Klassische Engelsaugen nach Omas Rezept – Traditionelle Weihnachtsplätzchen mit Johannisbeergelee
Einleitung
Engelsaugen, auch als Husarenkrapfen, Kulleraugen oder einfach nur als beliebte Weihnachtsplätzchen bekannt, zählen zu den festlichen Klassikern der deutschen Weihnachtsbäckerei. Besonders in der Adventszeit werden sie in vielen Haushalten gebacken und gelten als unverzichtbarer Teil der Weihnachtsvorbereitungen. Die Plätzchen bestechen durch ihre einfache Herstellung, ihre typische Form mit einer Mulde in der Mitte und der fruchtigen Füllung aus Johannisbeergelee. Sie sind nicht nur optisch ansprechend, sondern auch geschmacklich ein Highlight.
Die Rezepte für Engelsaugen stammen oft aus Omas Backbüchern und werden über Generationen weitergegeben. Die Zutaten sind traditionell einfach, und die Zubereitung erfordert keine besondere Kochkenntnis. In diesem Artikel werden mehrere Rezepte und Tipps zur Herstellung von Engelsaugen vorgestellt, basierend auf verschiedenen Quellen, die für ihre Zuverlässigkeit und Detailgenauigkeit anerkannt sind. Ziel ist es, eine umfassende Anleitung für die Herstellung dieser Weihnachtsplätzchen zu liefern, wobei besonderes Augenmerk auf die Verwendung von Johannisbeergelee, die Knettechnik, das Kühlen des Teigs und die Backdauer gelegt wird.
Zutaten für Engelsaugen
Die Zutaten für Engelsaugen sind in den verschiedenen Rezepten zwar leicht unterschiedlich, aber die Grundbestandteile bleiben fast identisch. Die Hauptzutaten sind Mehl, Butter, Zucker, Eier oder Eigelbe, Vanillezucker, Salz und Johannisbeergelee. In manchen Rezepten wird zusätzlich Zitronenabrieb oder Dinkelmehl hinzugefügt, um das Aroma und die Textur der Plätzchen zu verbessern. Im Folgenden werden die wichtigsten Zutaten und deren Funktion im Rezept detaillierter erläutert.
Mehl
Mehl ist die Grundlage des Mürbeteigs. In den Rezepten wird meist Weizenmehl Type 405 verwendet, da es den Teig fein und mürbe macht. Einige Rezepte empfehlen auch die Verwendung von Dinkelmehl, um den Teig ein nussiges Aroma zu verleihen. Die Mengen variieren leicht, aber in der Regel werden 250 g Mehl verwendet. In einigen Rezepten wird auch Dinkelmehl Type 630 empfohlen, da es dem Teig eine leicht andere Textur verleiht.
Butter
Butter ist das Herzstück eines jeden Mürbeteigs. Sie gibt dem Teig seine typische Mürbheit und sorgt für eine weiche Konsistenz. In den Rezepten wird meist 150 g weiche Butter verwendet. Es wird empfohlen, klassische deutsche Markenbutter zu verwenden, da diese fester ist als viele importierte Sorten und so verhindert, dass der Teig zu weich wird. Die Butter wird in Flöckchen oder in der Rührschüssel zugegeben, je nach Rezept.
Zucker
Zucker gibt dem Teig nicht nur Süße, sondern auch eine leichte Karamelisierung beim Backen. In den Rezepten wird entweder Puderzucker oder normaler Zucker verwendet. In einigen Rezepten wird 100 g Puderzucker genannt, in anderen 100 g normaler Zucker. Der Puderzucker sorgt für eine feinere Konsistenz und verhindert, dass der Teig zu grob wird. Vanillezucker wird in allen Rezepten als zusätzliche Aromierung hinzugefügt.
