezept, Tipps und Anpassungsmöglichkeiten

Der russische Zupfkuchen, in vielen Familien ein Klassiker der Kaffeetafel, vereint die Würzigkeit eines Schokoladenkuchens mit der cremigen Textur eines Käsekuchens. Seine besondere Struktur entsteht durch die sorgfältig gezupften Stücke des Mürbeteigs, die auf der Quarkmasse liegen. Obwohl der Kuchen als „russisch“ bezeichnet wird, stammt er ursprünglich aus Deutschland und ist dort als „Deutscher Quarkkuchen“ bekannt. In der heimischen Kuchenszene hat er sich durch seine Einfachheit, die Vielfältigkeit seiner Zubereitungsweisen und die Kindheitserinnerungen, die er auslöst, einen festen Platz erobert.

In diesem Artikel werden das traditionelle Rezept, die Zubereitungsweise, die verwendeten Zutaten sowie praktische Tipps für die Herstellung detailliert beschrieben. Darüber hinaus werden Anpassungsmöglichkeiten für verschiedene Anlässe wie Ostern, Geburtstage oder einfach als saisonales Highlight vorgestellt. Alle Informationen basieren auf den Rezepten und Anleitungen aus vertrauenswürdigen Quellen, die im Folgenden genannt werden.


Ursprung und Rezeptcharakteristik

Der russische Zupfkuchen hat eine besondere Geschichte, die nicht nur auf die Zutaten, sondern auch auf seine Herkunft zurückgeht. Laut den bereitgestellten Materialien stammt das Rezept für Omas Zupfkuchen nicht aus Russland, sondern aus Deutschland. In Russland ist dieser Kuchen unter dem Namen „Deutscher Quarkkuchen“ bekannt, was den kulturellen Einfluss der Deutschen auf die russische Kuchentradition unterstreicht.

Die Grundstruktur des Kuchens besteht aus drei Komponenten: einem Schokoladen-Mürbeteigboden, einer cremigen Quarkmasse und gezupften Schokoteigstücken auf der Oberfläche. Der Teig wird meist in einer Springform gebacken, wodurch ein gut formbarer und saftiger Kuchen entsteht. Die Quarkmasse erhält ihre cremige Konsistenz durch die Kombination aus Quark, Butter, Eiern, Zucker, Vanillemark oder Zitronenaroma sowie Stärke oder Vanillepuddingpulver.

Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die Verwendung von Kakaopulver in Teig und Füllung, was dem Kuchen seine typisch schokoladige Note verleiht. Die Zugabe von Zitronenzesten oder Eierlikör in speziellen Anlässen bietet eine fruchtige oder aromatische Abwechslung.


Zutaten und Mengenangaben

Die genauen Zutaten des russischen Zupfkuchens variieren leicht je nach Quelle, doch die grundlegenden Komponenten sind in allen Rezepten weitgehend identisch. Im Folgenden sind die Zutatenlisten aus den vertrauenswürdigen Quellen zusammengefasst:

Für den Mürbeteig (Beispiel aus Quelle 1):

  • 500 g Mehl
  • 300 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Vanilleschote (Mark)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 50 g Backkakao
  • 2 Eier

Für die Quarkmasse (Beispiel aus Quelle 1):

  • 1,5 kg Quark
  • 100 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 5 Eier
  • 1 Bio-Zitrone (Schale und Saft)

Für den Mürbeteig (Beispiel aus Quelle 2):

  • 300 g Mehl
  • 200 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 25 g Kakaopulver
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • ggf. einige EL Wasser

Für die Quarkmasse (Beispiel aus Quelle 2):

  • 3 Eier
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
  • 50 g Butter
  • 750 g Quark
  • 30 g Speisestärke
  • 1/2 Zitrone (Schale und Saft)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz

Für den Mürbeteig (Beispiel aus Quelle 4):

  • 250 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 2 Eier
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver (15 g)
  • 50 g Backkakao
  • 1 Prise Salz

Für die Quarkmasse (Beispiel aus Quelle 4):

  • 250 g Zucker
  • 3 Eier
  • 1 kg Magerquark
  • 1 Vanilleschote
  • 50 g Stärke
  • 125 g Butter (zerlassen und abgekühlt)
  • 200 g Sahne

Die Mengen der Zutaten variieren je nach Rezept, jedoch bleibt die Grundstruktur gleich: Butter, Zucker, Eier, Mehl und Kakaopulver für den Teig, Quark, Zucker, Eier, Vanillemark oder Zitronenaroma sowie Stärke oder Puddingpulver für die Füllung.


