Omas Rehgulasch-Rezept: Klassisches Wildgericht mit Rotwein-Sauce und zartem Geschmack

Rehgulasch ist ein zeitloses Klassikergericht, das besonders in der Herbst- und Winterzeit auf den Tisch kommt. Es vereint zartes Wildfleisch mit einer feinen Rotwein-Sauce, traditionellen Gewürzen und cremiger Note – ein Gericht, das durch seine herzhafte Note und die Aromenvielfalt überzeugt. In der heimischen Küche, inspiriert von Omas Rezepten, hat sich das Rehgulasch zu einem beliebten Sonntagsbraten entwickelt, der nicht nur kulinarisch, sondern auch emotional verbindet.

Die Grundzutaten und Zubereitungsweisen sind in verschiedenen Rezepten leicht unterschiedlich, aber die Idee bleibt gleich: Rehfleisch wird in Würfel geschnitten, mit Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark und anderen Aromen angeröstet, mit Rotwein und Wildfond geschmort und schließlich mit Gewürzen und Marmelade abgeschmeckt. Diese Kombination sorgt nicht nur für eine samtige Konsistenz, sondern auch für eine faszinierende Geschmackssymphonie.

Dieser Artikel beschreibt Omas Rehgulasch-Rezept in seiner klassischen Form, die aus verschiedenen Quellen stammt und über Jahrzehnte hinweg weitergegeben und abgewandelt wurde. Wir zeigen, welche Zutaten benötigt werden, wie die Zubereitung abläuft, welche Tipps und Tricks dabei helfen können und warum dieses Gericht so besonders ist. Zudem beleuchten wir die gesundheitlichen Vorteile von Rehfleisch, die passenden Beilagen und wie man Rehgulasch auch modernisieren oder in anderen Formen zubereiten kann.


Zutaten für Omas Rehgulasch-Rezept

Die Zutatenlisten der verschiedenen Rezepte sind in ihren Details unterschiedlich, doch sie stimmen in den Grundbausteinen überein. Die Rezepte betonen, dass Qualität und die richtige Auswahl entscheidend für das Gelingen des Gerichts sind. Hier eine Zusammenfassung der typischen Zutaten, basierend auf den verschiedenen Quellen:

Grundzutaten

Zutat Mengenangabe Hinweis
Rehfleisch (Keule oder Schulter) 1–1,5 kg In Würfel von 3–4 cm geschnitten
Butterschmalz oder Öl 2–4 EL Für das Anbraten
Zwiebeln 3–5 Stück In Würfel geschnitten
Knoblauchzehen 2–3 Gehackt oder gepresst
Tomatenmark 1–2 EL Für Aroma und Farbe
Rotwein 300–400 ml Trockener Rotwein, alternativ Portwein
Wildfond 500–700 ml Keine Fleischbrühe verwenden
Lorbeerblätter 2–4 Klassisches Aromagewürz
Wacholderbeeren 5–8 Leicht zerdrückt
Salz nach Geschmack
Pfeffer nach Geschmack
Marmelade (Preiselbeere oder Johannisbeere) 2–5 EL Für die Sauce
Mehl oder Stärke 2 EL Für die Bindung der Sauce
Creme fraîche oder Sahne 150 ml Für die cremige Note

Optionale Zutaten

Einige Rezepte beinhalten zusätzliche Komponenten, die dem Gericht eine besondere Note verleihen können:

  • Pilze: 250 g, in Scheiben geschnitten
  • Karotten: 2 Stangen, gewürfelt
  • Staudensellerie: 2 Stangen, gewürfelt
  • Petersilienwurzeln: 2 Stück, gewürfelt
  • Porree: 1/2 Stange, in Streifen geschnitten
  • Maggikraut oder Rosenkohl: 500–600 g, als Beilage
  • Basalmico: 250 ml dunkler, für eine süß-saure Note in der Sauce

Die Verwendung dieser Zutaten hängt vom individuellen Geschmack und der regionalen Tradition ab. Omas Rezept ist oft reduziert auf die wichtigsten Aromen, während moderne Abwandlungen mehr Gemüse oder Beilagen hinzufügen.


