Rezept für rote Krapfen – Hefeteiglinge mit Marmeladenfüllung

Rote Krapfen, auch bekannt als Berliner, Pfannkuchen oder Kreppel, sind traditionelle Hefeteiglinge, die insbesondere zu Fasching und Karneval beliebt sind. Sie bestehen aus einem luftigen Hefeteig, der gefüllt ist – meist mit roter Marmelade oder Konfitüre – und anschließend in heißem Fett ausgebacken wird. Diese Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die Zubereitung von roten Krapfen, basierend auf Rezepten und Anleitungen aus vertrauenswürdigen Quellen. Zudem werden regionale Unterschiede, Tipps für das Frittieren und alternative Füllungen behandelt.

Hefeteig für rote Krapfen

Der Hefeteig ist die Grundlage für die Krapfen. Er besteht aus Mehl, Hefe, Eiern, Milch, Butter, Zucker und Salz. Die genaue Zusammensetzung und die Herstellung können leicht variieren, je nach Rezept. Im Folgenden sind die typischen Zutaten und Schritte zusammengefasst:

Zutaten (für ca. 30 Stück):

  • 500–700 g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe (ca. 7 g)
  • 3–5 Eier
  • 125–250 ml lauwarme Milch
  • 100–150 g weiche Butter
  • 30–60 g feiner Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • Zitronenabrieb (optional)

Zubereitung:

  1. Mehl mit Hefe vermischen: Das Mehl wird in eine Schüssel gesiebt und mit der Trockenhefe gut vermengt.
  2. Flüssige Zutaten zugeben: Die lauwarme Milch wird erwärmt, und die Butter darin zerlassen. Anschließend werden die Eier, Zucker, Vanillezucker und Zitronenabrieb zugegeben.
  3. Teig kneten: Die flüssigen Zutaten werden zu dem Mehl-Mischung gegeben, und mit einem Knethaken oder per Hand wird ein glatter Hefeteig geknetet. Der Teig muss gut durchgeknethet und elastisch sein.
  4. Ruhen lassen: Der Teig wird mit einem Tuch abgedeckt und bei Zimmertemperatur (ca. 35°C) etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Diese Schritte sind in mehreren Rezepten beschrieben (Quellen 1–3). Es gibt leichte Unterschiede, beispielsweise in der Menge der Milch oder Butter, aber die Grundprinzipien bleiben gleich.

Füllung der Krapfen

Nachdem der Teig gegangen ist, wird er in kleine Portionen abgezogen und gefüllt. Die Füllung ist meist eine rote Marmelade oder Konfitüre, meist Aprikosen- oder Beerenfrüchte-Konfitüre.

Zutaten für die Füllung:

  • 50–80 g Marmelade oder Konfitüre
  • 1 El Rum (optional)

Zubereitung:

  1. Konfitüre mit Rum vermengen: Die Marmelade wird mit Rum vermischt, um ein cremiges und duftendes Füllungsergebnis zu erzielen.
  2. Teiglinge ausstechen: Der aufgegangene Hefeteig wird auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer dünnen Schicht von 5–10 mm geformt. Runde Teiglinge werden mit einer runden Ausstechform ausgestochen.
  3. Teiglinge füllen und verschließen: Auf jedes Teigstück wird eine kleine Menge der Marmeladenfüllung gegeben. Anschließend wird ein zweites Teigstück darauf gelegt und die Ränder gut zusammengedrückt, um eine Kugel mit Füllung zu bilden.

Diese Vorgehensweise ist in Quellen 2 und 3 beschrieben. Es gibt auch Varianten, bei denen die Krapfen nach dem Frittieren gefüllt werden, was besonders dann praktisch ist, wenn keine Spritzdose zur Verfügung steht.

Frittieren der Krapfen

Nachdem die Krapfen gefüllt und geformt sind, werden sie in heißem Fett ausgebacken. Der Frittierprozess ist entscheidend für das Ergebnis, da die Temperatur und die Frittierzeit die Konsistenz und das Aroma beeinflussen.

Zutaten für das Frittieren:

  • 800 g Pflanzenöl (Rapsöl, Kokosfett oder Sonnenblumenöl)
  • 2 El Puderzucker (zum Bestreuen)

Zubereitung:

  1. Öl erhitzen: Das Pflanzenöl wird in einem Topf auf 170°C erhitzt. Es ist wichtig, die Temperatur konstant zu halten, um die Krapfen gleichmäßig auszubacken.
  2. Krapfen frittieren: Die gefüllten Krapfen werden vorsichtig in das heiße Fett gegeben. Sie sollten nicht zu dicht beieinander liegen, um sie gleichmäßig auszubacken. Jede Seite wird etwa 2–3 Minuten gebraten, bis eine goldbraune Färbung entsteht.
  3. Krapfen abtropfen lassen: Nach dem Frittieren werden die Krapfen auf Küchenkrepp gelegt, um überschüssiges Fett abtropfen zu lassen.

Diese Schritte sind in Quellen 1–3 beschrieben. Es ist wichtig, dass die Krapfen nicht zu heiß gebraten werden, da sie sonst anbrennen könnten. Zudem sollte man darauf achten, dass die Füllung nicht ausläuft, was durch sorgfältiges Verschließen verhindert werden kann.

Nachbearbeitung und Servieren

Nach dem Frittieren werden die Krapfen nochmals abgekühlt und dann serviert. Sie können entweder pur genossen oder mit Puderzucker bestäubt werden. Ein weiteres Option ist die Verwendung von Zuckerglasur oder Dip-Saucen.