Zubereitung: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Zubereitung des russischen Zupfkuchens ist in drei Hauptphasen unterteilt: Vorbereitung des Mürbeteigs, Herstellung der Quarkmasse und die Kombination beider Komponenten im Backofen. Im Folgenden ist eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung basierend auf den bereitgestellten Rezepten dargestellt:

Schritt 1: Mürbeteig herstellen

  1. Zutaten vermengen: Butter und Zucker mit einem Rührspatel oder Handrührer schaumig rühren. Die Eier kurz unterrühren.
  2. Mele, Kakaopulver, Backpulver und Salz hinzufügen: Diese trockenen Zutaten werden der Schutzteigmasse hinzugefügt und gut untergeknetet.
  3. Teig formen: Der Teig wird mit den Händen zu einer Kugel geformt, in Frischhaltefolie gewickelt und ca. 30 Minuten im Kühlschrank kaltgestellt.

Schritt 2: Quarkmasse herstellen

  1. Eier und Zucker verquirlen: Eier und Zucker werden in einer Schüssel mit einem Schneebesen oder Rührgerät vermischt.
  2. Quark und Aromen hinzufügen: Vanillemark, Vanillepuddingpulver oder Zitronenscheiben werden in die Masse gegeben.
  3. Butter und Stärke unterrühren: Die zerlassene Butter wird langsam in einen dünnen Strahl unter Rühren eingearbeitet. Danach wird Stärke oder Puddingpulver untergehoben, um die Konsistenz zu stabilisieren.
  4. Sahne unterheben (optional): Falls das Rezept Sahne vorsieht, wird diese steif geschlagen und vorsichtig untergehoben.

Schritt 3: Kuchen zusammensetzen und backen

  1. Backform vorbereiten: Die Springform mit Butter ausfetten und ggf. mit Backpapier auslegen.
  2. Mürbeteig verteilen: Zwei Drittel des Teigs werden in die Form gedrückt und als Boden geformt. Der Rand kann mit einem Messer gleichmäßig abgezogen werden.
  3. Quarkmasse auftragen: Die cremige Masse wird gleichmäßig auf dem Teigboden verteilt.
  4. Zupfen verteilen: Der restliche Teig wird in kleine Stücke zerlegt („zugezogen“) und auf der Quarkmasse verteilt. Dabei sollten kleine Lücken bleiben, um den Kuchen optisch ansprechend zu gestalten.
  5. Backen: Der Kuchen wird im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze 180 °C oder Umluft 160 °C) ca. 60 Minuten gebacken. Nach 45 Minuten kann er mit Alufolie abgedeckt werden, um eine übermäßige Bräunung zu vermeiden.
  6. Kühlung: Der Kuchen wird vollständig abgekühlt und erst dann aus der Form genommen. Er kann optional mit Puderzucker bestäubt werden.

Tipps für die perfekte Zubereitung

Um den russischen Zupfkuchen in seiner vollen Leistung zu entfalten, sind einige Tipps und Anpassungen hilfreich, die sich aus den bereitgestellten Rezepten ableiten lassen:

1. Teigkonsistenz optimieren

  • Eier steif schlagen: Um die Quarkmasse besonders cremig und fluffig zu machen, können die Eier vor dem Unterheben mit etwas Zucker steif geschlagen werden.
  • Zitronenzesten oder Vanillearoma hinzufügen: Eine Zitronenzeste oder Vanilleschote verleihen der Masse eine frische oder aromatische Note.
  • Mürbeteig kaltstellen: Ein kühler Teig verhindert, dass er sich im Ofen allzu schnell ausbreitet.

2. Anpassungen für besondere Anlässe

  • Fruchtige Komponenten: Mandarinen, Kirschen oder andere Früchte können in die Quarkmasse eingearbeitet werden.
  • Eierlikör hinzufügen: Für eine Ostervariante können 100 ml Eierlikör in die Füllung gerührt werden.
  • Kreatives Design: Mürbeteig kann mit Ausstechformen in Formen wie Herzen, Osterhasen oder Blumen geformt werden, um den Kuchen optisch aufzuwerten.