Zubereitung: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Zubereitung von Rehgulasch ist relativ einfach, erfordert aber Geduld und eine sorgfältige Herangehensweise, um das Fleisch zart und die Sauce aromatisch zu machen. Hier eine detaillierte Anleitung, die sich aus den verschiedenen Rezeptquellen zusammensetzt:

1. Vorbereitung der Zutaten

  • Rehfleisch von Sehnen und Häuten befreien, in Würfel von etwa 3–4 cm schneiden.
  • Zwiebeln schälen und fein würfeln.
  • Knoblauch fein hacken oder mit einer Presse zerdrücken.
  • Tomatenmark bereitstellen.
  • Wacholderbeeren leicht zerdrücken, um die Aromen freizusetzen.
  • Lorbeerblätter bereitlegen.
  • Marmelade, Mehl oder Stärke und Creme fraîche bereithalten.

2. Anbraten des Rehfleischs

  • In einem großen Bräter oder Topf Butterschmalz oder Öl erhitzen.
  • Das Rehfleisch portionsweise anbraten, bis es eine goldbraune Kruste bekommt. Es sollte nicht kochen, sondern nur an der Oberfläche Farbe annehmen.
  • Das gebratene Fleisch aus dem Bräter nehmen und beiseitelegen.

3. Anbraten der Aromen

  • Die Zwiebeln in das Bratfett geben und andünsten, bis sie weich und leicht goldbraun sind.
  • Den Knoblauch hinzugeben und kurz mitdünsten, bis er Aroma entfaltet.
  • Tomatenmark unterrühren und kurz mitkochen lassen.
  • Optional: Pilze, Karotten, Sellerie, Petersilienwurzeln oder Porree hinzugeben und mitdünsten.

4. Schmoren mit Rotwein und Wildfond

  • Den Rotwein und den Wildfond in den Bräter geben.
  • Das zuvor gebratene Rehfleisch zurück in den Topf geben.
  • Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Salz und Pfeffer hinzufügen.
  • Das Ganze bei mittlerer Hitze geschlossen schmoren lassen, bis das Fleisch zart ist. Dafür sind ca. 1,5–2 Stunden notwendig.

5. Sauce binden und abrunden

  • Die Sauce durch Mehl oder Stärke binden: Mehl in etwas Wasser oder Fond einrühren und vorsichtig in die Sauce einstreuen. Alternativ kann Stärke mit Wasser zu einer Mischung angerührt werden.
  • Preiselbeermarmelade oder Johannisbeermarmelade hinzufügen, um die Sauce zu veredeln.
  • Bei Bedarf Creme fraîche einrühren, um die Sauce cremiger zu machen.
  • Das Gericht mit Salz und Pfeffer nach Geschmack abschmecken.

6. Servieren

  • Das Rehgulasch in Teller geben.
  • Als Beilage passen Semmelknödel, Kartoffelpüre, Gratin dauphinois, Spätzle, Rosenkohl oder Roter Kohl.
  • Ein Glas Rotwein oder ein Glühwein ergänzen den herbstlichen Genuss.

Tipps und Tricks für perfektes Rehgulasch

Um Rehgulasch optimal zuzubereiten, sind einige Tipps und Tricks besonders hilfreich:

  • Fleischqualität beachten: Rehfleisch sollte dunkelrot und nicht wässrig sein. Je besser die Qualität, desto aromatischer wird das Gericht.
  • Langsam schmoren: Nur bei niedriger bis mittlerer Temperatur wird das Fleisch zart. Schnelles Kochen führt zu trockenem, harten Fleisch.
  • Wildfond statt Fleischbrühe: Wildfond enthält mehr Aromen und passt besser zum Geschmack von Rehfleisch.
  • Marmelade als Geheimtipp: Preiselbeermarmelade oder Johannisbeermarmelade veredelt die Sauce und gibt ihr eine unverwechselbare Note.
  • Creme fraîche zur Abkühlung: Sie sorgt für eine cremige Textur und mildert die Säure der Marmelade.
  • Niedertemperaturofen oder Slow Cooker: Für besonders zartes Rehgulasch kann das Gericht auch im Ofen (etwa 120 °C) oder im Slow Cooker langsam garen.
  • Schnellkochtopf: Wer Zeit sparen möchte, kann Rehgulasch im Schnellkochtopf in etwa 70 Minuten zubereiten.

Nährwert und gesundheitliche Vorteile

Rehgulasch ist nicht nur lecker, sondern auch nahrhaft. Rehfleisch ist fettarm und reich an Proteinen, Eisen und B-Vitaminen. Es ist besonders bekömmlich und gut für die Regeneration. Im Vergleich zu Rindfleisch enthält es weniger Fett und Cholesterin, was es zu einer gesunden Alternative macht.