Eier und Eigelb
Eier oder Eigelb dienen als Bindemittel im Mürbeteig. In den Rezepten wird meist 1 bis 2 Eigelbe verwendet. Sie sorgen für eine zarte und feine Konsistenz des Teigs. In einigen Rezepten wird auch empfohlen, frische Bio-Eier zu verwenden, da sie eine bessere Textur und Geschmack entfalten.
Salz
Salz wird in allen Rezepten in geringer Menge hinzugefügt. Es balanciert die Süße des Teigs und verfeinert den Geschmack. In den Rezepten wird meist 1 Prise Salz verwendet, was ausreichend ist, um den Teig nicht zu salzig zu machen.
Johannisbeergelee
Die typische Füllung der Engelsaugen ist Johannisbeergelee. Es wird in die Mitte der Plätzchen gefüllt und gibt ihnen den fruchtigen Geschmack. In den Rezepten wird empfohlen, das Gelee leicht zu erwärmen, damit es sich besser in die Vertiefungen füllen lässt. Es wird auch erwähnt, dass das Gelee nicht zu viel verwendet werden sollte, um ein Austragen zu vermeiden.
Zitronenabrieb
Einige Rezepte enthalten Zitronenabrieb als Aromierung. Er verleiht dem Teig ein fruchtiges Aroma und sorgt für eine feinere Textur. In den Rezepten wird meist die Schale einer Bio-Zitrone abgerieben und zum Teig hinzugefügt.
Zubereitung des Teigs
Die Zubereitung des Teigs ist ein entscheidender Schritt bei der Herstellung der Engelsaugen. Der Teig muss geschmeidig sein, aber nicht zu weich. In den Rezepten wird empfohlen, den Teig mit den Knethaken des Handrührgeräts oder mit der Küchenmaschine zu kneten. Danach wird er auf der Arbeitsfläche mit den Händen zu einem glatten Teig weiterverarbeitet. Der Teig wird anschließend in Frischhaltefolie gewickelt und im Kühlschrank für mindestens 30 Minuten bis 1 Stunde ruhen gelassen.
Das Kühlen des Teigs ist wichtig, da es die Formhaltigkeit der Plätzchen verbessert. Wenn der Teig nicht ausreichend gekühlt wird, können die Plätzchen beim Backen auseinanderlaufen oder sich verformen. In einigen Rezepten wird auch empfohlen, den Teig über Nacht im Kühlschrank zu ruhen zu lassen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Formen der Plätzchen
Nachdem der Teig ausreichend gekühlt wurde, wird er zu Kugeln geformt. In den Rezepten wird empfohlen, walnussgroße Kugeln zu formen. Diese Kugeln werden dann auf Backbleche mit Backpapier gesetzt. Mit einem Holzlöffelstiel wird in jede Kugel eine Vertiefung gedrückt, in die später das Johannisbeergelee gefüllt wird.
Es wird auch erwähnt, dass die Vertiefung nicht zu tief sein sollte, um ein Austragen des Gelees zu vermeiden. In einigen Rezepten wird empfohlen, den Holzlöffelstiel vor dem Drücken in Mehl zu tauchen, um zu verhindern, dass er am Teig klebt.
Füllung mit Johannisbeergelee
Die Füllung mit Johannisbeergelee ist ein entscheidender Schritt, der die typische Form und den Geschmack der Engelsaugen ausmacht. In den Rezepten wird empfohlen, das Gelee leicht zu erwärmen, damit es sich besser in die Vertiefungen füllen lässt. Es wird auch erwähnt, dass das Gelee nicht zu viel verwendet werden sollte, um ein Austragen zu vermeiden.
In einigen Rezepten wird auch erwähnt, dass das Gelee nach dem Backen hinzugefügt werden kann, wenn es nicht möglich ist, es vor dem Backen in die Vertiefungen zu füllen. In diesem Fall wird empfohlen, das Gelee vor dem Füllen kurz zu erwärmen, damit es sich besser in die Plätzchen füllen lässt.