Zuckerglasur:

  • 150 g Puderzucker
  • 2–2,5 El Wasser, Zitronensaft oder Limettensaft

Die Zutaten werden zu einer cremigen Glasur verrührt. Die Krapfen werden in die Glasur getunkt oder mit einem Pinsel bestreut.

Servieren:

  • Puderzucker bestreuen: Die Krapfen werden mit Puderzucker bestäubt, entweder vor oder nach dem Frittieren.
  • Zuckerglasur oder Dips: Alternativ können die Krapfen mit Zuckerglasur oder Dips wie Marmelade, Karamellsauce oder Schokolade serviert werden.

Diese Tipps sind in Quelle 2 beschrieben. Sie sind besonders praktisch, wenn man die Krapfen als Dessert oder Snack serviert.

Regionale Unterschiede und Bezeichnungen

Es gibt regionale Unterschiede in der Bezeichnung und Zubereitung der Krapfen. In verschiedenen Gegenden Deutschlands und Österreichs heißen die Hefeteiglinge anders:

Bezeichnung Region Füllung
Krapfen Süddeutschland, Österreich Marillenkonfitüre oder Hagebuttenmark
Pfannkuchen Ostdeutschland (Berlin, Brandenburg, Sachsen) Rote Konfitüre oder Pflaumenmus
Kreppel, Kräppel, Gräbbel, Krebbel Mitteldeutschland (Hessen, Rheinhessen, Westthüringen, Unterfranken), Schlesien Rote Konfitüre
Puffel Aachener Raum Aprikosenmarmelade

Diese regionale Unterscheidung ist in Quelle 4 beschrieben. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass in einigen Regionen der Begriff “Berliner” nicht die Hefeteiglinge, sondern andere Gerichte bezeichnet.

Besondere Füllungen

Neben der klassischen roten Konfitüre gibt es auch alternative Füllungen. Insbesondere in Faschings- und Karnevalssaison werden auch scharfe oder ungewöhnliche Füllungen verwendet, wie Senf oder Zwiebeln. Diese sogenannten “Spaßkrapfen” sind vor allem bei den Narren populär.

Diese Alternative ist in Quelle 2 erwähnt. Sie ist eine willkommene Abwechslung, besonders wenn man mit Kindern oder bei Partys kreativ werden möchte.

Tipps für das Krapfen-Backen

Es gibt einige Tipps und Tricks, die das Backen der Krapfen einfacher und erfolgreicher machen können:

  • Temperatur kontrollieren: Die Temperatur des Frittieröls ist entscheidend. Sie sollte konstant bei 170°C gehalten werden.
  • Gut verschließen: Die Krapfen sollten sorgfältig verschlossen werden, damit die Füllung nicht ausläuft.
  • Krapfen erneut gehen lassen: Nach dem Füllen sollten die Krapfen nochmals 30–60 Minuten gehen lassen, damit sie sich nochmals ausdehnen können.
  • Krapfen nach dem Backen füllen: Wenn keine Spritzdose zur Verfügung steht, können die Krapfen auch nach dem Frittieren gefüllt werden.
  • Krapfen nicht übertrocknen lassen: Die Füllung sollte cremig, aber nicht zu flüssig sein, um das Frittieren zu erleichtern.

Diese Tipps sind in Quelle 2 und 3 beschrieben. Sie sind hilfreich, um sicherzustellen, dass die Krapfen gut aussehen und schmecken.

Alternative Backmethoden

Neben dem Frittieren gibt es auch Alternativen, die Krapfen in den Ofen zu backen. Einige Rezepte beschreiben, wie man die Krapfen im Ofen zubereiten kann, um Fett zu sparen oder die Krapfen gesünder zu machen.

Backofen-Rezept:

  1. Backofen auf 190°C vorheizen.
  2. Krapfen auf ein Backblech legen.
  3. Im Ofen ca. 13–15 Minuten backen.
  4. Nach dem Backen mit geschmolzener Butter bepinseln und mit Puderzucker bestäuben.

Dieser Vorschlag ist in Quelle 3 erwähnt. Die Krapfen sind zwar fluffig, aber laut dem Rezeptur-Autor nicht so überzeugend wie die klassischen gefüllten Krapfen, die in Fett gebacken werden.

Schlussfolgerung

Rote Krapfen sind eine beliebte Leckerei, insbesondere zu Fasching und Karneval. Sie bestehen aus einem luftigen Hefeteig, der mit roter Marmelade oder Konfitüre gefüllt und anschließend in heißem Fett ausgebacken wird. Die Zubereitung ist zwar aufwendig, aber mit den richtigen Tipps und einer sorgfältigen Arbeitsweise lassen sich köstliche Krapfen zubereiten. Es gibt regionale Unterschiede in der Bezeichnung und Füllung, weshalb es wichtig ist, sich mit der lokalen Tradition auseinanderzusetzen. Ob mit Puderzucker bestäubt oder mit Zuckerglasur verziert – die Krapfen sind immer ein Highlight auf jeder Faschingsfeier oder als Dessert am Tisch.

Quellen

  1. linalsbackhimmel.de/krapfen/
  2. thomassixt.de/rezept/krapfen/
  3. zuckerzimtundliebe.de/2018/02/ein-rezept-fuer-einfache-kleine-berliner-krapfen-kreppel-oder-donuts-in-rautenform/
  4. baeckerei-spiegelhauer.de/blog/krapfen-selber-machen/

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