Nährwerte pro 100 g Rehgulasch (geschätzt):

Nährstoff Menge
Kalorien ca. 100–120 kcal
Eiweiß ca. 18–20 g
Fett ca. 1–2 g
Kohlenhydrate ca. 2–4 g
Eisen ca. 2–3 mg
Vitamin B12 ca. 1,5–2 μg

Diese Werte können je nach Zubereitung und Zutaten variieren, insbesondere wenn Beilagen wie Kartoffelpüre oder Semmelknödel hinzugefügt werden. Rehgulasch eignet sich daher sowohl für gesunde Ernährung als auch für besondere Anlässe.


Beilagen und Ergänzungen

Rehgulasch ist ein Hauptgericht, das sich durch die richtige Beilage optimal ergänzen lässt. Typische Beilagen sind:

  • Semmelknödel oder Böhmische Knödel
  • Kartoffelpüre oder Kartoffelstampf
  • Gratin dauphinois
  • Spätzle oder Haselnuss-Spätzle
  • Salzkartoffeln
  • Rosenkohl oder Rotkohl
  • Maggi-Kraut oder Rotkohl mit Zwiebeln

Je nach Vorliebe können auch Spätzle mit Schmaltz, Brezeln oder Rote Bete hinzugefügt werden. Die Beilagen sorgen für eine ausgewogene Mahlzeit und runden das Gericht optisch und geschmacklich ab.


Klassiker mit neuem Gewand: Abwandlungen und moderne Twist

Obwohl Omas Rehgulasch-Rezept traditionell und bewusst einfach bleibt, gibt es viele Möglichkeiten, es zu modernisieren oder regional abzuwandeln:

  • Mit Gemüse reich ausstatten: Karotten, Sellerie, Petersilienwurzeln oder Porree können in die Sauce mitdünsten, um sie herzhafter und nahrhafter zu machen.
  • Süße Note mit Basalmico: Einige Rezepte beinhalten dunklen Basalmico, der der Sauce eine süß-saure Note verleiht.
  • Im Ofen garen: Für besonders zartes Rehgulasch kann das Gericht im Ofen (etwa 120 °C) über mehrere Stunden garen.
  • Schnellkochtopf-Zubereitung: Wer Zeit sparen möchte, kann das Gericht im Schnellkochtopf zubereiten und in etwa 70 Minuten servieren.
  • Pilze hinzufügen: Pilze sind eine beliebte Ergänzung, die den Geschmack intensiviert.
  • Creme fraîche oder Sahne: Für eine cremige Sauce wird Creme fraîche oder Sahne hinzugefügt.

Diese Abwandlungen ermöglichen es, Omas Rezept individuell zu gestalten und an die eigenen Vorlieben anzupassen.


Schlussfolgerung

Omas Rehgulasch-Rezept ist ein Klassiker, der durch seine Kombination aus zartem Wildfleisch, aromatischer Rotwein-Sauce und traditionellen Gewürzen besticht. Es ist ein Gericht, das nicht nur kulinarisch überzeugt, sondern auch emotionale Werte trägt – eine Verbindung zur Familie, zur Region und zur Tradition. Die Zubereitung ist einfach, erfordert aber Geduld und Sorgfalt, um das Fleisch zart und die Sauce intensiv zu machen.

Durch die Verwendung von Butterschmalz, Wildfond, Wacholderbeeren und Preiselbeermarmelade entsteht eine Aromenvielfalt, die Rehgulasch zu einem unverwechselbaren Gericht macht. Zudem ist Rehfleisch nahrhaft, fettarm und bekömmlich, was es zu einer gesunden Alternative macht.

Egal ob traditionell nach Omas Rezept oder modern abgewandelt, Rehgulasch bleibt ein Herbst- und Winterfavorit. Es eignet sich perfekt als Sonntagsbraten oder als Gastfreundschaftsgericht, das sowohl bei Zuhause als auch auf Festen und Festmahlen willkommen ist. Und mit den richtigen Beilagen, wie Semmelknödel oder Rosenkohl, wird es zu einer ausgewogenen Mahlzeit, die alle Geschmacksnerven anspricht.


Quellen

  1. Omas Rehgulasch – Rezept für Herbst und Winter
  2. Zartes Rehgulasch nach Omas Art mit Rotwein-Sauce
  3. Reh Gulasch: Der Klassiker mit dem gewissen Etwas
  4. Omas feines Rehgulasch mit Pilzen
  5. Butterzartes Rehgulasch aus der Krups Cook4me

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