Backen der Engelsaugen
Der Backvorgang ist der letzte Schritt bei der Herstellung der Engelsaugen. In den Rezepten wird empfohlen, die Plätzchen auf 170–200 °C zu backen. Die Backzeit beträgt in der Regel 10–12 Minuten. Es wird auch erwähnt, dass die Plätzchen nicht zu dunkel gebacken werden sollten, damit sie schön hell bleiben.
Es wird empfohlen, die Plätzchen nach dem Backen auf einem Kuchenrost abkühlen zu lassen. Danach können sie mit Puderzucker bestäubt werden, um den Geschmack zu verfeinern und eine optische Note hinzuzufügen.
Tipps zur Herstellung der Engelsaugen
Im Folgenden sind einige Tipps zusammengefasst, die bei der Herstellung der Engelsaugen hilfreich sein können:
Teig kühlen: Der Teig sollte immer im Kühlschrank für mindestens 30 Minuten bis 1 Stunde ruhen gelassen werden, um die Formhaltigkeit zu verbessern. In einigen Rezepten wird auch empfohlen, den Teig über Nacht zu kühlen.
Kugeln nicht zu groß formen: Die Kugeln sollten walnussgroß sein, damit die Plätzchen nicht zu groß werden und beim Backen nicht auseinanderlaufen.
Gelee nicht zu viel füllen: Das Johannisbeergelee sollte nicht zu viel verwendet werden, um ein Austragen zu vermeiden. Es wird empfohlen, das Gelee leicht zu erwärmen, damit es sich besser in die Vertiefungen füllen lässt.
Backzeit überwachen: Die Plätzchen sollten nicht zu dunkel gebacken werden, da sie dann nicht mehr hell bleiben. Es wird empfohlen, die Backzeit genau zu überwachen und die Plätzchen rechtzeitig aus dem Ofen zu nehmen.
Puderzucker bestäuben: Die Plätzchen können nach dem Backen mit Puderzucker bestäubt werden, um den Geschmack zu verfeinern und eine optische Note hinzuzufügen.
Lagerung und Haltbarkeit
Die Engelsaugen können nach dem Backen in einer Keksdose gelagert werden. Es wird empfohlen, sie an einem kühlen Ort aufzubewahren, damit sie ihre Form und Konsistenz behalten. Die Haltbarkeit beträgt mindestens einen Monat. In einigen Rezepten wird erwähnt, dass die Plätzchen nach ein bis zwei Tagen in der Keksdose ihr volles Aroma entfalten und noch mürber und köstlicher werden.
Rezept für Engelsaugen nach Omas Rezept
Hier folgt ein detailliertes Rezept für Engelsaugen, das sich auf die empfohlenen Zutaten und Zubereitungsweisen der Quellen stützt:
Zutaten (für ca. 40 Stück)
- 250 g Mehl (Weizenmehl Type 405 oder Dinkelmehl Type 630)
- 150 g weiche Butter
- 2 Eigelb (Größe M)
- 100 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- Schale einer Bio-Zitrone (optional)
- 175 g Johannisbeergelee
- etwas Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
Teig zubereiten: Mehl, Butter, Eigelb, Puderzucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenabrieb in einer Rührschüssel vermengen. Mit einem Handrührgerät mit Knethaken oder mit der Küchenmaschine auf niedrigster Stufe verkneten. Anschließend den Teig auf der Arbeitsfläche mit den Händen zu einem glatten Teig weiterverarbeiten.
Teig kühlen: Den Teig flach drücken und in Frischhaltefolie wickeln. Für mindestens 30 Minuten bis 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Einige Rezepte empfehlen, den Teig über Nacht zu kühlen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Plätzchen formen: Aus dem gekühlten Teig walnussgroße Kugeln formen. Diese Kugeln auf Backbleche mit Backpapier setzen.
Vertiefungen drücken: Mit dem Stiel eines Holzlöffels in jede Teigkugel eine Vertiefung drücken. Achten darauf, dass die Vertiefung nicht zu tief ist, um ein Austragen des Gelees zu vermeiden.
