Omas Bienenstich vom Blech – Klassischer Hefeteigkuchen mit Vanillepudding und Mandelkruste
Der Bienenstich ist ein Kuchenklassiker, der mit seiner Kombination aus saftigem Hefeteig, cremiger Vanillefüllung und knuspriger Mandelkruste nicht nur die Geschmackssinne, sondern auch die Nostalgie weckt. Besonders in der Variante „vom Blech“ hat sich der Bienenstich als beliebter Kuchen etabliert, der sich ideal für Familienfeiern, Sonntagskaffees oder besondere Anlässe eignet. In diesem Artikel wird das Rezept und die Zubereitung des Omas Bienenstich vom Blech detailliert beschrieben, basierend auf mehreren Quellen, die in ihrer Klarheit und Genauigkeit die Herkunft des Rezepts stützen.
Einführung in das Rezept
Der Bienenstich besteht traditionell aus drei Schichten: einem weichen Hefeteig, einer cremigen Puddingfüllung und einer knusprigen Mandeldecke. Die Bezeichnung „Bienenstich“ hat verschiedene Herkunftshypothesen, von denen keine in allen Quellen eindeutig belegt wird. In einer Legende wird erzählt, dass eine Biene den Kuchen nach dem süßlichen Geruch anflog und den Bäcker stach, wodurch der Name entstand. Ob diese Legende wahr ist, bleibt unklar, da keine Quelle sie explizit bestätigt. Der Name könnte aber auch einfach auf die intensive Süße des Kuchens zurückgehen, die selbst Bienen angezogen hätte.
Die Rezepturen, die in den Quellen beschrieben werden, sind in ihrer Grundstruktur sehr ähnlich. Sie basieren auf Hefeteig, Vanillepudding und Mandelbelag. Der Bienenstich kann mit oder ohne Hefe gebacken werden, wobei die Hefeteig-Variante besonders für die klassische Form steht. Die Füllung wird oft aus Puddingpulver, Sahne und Zucker hergestellt, während die Mandelkruste aus Butter, Zucker, Honig und Mandelblättchen besteht.
Rezeptvarianten
Hefeteig-Variante
Die Hefeteig-Variante ist die traditionellste und wird in mehreren Quellen erwähnt. Der Teig wird aus Mehl, Zucker, Hefe, Milch und Butter hergestellt. Nach dem Kneten und Gehen lassen wird der Teig in eine gefettete Form gelegt und mit der Vanillepuddingfüllung und Mandeldecke belegt. Die Backzeit liegt in der Regel bei etwa 30–35 Minuten bei 180–200 °C (Ober- und Unterhitze).
Zutaten (Hefeteig-Variante):
- 500 g Mehl
- 80 g Zucker
- 1 Päckchen Trockenhefe (oder 25 g frische Hefe)
- 250 ml lauwarme Milch
- 75 g geschmolzene Margarine oder Butter
- 1 Prise Salz
Zutaten für die Puddingfüllung:
- 750 ml Milch
- 2 Päckchen Vanillepuddingpulver
- 100–150 g Zucker (je nach Süße)
- 1 Teelöffel Vanilleextrakt
- 200 g Margarine oder Butter (zimmerwarm)
- 200 ml Schlagsahne (gekühlt)
- 2 Päckchen Sahnesteif (optional)
Zutaten für die Mandeldecke:
- 150 g Margarine oder Butter
- 100 g Zucker
- 2 Esslöffel Honig (oder Ahornsirup)
- 2 Esslöffel Milch
- 200 g Mandelblättchen
Rezept ohne Hefe
Eine Alternative, die in einer Quelle beschrieben wird, ist der Bienenstich ohne Hefe. In dieser Variante wird der Teig aus Weizenmehl, Butter, Zucker, Eiern und Backpulver hergestellt, wodurch der Kuchen schneller und einfacher zuzubereiten ist. Die Füllung und Mandeldecke bleiben jedoch weitgehend identisch mit der Hefeteig-Variante. Der Backvorgang ist kürzer, weshalb dieser Kuchen besonders geeignet ist, wenn die Zeit begrenzt ist oder wenn die Hefe nicht zur Verfügung steht.
Zutaten (ohne Hefe):
Für den Teig:
- 300 g weiche Butter
- 200 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 6 Eier
- 400 g Weizenmehl
- 1 Päckchen Backpulver
- 50 ml Milch
Für die Mandeldecke:
- 100 g Butter
- 75 g Zucker
- 1 EL Honig
- 100 ml Sahne
- 200 g Mandelblättchen
Für die Puddingcreme:
- 1 Päckchen Vanillepudding
- 40 g Zucker
- 450 g Milch
- 300 g kalt Schlagsahne
- 1 Päckchen Sahnesteif
Zubereitung des Bienenstichs vom Blech
Vorbereitung
Die Vorbereitung beider Rezeptvarianten beginnt mit dem Backblech, das entweder gefettet oder mit Backpapier ausgelegt wird. Bei der Hefeteig-Variante wird der Teig zubereitet und gehen gelassen, wohingegen bei der Variante ohne Hefe der Teig direkt nach dem Kneten in das Blech gelegt wird.