3. Lagerung und Haltbarkeit

  • Einfrieren: Der Kuchen kann bis zu drei Monate im Tiefkühlfach aufbewahrt werden.
  • Aufbewahrung: Bei Zimmertemperatur sollte der Kuchen in einer gut verschlossenen Schachtel gelagert werden, um die Konsistenz zu bewahren.

Variationsmöglichkeiten und kreative Anpassungen

Der russische Zupfkuchen ist in seiner Grundform bereits vielseitig, doch durch kreative Anpassungen kann er für verschiedene Gelegenheiten abgewandelt werden:

1. Fruchtige Variante

Zusätzlich zu der klassischen Quarkmasse können Früchte wie Mandarinen, Kirschen oder Beeren hinzugefügt werden. Dazu werden die Früchte vor dem Backen in kleine Stücke geschnitten und in die Quarkmasse eingearbeitet. Dies verleiht dem Kuchen eine fruchtige Note, die besonders im Frühjahr oder Sommer willkommen ist.

2. Eierlikör-Edition

Für Ostern oder spezielle Anlässe kann 100 ml Eierlikör in die Quarkmasse gerührt werden. Dies verleiht dem Kuchen eine zusätzliche Süße und ein feines Aroma. Besonders bei Kindern ist diese Variante sehr beliebt.

3. Kreative Gestaltung

Mürbeteig kann mit Ausstechformen in Formen wie Herzen, Sterne oder Osterhasen ausgestochen werden, bevor er auf der Quarkmasse verteilt wird. Dies verleiht dem Kuchen eine optisch ansprechende Gestaltung und ist besonders bei Familienfeiern oder Kindergeburtstagsfeiern beliebt.

4. Magerquark-Alternative

Für eine leichtere Variante kann Magerquark anstelle des regulären Quarks verwendet werden. Dies reduziert den Fettgehalt, ohne die cremige Textur vollständig zu verlieren.


Nährwert und Ernährungsbedenken

Der russische Zupfkuchen ist ein süßes Backwerk, das aus Butter, Zucker, Eiern und Mehl besteht. Daher ist er kalorisch recht hoch und eignet sich nicht als alltägliche Mahlzeit, sondern eher als gelegentliche Süßigkeit. In der Berechnung der Nährwerte ist zu berücksichtigen, dass die Mengen der Zutaten variieren können, je nach Rezept. Im Folgenden eine grobe Übersicht über die Nährwerte pro Portion (ca. 12–20 Stücke):

Nährstoff Menge (ca. pro Portion)
Kalorien 250–300 kcal
Fett 12–15 g
Kohlenhydrate 30–35 g
Eiweiß 4–6 g
Zucker 15–20 g

Da der Kuchen Butter, Zucker und Eier enthält, ist er für Diabetiker, Laktoseintolerante oder Menschen mit Glutenunverträglichkeit nicht geeignet, es sei denn, er wird mit Alternativen wie Margarine, Zuckerersatzstoffen oder glutenfreiem Mehl hergestellt. Für vegane Diäten ist der Kuchen aufgrund des Eier- und Milchgehalts nicht geeignet.


Schlussfolgerung

Der russische Zupfkuchen ist ein Klassiker, der durch seine cremige Quarkmasse und die gezupften Schokoteigstücke eine einzigartige Kombination aus Schokoladen- und Käsekucheneigenschaften bietet. Obwohl er als „russisch“ bezeichnet wird, stammt das Rezept tatsächlich aus Deutschland und hat sich dort als Omas Zupfkuchen in vielen Familien etabliert. Die Zubereitung ist einfach, die Zutaten sind leicht verfügbare Grundnahrungsmittel, und die Kuchenform kann sowohl in einer Springform als auch auf einem Blech gebacken werden.

Durch Anpassungen wie die Zugabe von Früchten, Eierlikör oder kreativen Teigformen kann der Kuchen für verschiedene Anlässe wie Ostern oder Geburtstage abgewandelt werden. Zudem ist er gut einfrierbar und kann so über mehrere Wochen genossen werden. Obwohl er nicht für eine alltägliche Ernährung geeignet ist, ist er ein willkommenes Highlight auf der Kaffeetafel und erfreut Jung und Alt gleichermaßen.


Quellen

  1. TAG24 – Saftiger Zupfkuchen vom Blech
  2. Brotwein – Russischer Zupfkuchen Rezept
  3. Einfachbacken – Omas Zupfkuchen Rezept
  4. Maltes Kitchen – Russischer Zupfkuchen

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