Gelee füllen: Johannisbeergelee leicht erwärmen und mit einem Teelöffel oder Spritzbeutel in die Vertiefungen füllen. Achten darauf, dass nicht zu viel Gelee verwendet wird.
Backen: Den Ofen auf 170–200 °C vorheizen. Die Plätzchen für 10–12 Minuten backen. Sie sollten hell bleiben und nicht dunkel gebacken werden.
Abkühlen und bestäuben: Die Plätzchen nach dem Backen auf einem Kuchenrost abkühlen lassen. Danach mit Puderzucker bestäuben.
Engelsaugen – Ein Klassiker der Weihnachtsbäckerei
Engelsaugen sind nicht nur ein festlicher Klassiker, sondern auch ein Symbol für die Tradition der Weihnachtsbäckerei. Sie werden in vielen Familien über Generationen weitergegeben und sind ein unverzichtbarer Teil der Weihnachtsvorbereitungen. Die Herstellung der Plätzchen ist einfach, aber dennoch mit viel Liebe und Geduld verbunden. Die Kombination aus mürbem Teig und fruchtigem Johannisbeergelee macht sie zu einem besonderen Genuss, der in der Weihnachtszeit einfach unverzichtbar ist.
Die Rezepte für Engelsaugen sind in den verschiedenen Quellen leicht unterschiedlich, aber die Grundzutaten und die Zubereitungsweise bleiben fast identisch. Es wird empfohlen, den Teig immer ausreichend zu kühlen, um die Formhaltigkeit zu verbessern. Die Füllung mit Johannisbeergelee ist ein entscheidender Schritt, der die typische Form und den Geschmack der Plätzchen ausmacht. Es wird auch erwähnt, dass die Plätzchen nach dem Backen in einer Keksdose gelagert werden können, um ihr Aroma und ihre Konsistenz zu bewahren.
Engelsaugen sind nicht nur ein Genuss für die Sinne, sondern auch ein Symbol für die Tradition und die Liebe, die in die Weihnachtsbäckerei einfließt. Sie sind ein unverzichtbarer Teil der Weihnachtsvorbereitungen und werden in vielen Familien über Generationen weitergegeben. Mit diesem Rezept und den Tipps zur Herstellung können Sie die Engelsaugen ganz einfach nachbacken und sich und Ihren Lieben ein unvergessliches Weihnachtsfest bereiten.
Schlussfolgerung
Engelsaugen, auch bekannt als Husarenkrapfen oder Kulleraugen, sind ein Klassiker der Weihnachtsbäckerei. Sie bestechen durch ihre einfache Herstellung, ihre typische Form mit einer Mulde in der Mitte und der fruchtigen Füllung aus Johannisbeergelee. Die Zutaten sind traditionell einfach, und die Zubereitung erfordert keine besondere Kochkenntnis. In diesem Artikel wurden mehrere Rezepte und Tipps zur Herstellung von Engelsaugen vorgestellt, basierend auf verschiedenen Quellen, die für ihre Zuverlässigkeit und Detailgenauigkeit anerkannt sind.
Die wichtigsten Schritte bei der Herstellung der Engelsaugen sind das Zubereiten des Mürbeteigs, das Kühlen des Teigs, das Formen der Plätzchen, das Füllen mit Johannisbeergelee und das Backen. Es wurden auch Tipps zur Lagerung und Haltbarkeit der Plätzchen gegeben. Engelsaugen sind nicht nur ein Genuss für die Sinne, sondern auch ein Symbol für die Tradition und die Liebe, die in die Weihnachtsbäckerei einfließt. Mit diesem Rezept und den Tipps zur Herstellung können Sie die Engelsaugen ganz einfach nachbacken und sich und Ihren Lieben ein unvergessliches Weihnachtsfest bereiten.
Quellen
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