Hefeteig-Variante:
Hefeteig herstellen: In einer Rührschüssel Mehl mit der Trockenhefe vermischen. Die lauwarme Milch mit der geschmolzenen Butter mischen und langsam zum Mehl geben. Zucker und Salz hinzufügen und mit einem Mixer (Knethaken) auf niedriger bis höchster Stufe zu einem glatten Teig kneten. Der Teig wird dann zugedeckt und an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
Puddingherstellung: Für die Füllung wird Milch erwärmt und mit Vanillepuddingpulver, Zucker und Vanilleextrakt angerührt. Die Mischung wird zum Kochen gebracht und etwa eine Minute köcheln gelassen. Danach wird die Margarine untergerührt und die Mischung abgekühlt. In einer zweiten Schüssel wird Sahne mit Sahnesteif steif geschlagen und unter die abgekühlte Puddingmasse gehoben.
Mandeldecke: Butter, Zucker, Honig und Milch werden in einem Topf erwärmt, bis sie schmelzen. Die Mischung wird zum Kochen gebracht und die Mandelblättchen untergerührt. Die Mandeldecke wird noch warm auf dem abgekühlten Teig verteilt.
Backen: Der Kuchen wird bei 180–200 °C (Ober- und Unterhitze) etwa 30–35 Minuten gebacken, bis die Oberfläche goldbraun ist. Nach dem Backen wird er vollständig abgekühlt und mit der Puddingcreme belegt.
Variante ohne Hefe:
Teig herstellen: Butter, Zucker und Vanillezucker werden cremig geschlagen. Eier werden einzeln untergerührt. Das Mehl mit Backpulver mischen und abwechselnd mit Milch unter die Butter-Masse kneten. Der Teig wird glatt gestrichen und in das gefettete Blech gelegt.
Mandeldecke: Butter, Zucker, Honig und Sahne werden in einem Topf erwärmt, bis sie schmelzen. Die Mandelblättchen werden untergerührt und die Mischung auf den Teig gegeben.
Backen: Der Kuchen wird bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) etwa 25–30 Minuten gebacken, bis die Oberfläche goldbraun ist. Er wird abgekühlt und mit der Puddingcreme belegt.
Puddingcreme: Vanillepuddingpulver wird mit Zucker und etwas Milch angerührt. Die restliche Milch wird zum Kochen gebracht, und der Pudding wird darin untergerührt. Die Mischung wird abgekühlt, und Sahne mit Sahnesteif wird untergehoben.
Tipps für die Zubereitung
- Backrahmen verwenden: Wenn kein tiefes Blech oder eine Fettpfanne zur Verfügung steht, kann ein Backrahmen auf einem normalen Backblech verwendet werden, um den Kuchen zu fixieren und zu verhindern, dass er an den Rändern zusammenfällt.
- Pudding vorbereiten: Die Puddingfüllung kann bereits am Vortag hergestellt werden, um die Zubereitungszeit am Tag des Backens zu reduzieren.
- Mandeldecke vorsichtig verteilen: Um das Schneiden des Kuchens später zu erleichtern, kann die Mandeldecke bereits vor dem Backen in Stücke geschnitten werden. Dies verhindert, dass die Creme beim Schneiden ausfließt.
Nährwerte und Allergenhinweise
Die genaue Nährwertkennzeichnung hängt von den Mengen und den spezifischen Zutaten ab. In den Rezepten wird jedoch auf tierische Fette wie Schmalz verzichtet, wodurch sie sich auch für eine halal-freundliche Ernährung eignen. Bei der Hefeteig-Variante enthalten die Zutaten Mehl, Milch, Eier, Butter und Mandeln, weshalb bei Allergien auf Gluten, Milch, Eier oder Schalenfrüchte Vorsicht geboten ist. Die Variante ohne Hefe enthält keine Hefe, weshalb sie für Menschen mit Hefeunverträglichkeiten geeignet ist.
Schlussfolgerung
Der Bienenstich vom Blech ist ein Kuchenklassiker, der durch seine Kombination aus Hefeteig, Vanillepudding und Mandelkruste nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch überzeugt. Die Rezepturen aus den Quellen zeigen, dass es sowohl eine traditionelle Hefeteig-Variante als auch eine schnellere Variante ohne Hefe gibt, die beide mit ähnlichen Zutaten und Zubereitungsweisen arbeiten. Die Zubereitung erfordert etwas Geduld, insbesondere bei der Herstellung der Puddingfüllung und der Mandeldecke, lohnt sich aber mit einem Kuchen, der bei Groß und Klein gleichermaßen beliebt ist. Egal ob für den Sonntagskaffee oder eine besondere Gelegenheit – der Bienenstich vom Blech ist ein kulinarisches Highlight, das nicht nur die Geschmackssinne, sondern auch die Erinnerungen an Kindheit und Familie weckt.
Quellen
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